Bank-Viren-Trick raubt Smartphone-Nutzern Zehntausende Euro

Eine neue Betrugsmethode kombiniert gefälschte Bankanrufe mit Schadsoftware wie dem Trojaner Anatsa, um Konten leerzuräumen. Behörden warnen vor der perfiden Masche und geben Schutzempfehlungen.

Eine neue Welle von Telefonbetrug mit Schadsoftware erschüttert Deutschland. Kriminelle erbeuten mit dem sogenannten „Bank-Viren-Trick“ hohe Summen – in einem aktuellen Fall verlor ein Opfer 40.000 Euro. Sicherheitsbehörden warnen eindringlich vor der perfiden Masche.

So läuft der zweistufige Betrug ab

Die Täter kombinieren psychologische Tricks mit technischer Raffinesse. Zuerst ruft ein angeblicher Bankmitarbeiter an. Die Nummer ist oft gefälscht und sieht der echten Service-Hotline täuschend ähnlich.

Unter Vorwänden wie einer „verdächtigen Transaktion“ bauen die Anrufer Druck auf. Sie überreden das Opfer, eine angeblich schützende Software zu installieren. In Wahrheit handelt es sich um einen Banking-Trojaner.

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Trojaner wie „Anatsa“ leeren Konten in Sekunden

Ist die Schadsoftware erst installiert, wird es gefährlich. Trojaner wie der aktuell grassierende „Anatsa“ spähen Zugangsdaten wie PINs und TANs aus.

Besonders tückisch: Die Malware kann die Bedienungshilfen von Android missbrauchen. So löst sie selbstständig Überweisungen aus und bestätigt sie mit abgefangenen SMS-TANs. Für die Bank sieht das aus wie eine legitime Transaktion vom Kunden.

Apps aus dem Play Store als Trojaner-Pferd

Behörden wie das BSI warnen vor einer Zunahme der Angriffe. Die schädlichen Apps gelangen oft über den offiziellen Google Play Store auf die Geräte.

Sie tarnen sich als harmlose PDF-Reader oder QR-Scanner. Die eigentliche Schadfunktion laden sie oft erst nach der Installation nach – ein Trick, um die Sicherheitsprüfungen zu umgehen. Vorsicht ist geboten, wenn eine App kurz nach der Installation ein „Add-on“ verlangt.

Warum die Masche so erfolgreich ist

Der Trick nutzt menschliche Unsicherheit und Vertrauen geschickt aus. Die Erwähnung angeblicher Sicherheitsprobleme erzeugt Stress – Opfer handeln dann weniger rational.

Eine weitere, beliebte Taktik ist das „MFA-Bombing“. Dabei wird das Smartphone mit Push-Benachrichtigungen zur Transaktionsfreigabe überflutet. Bestätigt der genervte Nutzer versehentlich eine, folgt oft sofort der Anruf des falschen Bankmitarbeiters.

So schützen Sie sich wirksam

Experten geben klare Handlungsempfehlungen:
* Misstrauen Sie unaufgeforderten Anrufen – auch von bekannten Nummern. Legen Sie im Zweifel sofort auf.
* Banken fordern nie zur Installation von Software oder zur Preisgabe von Passwörtern am Telefon auf.
* Kontaktieren Sie Ihre Bank im Zweifel selbst über die offizielle Nummer.
* Prüfen Sie App-Berechtigungen kritisch und laden Sie Software nur aus vertrauenswürdigen Quellen.
* Bei Verdacht auf Betrug sperren Sie den Online-Banking-Zugang umgehend über den Sperr-Notruf 116 116 und erstatten Sie Anzeige.

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