BenQ hat im Rahmen der IFA in Berlin Anfang September eine strategische Erweiterung seines Portfolios bekannt gegeben. Mit der Einführung der neuen Sub-Marke INFTYLAB konzentriert sich das Unternehmen künftig verstärkt auf Peripheriegeräte, die exklusiv für das Apple-Ökosystem entwickelt wurden.
In einem Gespräch erläuterte Jay Wu, President von BenQ Europe, die Ausrichtung der Marke, deren erste Produkte bereits seit dem 9. September 2026 verfügbar sind.
INFTYLAB: Maßgeschneidertes Zubehör für Mac-Nutzer
Zum Start der neuen Marke wurden drei Produkte vorgestellt, die technologisch und ästhetisch auf Apple-Hardware abgestimmt sind. Ein zentrales Element ist der INFTYLAB Studio Arm, der als erster Monitorarm speziell für das Apple Studio Display, das Studio Display XDR sowie den 24″ iMac konzipiert wurde.
Das System verfügt über eine innenliegende Kabelführung und das patentierte ZeroTune-System, welches eine Gewichtsanpassung ohne den Einsatz von Werkzeugen ermöglicht. Für die Montage stehen Optionen wie VESA-Halterungen, Stand-Lösungen, C-Clamps und Grommet-Befestigungen zur Verfügung.
Ergänzt wird die Serie durch die ergonomische INFTYLAB M Mouse. Diese unterstützt Mac-spezifische Gesten und bietet flexible Konnektivitätsoptionen: Während die Polling-Rate via Bluetooth bei 125 Hz liegt, erreicht sie über USB-C oder eine 2,4-GHz-Funkverbindung bis zu 1.000 Hz.
Die Maus verfügt über zwei Scrollräder, drei programmierbare Tasten und kann zwischen drei Endgeräten umschalten. Individuelle Anpassungen lassen sich über die zugehörige INFTYLAB Glide App vornehmen. Als Unterlage dient die INFTYLAB Flow Desk Mat, eine Schreibtischmatte in Lederoptik mit den Maßen 800 × 400 mm, die zudem ein integriertes Kabelmanagement bietet.
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Neue Beleuchtungslösungen für den iMac
Neben der neuen Sub-Marke präsentierte BenQ unter eigener Flagge die iScreenBar. Laut Herstellerangaben handelt es sich dabei um die weltweit erste Monitorleuchte, die gezielt für den iMac (Modelle ab 2021) entwickelt wurde. Die aus CNC-gefrästem Aluminium gefertigte Leuchte wird mittels einer Magnetklammer befestigt und nutzt die sogenannte ASYM-Light-Technologie.
Eine Steuerung ist über eine macOS-App möglich, wobei ein spezieller Videocall-Modus das selektive Abschalten von Teilen der Lichtleiste erlaubt. Die iScreenBar wurde mit dem Red Dot Design Award 2026 ausgezeichnet. Sie ist in der Farbe Silber zu einer unverbindlichen Preisempfehlung von 179 Euro erhältlich; weitere Farbvarianten in Blau und Grün sind für das Ende des Jahres geplant.
Für Anwender mit Multi-Display-Setups wurde zudem die ScreenBar Max vorgestellt. Diese bietet eine Ausleuchtung für eine Fläche von 135 × 58 cm und erreicht im Zentrum eine Beleuchtungsstärke von bis zu 1.400 Lux. Auch dieses Modell erhielt den Red Dot Design Award 2026 und wird zu einem Preis von 269 Euro angeboten.
Erweiterung des Monitor- und Projektorensegments
Im Monitorbereich fokussiert sich BenQ mit der MA-Serie auf eine hohe Farbtreue für Mac-Anwender. Die Displays decken den P3-Farbraum zu 97 % ab und ermöglichen über eine Single-USB-C-Verbindung das Laden von Endgeräten mit bis zu 90 W. Zur Ausstattung gehören zudem die Software Display Pilot 2 sowie Optionen für Nano-Gloss- oder Nano-Matte-Oberflächen.
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Für den Gaming-Bereich wurden die Modelle MOBIUZ EX321UZ mit speziellen Color-Lab-Modi sowie der bereits vor der Messe angekündigte MOBIUZ EX271QMZ mit QD-OLED-Technologie und 240 Hz Bildwiederholrate gezeigt. Zudem präsentierte das Unternehmen die Heimkino-Projektoren W4200, TK715i und AK900ST, die über eine KI-gestützte Bildoptimierung verfügen.
Regionale Entwicklung und Nachhaltigkeit
Wie aus Berichten vom 21. September 2026 hervorgeht, wurden Teile des neuen Portfolios sowie die Marke INFTYLAB kürzlich auch auf der Fachmesse InfoComm in Mumbai präsentiert. Während die Produkte in Europa bereits in den Markt eingeführt wurden, stehen offizielle Details zum Verkaufsstart und zur Preisgestaltung für den indischen Markt noch aus.
Im Bereich der Nachhaltigkeit plant BenQ für seine europäischen Standorte Veränderungen. Die Fahrzeugflotte der Zentrale in den Niederlanden soll bis zum Jahr 2027 vollständig auf Elektrofahrzeuge umgestellt werden. Der Anteil an genutztem Ökostrom liegt innerhalb des Unternehmens derzeit jedoch noch bei null.

