Der Schulbezirk Beaumont (ISD) hat einen weitreichenden Modernisierungsprozess seiner IT-Infrastruktur eingeleitet. Wie aus Berichten von Anfang Oktober 2026 hervorgeht, genehmigte die Verwaltung einen vierjährigen Leasingvertrag über insgesamt 11,19 Millionen US-Dollar für die Anschaffung von 14.585 Apple-Geräten. Die Vereinbarung sieht jährliche Zahlungen in Höhe von rund 2,8 Millionen US-Dollar vor, um den veralteten Gerätebestand des Bezirks zu ersetzen.
Strategische Neuverteilung der Hardware für Schüler und Lehrkräfte
Die geplanten Anschaffungen decken alle Bildungsstufen des Bezirks ab. Für die jüngsten Schüler im Bereich Pre-K bis zur zweiten Klasse sind 4.085 iPads vorgesehen. Der Großteil der Lieferung umfasst jedoch Laptops: 9.500 Einheiten des Typs MacBook Neo sollen an die Schüler der Klassen 3 bis 12 ausgegeben werden. Zusätzlich sind 1.000 MacBook Neo für das Lehrpersonal eingeplant.
Dieser Schritt folgt auf eine Bestandsaufnahme, die einen erheblichen Nachholbedarf bei der Hardware aufzeigte. Laut Angaben des Schulbezirks befanden sich 63 % der bisher genutzten Geräte bereits über ihrer empfohlenen Nutzungsdauer. Die im Einsatz befindlichen Chromebooks waren im Durchschnitt mehr als fünf Jahre alt. In der Folge standen zuletzt 7.302 Geräte für die Schülerschaft nicht mehr zur Verfügung.
Hoher Wartungsaufwand beschleunigte die Entscheidung
Die Entscheidung für den Systemwechsel wurde maßgeblich durch die steigenden Kosten für den Erhalt der alten Flotte beeinflusst. Im vergangenen Jahr mussten insgesamt 6.642 Reparaturen durchgeführt werden. Die Gesamtkosten für Reparatur und Support beliefen sich auf 469.576 US-Dollar.
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Eine detaillierte Aufschlüsselung zeigt, dass allein seit Januar 2025 Reparaturkosten in Höhe von 212.574 US-Dollar anfielen. Hinzu kamen im Schuljahr 2025–26 Kosten für die Arbeitszeit des IT-Personals in Höhe von 220.040 US-Dollar sowie Überstundenvergütungen von 36.962 US-Dollar.
Der Bezirk wies zudem darauf hin, dass Ersatzteile für die alten Chromebooks teilweise mehr als 100 US-Dollar pro Gerät kosteten, was die Wirtschaftlichkeit der bisherigen Strategie infrage stellte.
Wirtschaftlichkeitsprüfung und Finanzierungskonditionen
Vor dem Abschluss des Vertrags prüfte der Beaumont ISD alternative Angebote von Herstellern wie Lenovo und Asus. In der Gesamtbewertung kam der Bezirk zu dem Schluss, dass die Vierjahreskosten bei Apple niedriger ausfielen.
Ein wesentlicher Faktor in dieser Kalkulation ist der prognostizierte Wiederverkaufswert: Während für ein MacBook Neo nach vier Jahren Erlöse zwischen 180 und 250 US-Dollar erwartet werden, liegt dieser Wert für die bisher genutzten Chromebooks bei höchstens 10 US-Dollar.
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Die Finanzierung des Leasinggeschäfts erfolgt zu günstigen Konditionen. Für die Laptops wurde ein Zinssatz von 0 % vereinbart, während für die iPads 0,99 % anfallen. Der Vertrag umfasst zudem AppleCare+. Die erste Rate soll aus den bestehenden Rücklagen des Bezirks financed werden, während zukünftige Zahlungen aus den laufenden Einnahmen und bereits eingeplanten Ersatzbudgets gedeckt werden sollen.
Nach Ablauf der vierjährigen Laufzeit ist eine Bewertung des Gerätezustands vorgesehen. Bei gutem Erhaltungszustand hält sich der Bezirk die Option offen, den Vertrag zu verlängern. Obwohl In-house-Reparaturen und die Wiederverkaufserlöse fest in die Planung integriert sind, gelten diese Prognosen als Zielvorgaben und sind nicht garantiert.
In einigen Berichten wird zudem eine Gesamtsumme von 12,9 Millionen US-Dollar genannt, die jedoch in den vorliegenden Unterlagen nicht unmittelbar mit dem genehmigten Leasingwert von 11,19 Millionen US-Dollar abgeglichen wurde.

