Die aktuellen Richtlinien helfen bei Verbindungsproblemen, ohne Daten zu löschen.
Apple hat Anfang Juni aktualisierte Anleitungen für den Neustart seiner AirPods-Modelle veröffentlicht. Die Verfahren sollen kleinere Leistungs- und Verbindungsprobleme beheben, ohne gespeicherte Daten oder Einstellungen zu löschen – ein entscheidender Unterschied zum vollständigen Zurücksetzen. Die neuen Anweisungen kommen zeitgleich mit der Auslieferung erster Beta-Firmware für die neuesten Audiogeräte, die unter anderem manuelle Frequenzanpassungen und verbesserte Synchronisation mitbringt.
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Unterschiedliche Modelle, unterschiedliche Methoden
Die Vorgehensweise beim Neustart hängt vom jeweiligen AirPods-Modell ab. Bei den Standard-AirPods und den AirPods Pro genügt es, beide Ohrhörer in das Ladecase zu legen und den Deckel für mindestens zehn Sekunden zu schließen. Dieser Vorgang unterbricht die Stromzufuhr, ohne die Kopplungsinformationen zu löschen.
Anders sieht es bei den AirPods Max aus: Hier müssen Nutzer gleichzeitig die Taste für den Hörmodus und die Digital Crown am rechten Hörer gedrückt halten. Sobald die LED-Anzeige orange aufleuchtet – in der Regel nach etwa zehn Sekunden – ist der Neustart eingeleitet. Branchenexperten empfehlen, diese Methode als ersten Schritt bei Problemen zu versuchen, bevor man zu drastischeren Maßnahmen wie dem Entkoppeln oder einem Werksreset greift.
Neue Steuerung bei den AirPods 4
Während ältere Modelle noch einen physischen Pairing-Knopf auf der Rückseite des Ladecase besaßen, setzt Apple bei den im September 2024 eingeführten AirPods 4 auf ein verstecktes, kapazitives Bedienfeld auf der Vorderseite. Dieses befindet sich unterhalb der Status-LED und ist bei geschlossenem Case unsichtbar. Ein Doppeltippen startet den Kopplungsmodus, ein Dreifachtippen oder langer Druck setzt die Ohrhörer auf Werkseinstellungen zurück.
Der Werksreset bleibt die zweite Option, falls ein einfacher Neustart keine Besserung bringt. Anders als beim Neustart versetzt er die AirPods in den Auslieferungszustand – Nutzer müssen sie anschließend erneut mit ihrem iCloud-Konto verbinden und alle Einstellungen neu vornehmen.
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Firmware-Updates und neue Beta-Funktionen
Neben Hardware-Neustarts gilt die aktuelle Firmware als entscheidend für die Stabilität der Geräte. Bereits Ende Januar 2025 hatte Apple seine Support-Dokumentation überarbeitet, um klarere Anweisungen zum Auslösen von Firmware-Updates zu geben – ein Vorgang, der zuvor automatisch und ohne Eingriff des Nutzers ablief. Um ein Update anzustoßen, müssen die AirPods im Ladecase liegen, an eine Stromquelle angeschlossen sein und sich mindestens 30 Minuten lang in der Nähe eines mit WLAN verbundenen Apple-Geräts befinden.
Aktuell sorgt die Beta-Firmware-Version 9A5292e für Aufsehen, die Apple am 9. und 10. Juni 2026 veröffentlicht hat. Sie steht für die AirPods 4, AirPods Pro 2 und AirPods Pro 3 zur Verfügung und arbeitet mit dem iOS-27-Entwickler-Beta zusammen. Die Neuerungen im Überblick:
- Custom EQ: Ein manuelles Werkzeug zur Frequenzanpassung für individuell abgestimmten Klang.
- GymKit-Synchronisation: Direkte Übertragung von Herzfrequenz- und anderen Daten zwischen AirPods Pro 3 und kompatiblen Fitnessgeräten.
- Verbesserte Siri-Integration: Eine überarbeitete Oberfläche mit geringerer Latenz und besserem Kontextverständnis.
Zur Installation der Beta müssen Nutzer einen speziellen Schalter in den AirPods-Einstellungen auf einem Gerät mit iOS-27-Entwickler-Beta aktivieren. Entwickler warnen jedoch: Die Beta-Firmware bringt zwar viele neue Funktionen, kann aber noch kleinere Fehler enthalten. Sie empfehlen daher, sie nicht auf primär genutzter Hardware zu installieren.

