Betrüger klauen mit Anrufen Lebensmittelhilfen in Neuengland

Organisierte Kriminelle erbeuten Tausende Euro von Sozialhilfeempfängern, indem sie sich als Amtspersonen ausgeben und PINs abfragen. Die Behörden warnen vor der raffinieren Masche.

Staatliche Behörden in New Hampshire warnen vor einer Welle raffinierter Telefonbetrügereien, die auf die Konten von Sozialhilfeempfängern abzielen. Die Täter geben sich als Amtspersonen aus und erbeuten so Tausende Euro.

Die Warnung kam am Freitag, dem 9. Januar. Generalstaatsanwalt John M. Formella und Gesundheitskommissarin Lori A. Weaver warnten gemeinsam vor einer neuen Betrugswelle. Kriminelle rufen gezielt Empfänger staatlicher Leistungen an und geben sich als Mitarbeiter von Behörden aus. Ihr Ziel: die elektronischen Leistungskarten (EBT) zu plündern. In New Hampshire und dem benachbarten Maine sind bereits Tausende Dollar gestohlen worden.

Raffinierte Masche mit Druck und Angst

Die Betrüger setzen auf Social Engineering. Sie nutzen Angst und Dringlichkeit, um ihre Opfer zu manipulieren. Die Anrufer behaupten, ein kritisches Problem mit dem Leistungskonto bestünde oder die Zahlungen würden gesperrt. Um dies zu „beheben“, fordern sie sofort die 16-stellige Kartennummer und die dazugehörige PIN.

Hat das Opfer die Daten preisgegeben, ist das Konto leer. Die Täter klonen die Karte oder heben online Geld ab. Die Ermittler haben diese Telefonkampagne mit einer Serie unautorisierter Geldabhebungen an Automaten in Manchester, New Hampshire, in Verbindung gebracht. Die koordinierte Vorgehensweise – gefälschte Telefonnummern und schnelle Barabhebungen – deutet auf organisierte Kriminalität hin.

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„Keine Behörde fragt jemals nach Ihrer PIN am Telefon“

Die staatlichen Stellen betonen eine grundlegende Regel: „Keine staatliche oder Bundesbehörde wird Sie jemals anrufen und nach Ihrer PIN oder vollständigen Kartennummer fragen“, so Generalstaatsanwalt Formella. Die Betrügereien seien besonders verheerend, da sie Gelder für essentielle Bedürfnisse wie Nahrung und Heizung stehlen.

Kommissarin Weaver warnt vor der Panikmache der Täter. Ihr Rat ist eindeutig: Einfach auflegen. Bei Unsicherheiten sollten Betroffene die offizielle Hotline auf der Rückseite ihrer EBT-Karte anrufen oder das offizielle Portal besuchen. Wer Daten preisgegeben hat, muss seine PIN sofort ändern und den Betrug bei der Verbraucherschutzbehörde melden.

Warum EBT-Karten ein leichtes Ziel sind

Dieser Telefonbetrug markiert eine neue Eskalation im Kampf gegen den Diebstahl von Sozialleistungen. Bisher dominierten Skimming-Angriffe mit manipulierten Kartenterminals. Die direkte Ansprache per Telefon zeigt, wie Kriminelle ihre Taktiken diversifizieren.

Cybersicherheitsexperten weisen auf ein grundlegendes Problem hin: EBT-Karten besitzen oft nicht die modernen Sicherheitsfeatures von Bankkarten, wie Chip-Technologie. Sie basieren meist auf dem leicht kopierbaren Magnetstreifen. Der „menschliche Faktor“ macht sie noch verwundbarer: Gibt der Nutzer seine Daten freiwillig heraus, umgeht der Angreifer alle technischen Hürden.

Die Timing der Angriffe ist perfide. Bundesmittel zum Ersatz gestohlener Leistungen, die 2023 bereitgestellt wurden, liefen Ende 2024 aus. In vielen Bundesstaaten haben Opfer elektronischen Diebstahls es heute schwerer, ihr Geld zurückzuerhalten als noch vor zwei Jahren.

Regionale Bedrohung und die Zukunft des Schutzes

Daten aus Massachusetts und Pennsylvania deuten auf einen regionalen Trend hin. New Hampshire fällt durch die direkte telefonische Abzocke und die schnelle Barabhebung auf. Die Ermittlungen konzentrieren sich nun auf die Geldautomaten in Manchester.

Langfristig könnte der Druck die Modernisierung der Zahlungssysteme im öffentlichen Sektor beschleunigen. Bis dahin liegt die Hauptlast beim Nutzer. Die Behörden raten zu täglicher Kontrolle des Kontostands. Denn bei diesen Betrügereien zählt jede Stunde. Die Warnung aus New Hampshire ist klar: Diese Methode wird wohl bald auch andere Bundesstaaten erreichen. Die Verteidigung liegt in der Aufklärung und der absolute Geheimhaltung der PIN.

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