Azure Cobalt 200: Microsoft und Databricks versprechen 50% Leistungsplus

Databricks und Microsoft vertiefen ihre Allianz für KI und Datenanalyse. Die Zusammenarbeit soll bis in die 2030er Jahre reichen und umfasst neue Technologien wie Azure Cobalt 200.

In einer weitreichenden Ausweitung ihrer Kooperation haben der Daten- und KI-Spezialist Databricks und der Technologiekonzern Microsoft eine Verlängerung ihrer strategischen Partnerschaft vereinbart. Die Zusammenarbeit soll nun bis in die 2030er Jahre hinein Bestand haben und zielt darauf ab, die Integration von Datenanalyse und künstlicher Intelligenz in Unternehmensumgebungen massiv voranzutreiben.

Im Zuge dieser Vereinbarung wird Databricks seine Kernoperationen künftig auf Azure Databricks betreiben. Ein wesentlicher Bestandteil der erweiterten Allianz ist die Einführung von Azure Cobalt 200. Diese Neuerung verspricht Leistungssteigerungen von bis zu 50 % und soll die Effizienz bei der Verarbeitung komplexer Datenmengen deutlich erhöhen.

Tiefere Integration in das Microsoft-Ökosystem

Ein Schwerpunkt der Partnerschaft liegt auf der Verzahnung der Technologien beider Häuser. Databricks plant, seine Werkzeuge Genie und Unity AI Gateway umfassender in das Microsoft-Portfolio zu integrieren. Davon betroffen sind zentrale Dienste wie Microsoft 365, Teams und der KI-Assistent Copilot. Auch die Analyse- und Sicherheitslösungen Power BI, Entra, Purview und Foundry sollen von einer engeren Anbindung profitieren.

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Das Vertrauen in die technologische Basis von Databricks spiegelt sich auch in der jüngsten Marktbewertung des Unternehmens wider. In einer aktuellen Finanzierungsrunde wurde Databricks mit 188 Milliarden US-Dollar bewertet. Zu den namhaften Kunden, die bereits auf Lösungen aus dieser Partnerschaft setzen, zählen unter anderem Unilever, Electrolux, die Banco Bradesco sowie der japanische Finanzdienstleister SMBC und das Baseball-Team Cincinnati Reds.

Manulife setzt auf großflächige KI-Implementierung

Die Relevanz dieser Cloud- und KI-Infrastrukturen zeigt sich am Beispiel konkreter Großaufträge. Der Finanzdienstleister Manulife hat kürzlich einen Fünfjahresvertrag mit Microsoft unterzeichnet. Das Unternehmen führt dabei die Microsoft 365 E7 Frontier Suite ein und weitet die Nutzung von Copilot auf über 30.000 Mitarbeiter aus. Durch den Einsatz von KI-Initiativen konnte Manulife die Produktivität in der Softwareentwicklung bereits um 30 % steigern.

Für die kommenden Jahre verfolgt Manulife ambitionierte finanzielle Ziele im Bereich der künstlichen Intelligenz. Bis zum Jahr 2027 erwartet das Unternehmen einen durch KI generierten Unternehmenswert von über 1 Milliarde US-Dollar. Bis zum Ende des Jahres 2025 sollen in diesem Bereich bereits 300 Millionen US-Dollar akkumuliert worden sein.

Neue Kontrollmechanismen für KI-Agenten

Mit der zunehmenden Komplexität von KI-Anwendungen rücken Sicherheits- und Kontrollaspekte stärker in den Fokus. Microsoft hat in diesem Kontext die Einführung von Agent 365 angekündigt. Dabei handelt es sich um eine sogenannte „Control Plane“, mit der Unternehmen den Schadensradius von KI-Agenten überwachen und steuern können. Hayete Gallot, EVP bei Microsoft, betonte die Bedeutung solcher Steuerungselemente für die Governance in Unternehmen. Manulife nutzt diese Lösung bereits, um die Verwaltung seiner eigenen KI-Agenten sicherzustellen.

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Ergänzt wird das Sicherheitsportfolio durch MDASH, ein System für das Scannen von Multi-Modell-Agenten. Diese Entwicklungen unterstreichen das Bestreben von Microsoft, die Sicherheit in der KI-Nutzung als zentrales Geschäftsfeld zu etablieren. Bereits bis zum Jahr 2023 hatte die Sicherheitssparte des Konzerns einen Jahresumsatz von 20 Milliarden US-Dollar erreicht. Die nun vertiefte Partnerschaft mit Databricks soll dazu beitragen, diese Sicherheitsstandards auch in hochskalierbaren Datenumgebungen zu festigen.