BaFin warnt vor neuer WhatsApp-Betrugswelle gegen Anleger

Die Finanzaufsicht und Verbraucherschützer warnen vor einer professionellen Betrugsmasche in Messenger-Gruppen, bei der Identitäten gestohlen und gefälschte Apps eingesetzt werden.

Verbraucherschützer und die Finanzaufsicht schlagen Alarm: Eine neue, hochentwickelte Betrugsmasche in WhatsApp-Gruppen zielt auf deutsche Anleger ab. Mithilfe von Identitätsdiebstahl, gefälschten Apps und psychologischer Manipulation bringen Kriminelle ihre Opfer um hohe Summen.

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) und Verbraucherschutzorganisationen warnen aktuell mit Nachdruck vor dieser neuen Welle. Kriminelle locken Anleger in exklusiv wirkende WhatsApp-Gruppen, um sie dort zu risikoreichen und oft komplett gefälschten Investitionen zu verleiten. Die Täter agieren dabei immer professioneller.

So läuft der Betrug ab

Die Masche folgt einem ausgeklügelten Muster. Am Anfang steht oft eine unaufgeforderte Einladung in eine Gruppe mit Namen renommierter Finanzunternehmen. Dort teilen angebliche Experten zunächst kostenloses Wissen und Erfolgsgeschichten.

Durch gefälschte Gewinn-Screenshots und manipulative Gruppendynamik bauen sie Vertrauen und sozialen Druck auf. Anschließend drängen sie die Opfer, sich bei einer bestimmten Handelsplattform anzumelden oder eine spezielle App herunterzuladen.

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Diese Apps sind jedoch Fälschungen. Sie dienen nur dazu, Einzahlungen zu stehlen. Anfangs zeigen sie zum Schein sogar Gewinne an, um die Opfer zu größeren Investitionen zu ködern.

BaFin warnt vor neuen perfiden Methoden

Die Aufsicht hat ihre Warnungen intensiviert, da die Betrüger ihre Taktiken stetig weiterentwickeln. Eine besonders perfide Methode ist der Identitätsmissbrauch. Kriminelle nutzen Namen und Fotos realer Mitarbeiter bekannter Investmentfirmen.

So wurde bereits der Name des US-Finanzriesen Charles Schwab und der Vermögensverwaltung State Street Investment Management missbraucht. Zudem verbreiten die Täter gefälschte Trading-Apps über Links in den Chats.

Diese Anwendungen sind nicht in den offiziellen App-Stores zu finden. Sie simulieren nur Handelsaktivitäten, während das Geld direkt an die Betrüger fließt. Bei Auszahlungsversuchen brechen sie den Kontakt ab oder fordern weitere Gebühren.

Pump-and-Dump: Die Gefahr bei Pennystocks

Eine weitere verbreitete Betrugsform ist die Marktmanipulation, bekannt als „Pump-and-Dump“-Schema. Die Gruppen-Initiatoren empfehlen gezielt Aktien von unbekannten Unternehmen mit geringem Marktwert.

Durch die konzertierten Käufe der Mitglieder steigt der Kurs künstlich. Die Betrüger, die sich zuvor günstig eingedeckt haben, verkaufen ihre Anteile am Höhepunkt mit großem Gewinn. Der anschließende Kurssturz lässt die betrogenen Anleger ihr Geld verlieren.

Die BaFin warnt explizit vor Empfehlungen für Aktien wie Canaan Inc. oder Papiere von Unternehmen mit Sitz auf den Cayman Islands. Anleger werden hier unter Zeitdruck gesetzt.

Ein globales Problem mit psychologischem Kniff

Der Anlagebetrug über Messenger ist ein globales Problem. Die Anonymität und grenzüberschreitende Natur erschweren die Strafverfolgung erheblich. Psychologie spielt eine zentrale Rolle.

Die Täter bauen über Wochen eine persönliche Beziehung auf, bevor sie das Gespräch auf Geldanlagen lenken – eine Taktik, die oft als „Pig Butchering“ bezeichnet wird. Sie zielt darauf ab, Zweifel zu zerstreuen und blindes Vertrauen zu schaffen.

Experten betonen: Seriöse Finanzdienstleister nehmen niemals unaufgefordert über WhatsApp Kontakt auf oder drängen in geschlossenen Gruppen zu Investitionen.

So können sich Anleger schützen

  • Skepsis bei unaufgeforderten Einladungen: Nehmen Sie keine Einladungen zu unbekannten WhatsApp-Gruppen an, die hohe Gewinne versprechen.
  • Keine App-Downloads aus unsicheren Quellen: Installieren Sie Finanz-Apps ausschließlich aus den offiziellen App-Stores.
  • Anbieter überprüfen: Prüfen Sie in der Unternehmensdatenbank der BaFin, ob ein Anbieter eine Lizenz für Deutschland besitzt.
  • Keine Zahlungen unter Druck: Lassen Sie sich nicht zu schnellen Entscheidungen drängen und überweisen Sie kein Geld an unbekannte Konten.

Opfer sollten umgehend den Kontakt abbrechen, Beweise wie Chatverläufe sichern und Anzeige bei der Polizei erstatten. Zudem sollte die BaFin informiert werden.

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