Betrüger geben sich als Verbraucherzentrale aus: Gefälschte Website im Umlauf

Aktuelle Warnung vor Telefonbetrug: Kriminelle geben sich als Verbraucherschützer aus und stehlen persönliche Daten über gefälschte Webseiten.

Ihr Ziel: Die Opfer auf eine gefälschte Website locken und persönliche Daten stehlen.

Die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg schlägt Alarm. In aktuellen Fällen rufen Betrüger unaufgefordert an und geben vor, von der Organisation zu sein. Sie fordern die Angerufenen auf, eine Internetseite zu besuchen.

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Die gefälschte Website sieht der echten täuschend ähnlich – hat aber ein veraltetes Design. Wer dort Namen, E-Mail-Adressen oder Bankverbindungen eingibt, liefert sie direkt den Kriminellen aus.

So schützen Sie sich

Die Verbraucherzentrale bietet grundsätzlich keine unaufgeforderten Beratungen per Telefon an. Wer einen solchen Anruf erhält, sollte sofort auflegen und keine Daten preisgeben.

Schon Mitte Juni gab es Warnungen vor ähnlichen Vorfällen. Die Täter sind weiterhin aktiv.

Phishing-Welle rollt durch den Finanzsektor

Parallel warnen Sicherheitsexperten vor massiven Betrugsversuchen bei Banken und Zahlungsdiensten. Das Computer-Notfallteam der Sparkassen-Finanzgruppe meldete am Samstag Phishing-Mails, die eine angebliche Legitimation oder Aktualisierung von Nutzungsbedingungen fordern.

Ziel: Online-Banking-Zugangsdaten und TAN-Nummern auf gefälschten Seiten abgreifen.

Auch PayPal-Kunden sind betroffen. Betrüger versenden Mails mit einer 24-Stunden-Frist zur Kontoverifizierung – purer Druckaufbau. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) stellt klar: Niemals sensible Daten über E-Mail-Links preisgeben.

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Auf Secondhand-Plattformen beobachtet die Polizei Bielefeld eine weitere Masche: Verkäufer werden über Phishing-Links zur Eingabe von Bankdaten verleitet. Die Schäden liegen teils im vierstelligen Bereich.

Reisedaten im Visier der Betrüger

Eine aktuelle Welle trifft Nutzer von Booking.com. Kriminelle nutzen offenbar Daten aus einem Leck vom April 2026. Sie verschicken gezielte WhatsApp-Nachrichten mit korrekten Buchungsdetails – Hotelname, Reisezeitraum, alles stimmt.

Die Opfer sollen ihre Kreditkartendaten innerhalb kurzer Frist verifizieren, um eine Stornierung zu vermeiden. Die Verbraucherzentrale rät: Solche Nachrichten ignorieren und den Reiseanbieter nur über offizielle Kanäle kontaktieren.

Falsche Rechnungen im Umlauf

Im gewerblichen Bereich warnt die Verbraucherzentrale vor der Firma „Datenschutzdienst Deutschland UG“. Sie verschickt Rechnungen über eine angebliche Jahrespauschale für DSGVO-Absicherung – 46,41 Euro.

Dahinter steckt eine Briefkastenfirma mit geringem Stammkapital und ungültiger Umsatzsteuer-ID.

Schockanrufe: Hunderttausende Euro Schaden

Neben digitalem Phishing verzeichnen die Behörden weiterhin hohe Verluste durch Schockanrufe. In Korbach erbeuteten Täter am Donnerstag rund 100.000 Euro von einer Seniorin. Der Vorwand: Ein Angehöriger habe einen tödlichen Autounfall verursacht.

Einen Tag später brachten Betrüger eine 90-jährige Frau in Alzey-Weinheim um Goldschmuck und Münzen im fünfstelligen Wert.

In Wien verhinderte ein aufmerksamer Bankmitarbeiter am Samstag die Übergabe von fast 10.000 Euro. Er wurde misstrauisch, als eine Seniorin einen hohen Betrag abheben wollte.

Die Polizei mahnt: Bei Geldforderungen am Telefon gilt äußerste Vorsicht. Im Zweifel sofort auflegen und die Behörden informieren.