Betrüger missbrauchen Sperr-Notruf 116 116 für Vishing-Angriffe

Betrüger nutzen Call-ID-Spoofing, um die vertrauenswürdige Notrufnummer 116 116 vorzutäuschen und an Bankdaten zu gelangen. Experten warnen vor der perfiden Vishing-Masche.

Kriminelle nutzen die vertraute Sperr-notrufnummer 116 116, um an Bankdaten zu gelangen. Sie manipulieren die Anruferkennung, sodass auf dem Display der Opfer die vertrauenswürdige Nummer erscheint. Diese perfide Masche beunruhigt derzeit Verbraucher und Sicherheitsexperten.

So funktioniert der Betrug

Die Täter setzen auf psychologischen Druck. In den Anrufen schildern sie dramatische Szenarien – etwa ein gehacktes Konto oder verdächtige Überweisungen. Sie erzeugen gezielt Stress, um an Kontodaten, PINs oder TANs zu kommen.

In einigen Fällen überredeten sie Opfer sogar dazu, Fernzugriff auf den Computer zu gewähren. Ein 72-jähriger Mann aus Ludwigshafen fiel so auf die Masche herein.

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Der Betreiber des Sperr-Notrufs stellt klar: Von der 116 116 gehen niemals Anrufe aus. Die Nummer dient ausschließlich dazu, von Bürgern angerufen zu werden. Jeder Anruf, der diese Nummer als Anrufer anzeigt, ist Betrug.

Die Technik dahinter: Call-ID-Spoofing

Die Grundlage ist Call-ID-Spoofing. Dabei manipulieren Kriminelle die übermittelte Anruferkennung. Auf dem Display erscheint dann jede beliebige Nummer – in diesem Fall die vertrauenswürdige 116 116.

Diese Täuschung senkt die Hemmschwelle der Opfer erheblich. Die Anrufer wirken oft professionell und überzeugend. Die Masche ist Teil eines breiten Trends bei Telefonbetrug, auch Vishing genannt.

So schützen Sie sich richtig

Bei unerwarteten Anrufen mit Handlungsdruck zu Finanzdaten gilt: äußerste Vorsicht. Seriöse Institutionen fragen niemals telefonisch nach PINs oder TANs.

  • Sofort auflegen: Bei Zweifeln oder Druck legen Sie sofort auf.
  • Keine Daten preisgeben: Geben Sie niemals Zugangsdaten, PINs oder TANs am Telefon heraus.
  • Selbst kontaktieren: Wenden Sie sich bei Unsicherheit selbst über die offizielle Nummer Ihrer Bank an.
  • Konto prüfen: Regelmäßige Kontrollen helfen, unberechtigte Abbuchungen schnell zu entdecken.

Das ist im Schadensfall zu tun

Sollten Betrüger doch an Daten gelangt sein, handeln Sie sofort:

  1. Sperren Sie Konten und Karten umgehend – über den echten Sperr-Notruf 116 116 (durch eigenen Anruf) oder direkt Ihre Bank.
  2. Erstatten Sie bei der Polizei Anzeige. Das ist für die Strafverfolgung wichtig und oft Voraussetzung für Schadensersatz.

Die Zunahme solcher Angriffe zeigt: Kriminelle entwickeln ihre Methoden stetig weiter und zielen gezielt auf menschliche Schwachstellen. Aufklärung und gesundes Misstrauen bleiben zentral im Kampf gegen Cyberkriminalität.

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