Der Hardware-Hersteller Banana Pi hat mit dem BPI-CM7 ein neues Compute-Modul vorgestellt, das auf dem Allwinner-H618-System-on-a-Chip basiert. Die Neuvorstellung ergänzt das Portfolio des Unternehmens um eine kompakte Lösung für industrielle und private Anwendungen. Laut Berichten von Anfang Oktober 2026 setzt das Modul auf eine bewährte Architektur und bietet diverse Schnittstellen für die Integration in Trägerplatinen.
Technische Spezifikationen und Leistungsdaten
Das Herzstück des BPI-CM7 bildet der Allwinner H618, ein Quad-Core-Prozessor mit vier Cortex-A53-Kernen, die eine Taktfrequenz von 1,5 GHz erreichen. Als Grafikeinheit kommt eine Mali-G31 zum Einsatz.
In ersten Tests eines Modells mit 2 GB LPDDR4-Arbeitsspeicher und 32 GB eMMC-Flash-Speicher wurden Taktraten von bis zu 1,512 GHz gemessen. Von dem verbauten Speicher standen dabei rund 1,9 GiB als nutzbarer Arbeitsspeicher sowie 29,3 GiB auf dem eMMC-Modul zur Verfügung.
Für die Anbindung an Peripheriegeräte verfügt das BPI-CM7 über zwei 100-Pin-Board-to-Board-Anschlüsse. Diese stellen unter anderem Schnittstellen für USB 2.0, HDMI und 10/100-Ethernet bereit.
Die drahtlose Kommunikation wird durch integriertes Wi-Fi 5 und Bluetooth 5.0 abgedeckt. Bisher liegen seitens des Herstellers noch keine Informationen zu den konkreten Preisen oder dem exakten Erscheinungstermin des Moduls vor.
Software-Unterstützung und Betriebssysteme
Banana Pi dokumentiert für das neue Modul eine breite Unterstützung verschiedener Betriebssysteme. Neben Android und Linux wird explizit Armbian 24.11.1 Jammy auf Basis von Ubuntu 22.04.5 LTS angeführt.
Das neue Compute-Modul bringt vier Cortex-A53-Kerne mit 1,5 GHz, 2 GB LPDDR4 und 32 GB eMMC — doch Preis und Erscheinungstermin sind noch offen. Wer sein Design trotzdem vorbereiten will, findet in diesem kostenlosen Praxis-Guide die Schritte von der Spezifikations-Einordnung bis zur Inbetriebnahme. Kostenlosen Praxis-Guide jetzt anfordern
Als technologische Grundlage dient dabei ein Linux-5.4.125-Legacy-sunxi64-Kernel. Diese Software-Ausstattung soll eine flexible Nutzung in unterschiedlichen Einsatzszenarien ermöglichen, von Mediaplayern bis hin zu Steuerungsaufgaben im IoT-Bereich.
Kontext: Erweiterung des Modul-Portfolios
Die Vorstellung des BPI-CM7 erfolgt im Rahmen einer breiteren Entwicklung neuer Hardware-Lösungen bei Banana Pi. Parallel dazu wurden Details zum BPI-CM6 bekannt, das im Gegensatz zum ARM-basierten CM7 auf der RISC-V-Architektur fußt.
Dieses Modul nutzt einen SpacemiT K1 mit acht X60-RISC-V-Kernen bei 1,6 GHz und eine IMG BXE-2-32-GPU. Das BPI-CM6 ist für einen erweiterten Temperaturbereich von -40 bis 85 °C ausgelegt, misst 55×40 mm und unterstützt bis zu 16 GB LPDDR4x sowie 128 GB eMMC.
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Zusätzlich treibt das Unternehmen die Software-Optimierung für spezialisierte Anwendungen voran. So wurde für das Modell BPI-SM10, das mit einem StarFive-RVA23-Dual-Core-RISC-V-Prozessor ausgestattet ist, ein Port des Bao-Hypervisors beschrieben. Interne Messungen ergaben hier eine Kaltstartzeit von 83 ms ±0,7 ms sowie eine Interruptlatenz von 3,2 μs.
Diese Entwicklungen unterstreichen das Bestreben des Herstellers, neben klassischen ARM-Modulen wie dem BPI-CM7 auch leistungsfähige RISC-V-Lösungen für Echtzeitanwendungen und Virtualisierung anzubieten. Sowohl für das BPI-CM6 als auch für die Trägerplatinen des SM10 war zum Zeitpunkt der Berichterstattung die allgemeine Markterfügbarkeit noch nicht bestätigt.

