BaFin warnt vor Schuldenfallen durch „Buy Now, Pay Later“

Die Finanzaufsicht stuft 'Buy Now, Pay Later' als wachsendes Risiko ein. Jeder fünfte Nutzer kauft auf Raten, viele verlieren den Überblick. Eine regulatorische Lücke bleibt bis Ende 2026 bestehen.

Die Finanzaufsicht BaFin stuft Ratenzahlungen per Mausklick als wachsendes Risiko für Verbraucher ein. Besonders junge Menschen verlieren leicht den Überblick.

Die Nutzung von „Buy Now, Pay Later“ (BNPL)-Diensten kann schnell in die Schuldenfalle führen. Davor warnt die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) in ihrem neuen Risikobericht. Die Aufsicht sieht die Gefahr, dass Verbraucher durch die mühelose Kreditaufnahme an der Online-Kasse den Überblick über ihre Finanzen verlieren.

Jeder fünfte Nutzer kauft auf Raten

Die Bequemlichkeit ist verlockend: Ware sofort erhalten und später in Raten bezahlen. Doch diese Leichtigkeit birgt erhebliche Risiken. Eine aktuelle BaFin-Umfrage zeigt das Ausmaß: Rund 20 Prozent der 18- bis 60-Jährigen in Deutschland nutzen BNPL für Online-Einkäufe.

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Die Ergebnisse sind alarmierend. 14 Prozent dieser Nutzer gaben zu, mindestens einmal den Überblick über ihre offenen Raten verloren zu haben. Bei den unter 30-Jährigen sind es sogar 24 Prozent. Für fast ein Viertel der Befragten führte die Zahlungsoption dazu, mehr auszugeben als geplant.

Gesetzliche Lücke bis Ende 2026

Ein Kernproblem ist eine regulatorische Lücke. Viele BNPL-Angebote, besonders Kleinst- und Kurzfristkredite, fallen nicht unter die bestehenden Regeln für Verbraucherdarlehen. Eine EU-weite Anpassung der Verbraucherkreditrichtlinie soll das ändern. In Deutschland tritt sie aber erst am 20. November 2026 in Kraft.

Die BaFin will nicht so lange warten. Sie kündigte an, die Anbieter im BNPL-Markt schärfer zu überwachen. Geprüft wird die Einhaltung bestehender Vorschriften, wo diese greifen. Der Fokus liegt besonders auf dem Nichtbankensektor, der viele dieser Zahlungslösungen anbietet.

Normalisierung der Verschuldung

Der Boom von BNPL passt in einen größeren Trend: Verbraucherkredite nehmen zu. Experten warnen seit langem, dass die nahtlose Integration dieser Dienste an der Online-Kasse Schulden normalisiert. Wird der Kauf als simpler Ratenplan und nicht als Kredit vermarktet, unterschätzen viele die finanzielle Verpflichtung.

Die Struktur erschwert die Übersicht. Oft sind Drittanbieter zwischengeschaltet, nicht der Händler selbst. Verbraucher müssen dann mehrere Ratenpläne über verschiedene Plattformen managen. Zwar werben viele Anbieter mit „zinsfrei“. Bei verspäteten Zahlungen können jedoch hohe Gebühren anfallen. Das Geschäftsmodell fördert einen Konsum, der für viele Budgets nicht tragbar ist.

Aufklärung als Schlüssel

Die BaFin setzt auf eine Doppelstrategie: schärfere Marktbeobachtung und bessere Verbraucheraufklärung. Bis das neue EU-Recht gilt, liegt die Verantwortung stark bei den Nutzern selbst. Die Aufsicht rät, Ausgaben genau zu tracken und die Kleingedruckten jeder Ratenzahlung zu verstehen.

Die geplante Stärkung der finanziellen Bildung soll Verbraucher befähigen, informierte Entscheidungen zu treffen. Ziel ist es, die Schuldenfallen zu umgehen, die sich hinter der Bequemlichkeit eines einzelnen Klicks verbergen können.

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