Betrüger nutzen Angst vor Schulden für perfide SMS-Attacken

Betrüger nutzen KI-generierte SMS, die sich als Gerichte und Inkassobüros ausgeben, um Zahlungen zu erschleichen. Experten warnen vor der aktuellen Welle und geben Verhaltenstipps.

Eine neue Welle täuschend echter SMS-Nachrichten von angeblichen Inkassobüros und Gerichten zielt auf die Angst vor Schulden nach den Feiertagen ab. Experten warnen vor KI-optimierten Texten und gefälschten Aktenzeichen.

Pünktlich zum Jahresbeginn registrieren Sicherheitsbehörden und Verbraucherschützer einen massiven Anstieg betrügerischer SMS. Besonders aggressive „Smishing“-Kampagnen (SMS-Phishing) tarnen sich als letzte Mahnungen oder sogar Vollstreckungsankündigungen. Die Wirtschaftskammer Österreich und die Watchlist Internet veröffentlichten erst am Montag neue Warnungen, die die aktuelle Brisanz unterstreichen.

Die Masche: „Gerichtliche Mahnverfahren“ per SMS

Die aktuelle Betrugswelle besticht durch psychologische Raffinesse. Empfänger erhalten SMS, die ein „gerichtliches Mahnverfahren“ oder eine unmittelbare „Zwangsvollstreckung“ ankündigen.

Sicherheitsexperten beobachten ein klares Muster:
* Dringlichkeit: Die Nachrichten fordern sofortiges Handeln, oft innerhalb von 24 Stunden.
* Aktenzeichen: Komplexe, authentisch wirkende Aktenzeichen (z.B. „KR-73849“) sollen Seriosität vortäuschen.
* Der Link: Statt einer Kontonummer führt ein Klick zu gefälschten Zahlungsportalen. Diese imitieren echte Dienstleister oder geben sich als „Bundes-Bezahlportale“ aus.

Die Kriminellen nutzen geschickt aus, dass viele Menschen im Januar ohnehin mit Abbuchungen rechnen. Die Angst vor einem Schufa-Eintrag oder dem Gerichtsvollzieher verleitet zum reflexartigen Anklicken.

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KI und „Quishing“: Die technische Evolution

Ein Grund für die hohe Glaubwürdigkeit: Künstliche Intelligenz. Während Phishing-SMS früher oft durch schlechte Grammatik auffielen, sind die Texte heute sprachlich fehlerfrei. Kriminelle nutzen KI-Tools, um den Tonfall behördlicher Schreiben perfekt zu imitieren.

Zusätzlich warnt der aktuelle „Phishing Trends Report“ vor „Quishing“ – dem Phishing mittels QR-Codes. Auch in gefälschten Inkasso-Mails, auf die manche SMS verweisen, finden sich vermehrt QR-Codes. Diese sollen angeblich zur Zahlungsmaske führen, installieren aber oft Schadsoftware.

Warum schlagen die Betrüger gerade jetzt zu?

Branchenbeobachter sehen einen saisonalen Höhepunkt. „Der Januar ist traditionell der ‚Schuldenmonat‘“, erklären Finanzpsychologen. Nach den Ausgaben im Dezember sind viele Konten überzogen; die Nervosität ist hoch.

Im Vergleich zu Vorjahren ist die Aggressivität gestiegen. Wurde 2024 noch oft mit Paketzustellungen gelockt, setzen die Täter heute auf existenzielle Ängste. Verbraucherzentralen warnen bereits vor Fake-SMS, die mit „Hausratspfändung“ drohen – ein realitätsfernes, aber extrem wirksames Angst-Szenario.

Die goldene Regel bleibt: Behörden und seriöse Inkassobüros versenden niemals Zahlungsaufforderungen per SMS mit Links. Im Zweifel immer die offizielle Telefonnummer des angeblichen Absachers – nicht die in der SMS genannte – anrufen.

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