Bengaluru-Polizei zerschlägt internationalen Cyber-Betrug

Indische Behörden konnten 2,16 Millionen Euro nach einem E-Mail-Betrug an Dr. Reddy's Laboratories zurückerlangen. Schnelles Handeln in der 'Goldenen Stunde' war entscheidend für den Erfolg.

Die Polizei in Bengaluru hat ein internationales Netzwerk von Cyber-Kriminellen ausgehoben und dabei 2,16 Millionen Euro für ein Pharmaunternehmen zurückerobert. Der ausgeklügelte Betrug mit Ursprung in Nigeria unterstreicht die wachsende Bedrohung durch professionelle Wirtschaftsspionage.

So lief der Millionen-Betrug ab

Am 2. Dezember 2025 ging bei der Polizei in Bengaluru eine entscheidende Anzeige ein. Der lokale Pharmazulieferer Group Pharma meldete, dass eine Zahlung in Höhe von 2,16 Millionen Euro an den Konzern Dr. Reddy’s Laboratories abgefangen worden war. Die Summe war auf ein Konto in Ahmedabad umgeleitet worden.

Die Täter hatten eine klassische E-Mail-Spoofing-Methode angewandt. Sie fälschten eine geschäftliche E-Mail-Adresse und gaben sich so als legitime Geschäftspartner aus. Durch die Manipulation der Kommunikation konnten sie die Überweisung umlenken. Technische Analysen führten die Spur nach Nigeria – ein Hinweis auf ein professionelles internationales Netzwerk.

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Die entscheidende „Goldene Stunde“

Ein Faktor war für die erfolgreiche Rückholung der Gelder entscheidend: das schnelle Handeln des betroffenen Unternehmens. „Die Anzeige wurde in der kritischen ‚Goldenen Stunde‘ erstattet“, betonte Polizeikommissar Seemant Kumar Singh. Dieser Zeitraum unmittelbar nach einem Cyberbetrug ist für die Fahndung entscheidend.

Die Ermittler der Central Crime Branch handelten sofort. Noch am Tag der Anzeige kontaktierten sie die Bank of Baroda in Ahmedabad, bei der das betrügerische Konto geführt wurde. Die Bank frohr das Konto umgehend ein – die gesamte Summe war damit gesichert, bevor die Täter sie weiterleiten konnten.

Geldrückführung und laufende Fahndung

Nach der Kontensperre folgten wochenlange juristische und technische Verfahren. Am 5. Januar 2026 erwirkte die Polizei schließlich eine gerichtliche Anordnung zur Rücküberweisung. Die vollen 2,16 Millionen Euro flossen zurück zu Dr. Reddy’s Laboratories.

Doch die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen. Die Fahndung nach den Drahtziehern in Nigeria läuft auf Hochtouren. Auch die Rolle der Inhaberin des betrügerischen Kontos – einer älteren Frau – wird untersucht. Sie könnte als unbewusstes Werkzeug der Täter gedient haben.

Wachsende Bedrohung für Unternehmen

Der Fall zeigt ein bekanntes Muster: Business Email Compromise (BEC)-Betrug nimmt weltweit zu. Die Täter nutzen ausgeklügelte Social-Engineering-Methoden und technische Täuschung, um Firmen um Millionen zu betrügen. Die internationale Verflechtung erschwert die Strafverfolgung erheblich.

Deutsche Unternehmen sind ähnlichen Risiken ausgesetzt. Die Ermittler raten zu strengen Verifizierungsprotokollen bei finanziellen Transaktionen und regelmäßigen Schulungen für Mitarbeiter. Die Devise lautet: Bei Verdacht sofort handeln. Mit jeder verstreichenden Stunde sinken die Chancen, gestohlene Gelder zurückzuholen.

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