Backline: Xanadu und AMD verbinden Quantenchips mit klassischer Hardware

Xanadu und AMD verbinden Quantenprozessoren mit AMD-CPUs, GPUs und FPGAs. Backline arbeitet mit unter drei Mikrosekunden Loop-Zeit.

Das Quantencomputing-Unternehmen Xanadu (NASDAQ/TSX: XNDU) hat gemeinsam mit AMD die Open-Source-Plattform Backline vorgestellt. Sie soll klassische Hardware-Engines wie CPUs, GPUs und FPGAs enger mit Quantenprozessoren verzahnen, wie financialpost.com berichtete.

Technische Basis und Funktionsweise

Backline setzt auf dem Software-Framework PennyLane auf und ermöglicht laut thequantuminsider.com eine Low-Latency-Kommunikation zwischen Quantenprozessoren und klassischer Hardware. Nach Angaben von financialpost.com erreicht die Plattform End-to-End-Loop-Zeiten von unter 3 Mikrosekunden. Unterstützt werden dabei AMD EPYC- und Threadripper-CPUs, Instinct-GPUs, Versal-FPGAs sowie Pensando-Networking-Komponenten.

Bemerkenswert ist laut einem Bericht von bitget.com, dass die AMD EPYC- und Threadripper-CPUs die geforderten Low-Latency-Anforderungen bewältigen, ohne dass dafür Enterprise-GPUs oder spezialisierte Serverarchitekturen notwendig wären. Dies könnte den Aufbau entsprechender Systeme für Forschungseinrichtungen und Unternehmen vereinfachen.

Einsatzgebiete und Offenheit der Plattform

Als Anwendungsfelder nennt thequantuminsider.com unter anderem Quantum Error Correction, also die Fehlerkorrektur in Quantensystemen, sowie Netzwerkverarbeitung und Sensing-Anwendungen. Die Steuerung der Hardware erfolgt über ein Python-Interface auf Basis von PennyLane, wobei laut thequantuminsider.com ausdrücklich kein Vendor-Lock-in vorgesehen ist – Nutzer sollen also nicht an einen bestimmten Hardware-Anbieter gebunden werden.

Financialpost.com zufolge steht Backline unmittelbar als Open-Source-Feature-Suite innerhalb von PennyLane zur Verfügung.

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Reaktion an den Kapitalmärkten

Die Ankündigung zeigte sich unmittelbar in der Kursentwicklung der Xanadu-Aktie. Laut stocktitan.net stieg das Papier nach der Ankündigung um 3,87 Prozent auf 9,40 US-Dollar, bei einer Tagesrange von 9,18 bis 9,79 US-Dollar.

Die Marktkapitalisierung des Unternehmens wird mit 2,86 Milliarden US-Dollar angegeben, das Handelsvolumen lag beim 12,6-Fachen des Durchschnitts. Der Vortagesschluss hatte laut derselben Quelle bei 9,05 US-Dollar gelegen, was einem Rückgang von 5,63 Prozent entsprach.

Tipranks.com bestätigte diese Bewegung: Die Aktie sei am Mittwoch um 5,63 Prozent auf 9,05 US-Dollar gefallen und habe vorbörslich um fast 3 Prozent zugelegt. An der Toronto Stock Exchange notierten die Xanadu-Aktien (T.XNDU) laut baystreet.ca zeitweise mit einem Plus von 0,26 kanadischen Dollar bei 12,77 Dollar.

Bedeutung für die Quantenbranche

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Mit Backline positioniert sich Xanadu in einem Marktsegment, in dem die Integration von klassischer und Quantenhardware zunehmend als Voraussetzung für praxistaugliche Anwendungen gilt. Die Kombination mit etablierter AMD-Hardware wie EPYC- und Threadripper-Prozessoren sowie Instinct-GPUs könnte dabei helfen, Quantensysteme leichter in bestehende Rechenzentrumsinfrastrukturen einzubinden.

Der offene Charakter der Plattform ohne Bindung an einen einzelnen Hardware-Anbieter dürfte insbesondere für Forschungseinrichtungen und Unternehmen von Interesse sein, die verschiedene Hardware-Ökosysteme parallel nutzen.