Azure Communication Services: Microsoft beschränkt ACS ab 23. Oktober

Ab dem 23. Oktober 2026 gelten erste Beschränkungen; der eigenständige ACS-Dienst wird am 30. September 2028 abgeschaltet.

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Microsoft kündigte am 23. September 2026 die Einstellung seines eigenständigen Dienstes Azure Communication Services (ACS) zum 30. September 2028 an. Nach Ablauf dieser Übergangsfrist wird die ACS-Videofunktion nur noch innerhalb von Applikationen unterstützt, die direkt an die Kommunikationsplattform Microsoft Teams angebunden sind.

Wie das Fachportal nxrte.com in einem Bericht vom 22. Oktober 2026 darlegte, treten bereits am 23. Oktober 2026 die ersten weitreichenden operativen Restriktionen für Entwickler und Unternehmenskunden in Kraft.

Erste Buchungs- und Skalierungsbeschränkungen greifen

Ab dem 23. Oktober 2026 schränkt Microsoft die Bereitstellung und Skalierung des auslaufenden Dienstes spürbar ein. Neukunden sowie bestehende Nutzer, die vor diesem Datum keine entsprechende ACS-Ressource in ihrer Umgebung eingerichtet haben, können ab diesem Zeitpunkt keine Telefonnummern für Festnetzverbindungen (PSTN) oder den SMS-Versand mehr über die Plattform beziehen. Damit leitet der Konzern die schrittweise Reduzierung des Leistungsumfangs bereits zwei Jahre vor der endgültigen Außerdienststellung ein.

Fokus auf Teams-Integration und Wegfall zentraler Komponenten

Die künftige Ausrichtung des Angebots konzentriert sich vollumfänglich auf das Ökosystem von Microsoft Teams. Das Entwicklerkit Voice/Video Calling SDK wird künftig ausschließlich noch in Kombination mit einer Teams-Anbindung bereitgestellt. Die Unterstützung beschränkt sich dabei auf die Einsatzbereiche Teams Phone Extensibility, Teams Meeting Interoperability sowie Click-to-Call for Teams Voice Apps.

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Zahlreiche bisherige Werkzeuge werden im Zuge des Übergangs gänzlich aufgegeben. So stellt Microsoft die Komponenten Rooms, die UI Library sowie die integrierte Chat-Funktion vollständig ein. Entwickler, die weiterhin nach Textkommunikationslösungen innerhalb der Microsoft-Infrastruktur suchen, müssen auf alternative Schnittstellen ausweichen: Als offizieller Ersatz für die wegfallende Chat-Funktion dient die Microsoft Graph Chat API.

Einschränkungen betreffen zudem das Aufzeichnen von Gesprächen. Die Funktion Call Recording steht künftig nur noch im Rahmen qualifizierter Teams-Szenarien zur Verfügung. Für anfallende Aufnahmen gilt zudem ein enges Zeitfenster, da die direkt in ACS integrierte Speicherung entsprechende Dateien lediglich 24 Stunden lang aufbewahrt.

Wartungsbetrieb bis zur endgültigen Deaktivierung

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Für Bestandskunden hält Microsoft während der Transformationsphase einen grundlegenden Support aufrecht. Bestehende Versionen des SDK erhalten bis zum finalen Abschaltdatum weiterhin reguläre Fehlerbehebungen und sicherheitsrelevante Aktualisierungen. Eine funktionale Weiterentwicklung findet jedoch nicht mehr statt; neue Features werden Entwicklern für den eigenständigen Dienst nicht mehr zugesagt.

Der vollständige Ruhestand des Dienstes wird schließlich am 30. September 2028 vollzogen. An diesem Stichtag entfernt Microsoft alle eigenständigen ACS-Komponenten dauerhaft aus dem Betriebssystem und zwingt verbliebene Kunden damit zur endgültigen Migration ihrer Anwendungen.