Banmo Yixing startet mit modularem Roboter T6 in den Logistik-Markt

Der chinesische Hersteller Banmo Yixing stellt den modularen Lieferroboter T6 vor. Die offene Plattform soll mit einem kooperativen Ökosystem die Automatisierung der letzten Meile vorantreiben.

Shanghai – Mit einem neuartigen, modularen Lieferroboter will das chinesische Unternehmen Banmo Yixing die Automatisierung der Paketzustellung vorantreiben. Die heute vorgestellte Plattform T6 setzt auf ein offenes, „Lego-ähnliches“ Ökosystem, um komplexe urbane Logistikprobleme zu lösen. Der Markt für autonome Zustellroboter gilt als hochwachstumsfähig.

Trotz offener Straßenzulassungen in über 200 chinesischen Städten liegt der Automatisierungsgrad der letzten Meile derzeit unter einem Prozent. „Wir müssen von Einzellösungen zu einer vollständigen Domänen-Kollaboration übergehen“, erklärt Firmengründer und CEO Chen Qiang die Strategie. Angetrieben wird der Markt durch Fachkräftemangel und technologischen Fortschritt.

Die „Lego“-Strategie: Modularität für maximale Flexibilität

Der T6 ist als vielseitige Plattform für Logistikparks, öffentliche Straßen und Werksgelände konzipiert. Sein Kern ist ein modularer Aufbau mit standardisierten Schnittstellen. Partner können die Roboter so „nach Bedarf zusammenbauen und sofort einsetzen“. Diese offene Architektur soll ein kooperatives Ökosystem schaffen und die Innovation beschleunigen – ein Ansatz, der aus anderen Tech-Branchen bekannt ist.

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Technisch bietet der Roboter ein Volumen von sechs Kubikmetern und basiert auf einem verifizierten Fahrzeug-Chassis. Eine leistungsstarke Hardware mit 550 TOPS und ein redundantes Sensorsystem ermöglichen eine 360-Grad-Wahrnehmung ohne tote Winkel, was für unvorhersehbare Stadtumgebungen entscheidend ist.

Cloud-Integration und künstliche Intelligenz als Treiber

Die Intelligenz des Systems steckt in der hauseigenen Middleware „Smartware 2.0“. Sie folgt einem „Fahrzeug-Cloud-Integrations“-Design. „Durch 5G‑basierte C‑V2X‑Kommunikation brechen wir Daten‑Silos auf und ermöglichen eine umfassende Zusammenarbeit zwischen Fahrzeug, Infrastruktur und Cloud“, erläutert Mitgründer und Chefarchitekt Zhu Baowei.

Der technische Pfad nutzt embodied Intelligence: Ein „End‑to‑End‑Großmodell im Fahrzeug“ arbeitet mit cloud‑basierten intelligenten Agenten zusammen. Dieser Ansatz, bei dem Sensoreingaben direkt in Steuerbefehle umgesetzt werden, vereinfacht die Systemkomplexität und soll die Fähigkeiten des Roboters kontinuierlich verbessern. Fernupdates (OTA) sind standardmäßig möglich.

Marktchancen im harten Wettbewerb

Banmo Yixing betritt ein umkämpftes Feld. Weltweit konkurrieren etablierte Industriegiganten und spezialisierte Startups wie Geek+ um die Automatisierung von Lager und Zustellung. Die Betonung auf ein offenes Ökosystem könnte jedoch zum entscheidenden Unterschied werden. Auf der Launch‑Veranstaltung unterzeichnete das Unternehmen bereits strategische Partnerschaftsverträge, unter anderem mit Dimanshen Technology und Haizhi Blueprint Robotics.

Die Lokalisierung in einem großen Innovationszentrum und die Anwesenheit von Stadtvertretern unterstreichen den Fokus auf Netzwerkbildung. Für die Zukunft hat das Unternehmen eine dreistufige Roadmap definiert: von der Etablierung der Basistechnologie über intelligente Operationen in komplexen Szenarien bis hin zur exponentiellen Steigerung des industriellen Werts durch eine breitere geografische und szenarische Anwendung der KI.

Der Erfolg wird maßgeblich davon abhängen, ob es gelingt, genügend Partner für das „Lego“-Fundament zu gewinnen und die Vision der offenen Kollaboration umzusetzen.

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