Die Sicherheitslösung Avast One hat in einer aktuellen Leistungsprüfung ihre Effektivität unter Beweis gestellt und wird für ihren Schutz vor Malware und Phishing positiv bewertet. In einer Untersuchung des Fachmediums Macwelt im August wurden die Erkennungsraten sowie die Systembelastung der Software detailliert analysiert. Dabei zeigte sich, dass das Programm einen Großteil der aktuellen Bedrohungen zuverlässig identifiziert, wenngleich in der Bedienung und der Abonnementstruktur punktuelle Kritikpunkte bestehen bleiben.
Hohe Erkennungsraten und effiziente Scan-Vorgänge
Im Zentrum der Bewertung stand die Fähigkeit der Software, schädliche Programme und betrügerische Websites zu blockieren. Die Malware-Erkennung von Avast One lag in den Tests bei einem Wert von über 98 Prozent. Damit positioniert sich das Tool im oberen Bereich der verfügbaren Sicherheitslösungen für Endverbraucher. Neben der reinen Schutzwirkung hoben die Prüfer insbesondere die Arbeitsgeschwindigkeit der Scan-Engine hervor. So gelang es der Software, eine SSD mit einem Datenvolumen von 848 GB in einem Zeitraum von weniger als 10 Minuten vollständig zu scannen. Dies deutet auf eine tiefgreifende Optimierung der Suchalgorithmen hin, die den Nutzer im laufenden Betrieb kaum beeinträchtigen.
Zusätzlich zur reinen Sicherheitsprüfung verfügt das Paket über integrierte Wartungsfunktionen. Ein durchgeführter Smart Scan lieferte messbare Ergebnisse bei der Systembereinigung. Im Rahmen der Überprüfung wurden durch das Programm 5,33 GB an Cache-Dateien, 147,5 MB an Log-Dateien sowie 128,7 MB an Daten aus dem Papierkorb entfernt. Diese Zusatzfunktionen sollen dazu beitragen, nicht nur die Sicherheit, sondern auch die Systemperformance durch das Entfernen von Datenmüll zu verbessern.
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Punktuelle Schwachstellen bei spezifischen Bedrohungen
Trotz der insgesamt hohen Erkennungsrate offenbarte der Test auch Lücken im Schutzschirm von Avast One. Die Software ließ im Versuchsaufbau bestimmte Malware-Samples unberührt. Konkret wurden die Bedrohungen CrateDepression, Hovdy, Rubilyn und Siggen von den Schutzmechanismen nicht erkannt oder nicht blockiert. Dies verdeutlicht, dass trotz einer Quote von über 98 Prozent eine restlose Sicherheit gegenüber allen spezialisierten Schädlingen nicht garantiert werden kann.
Ein weiterer Kritikpunkt betrifft die Benutzeroberfläche und die Vermarktungsstrategie innerhalb der Applikation. Tester bemängelten eine als aufdringlich empfundene Werbung für weitere Produkte des Herstellers. Zudem wurde die Fragmentierung der verschiedenen Abonnements kritisiert, die für den Endanwender unübersichtlich wirken könne. Die Preisgestaltung für den Einstieg in die Nutzung von Avast One liegt laut aktuellen Angaben bei 35,88 Euro für das erste Jahr.
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Fazit für Anwender
Zusammenfassend bietet Avast One eine solide Grundlage für den Schutz digitaler Endgeräte, insbesondere durch die Kombination aus einer hohen Phishing-Abwehr und einer schnellen Scan-Performance. Die Ergebnisse zeigen jedoch, dass Nutzer die Software vor allem wegen ihrer Geschwindigkeit und der breiten Erkennungsbasis schätzen dürften, während sie gleichzeitig eine gewisse Toleranz gegenüber Eigenwerbung und einer komplexen Tarifstruktur aufbringen müssen. Die gezielte Nichterkennung einzelner Malware-Stämme mahnt zudem zu einer fortwährenden Wachsamkeit bei der Nutzung digitaler Ressourcen, da kein Sicherheitstool eine vollständige Abdeckung bietet.

