Betrüger nutzen manipulierte Kartenleser bei Spendensammlungen

Falsche Spendensammler buchen mit manipulierten Terminals bis zu 990 Euro ab. Die Polizei warnt vor der perfiden Masche und gibt konkrete Verhaltenstipps zum Schutz.

Falsche Spendensammler buchen mit manipulierten mobilen Kartenlesern hohe Summen von Konten ab. Die Polizei warnt in mehreren Bundesländern vor dieser perfiden Masche, die das Vertrauen in gemeinnützige Organisationen untergräbt und erheblichen finanziellen Schaden anrichtet. Die Täter nutzen die Hilfsbereitschaft und die Verbreitung kontaktloser Zahlungen schamlos aus.

So läuft der Betrug ab

Die Masche ist einfach und effektiv. Die Täter geben sich als Sammler für bekannte oder erfundene Hilfsorganisationen aus und bitten um eine kleine Spende. Wenn das Opfer kein Bargeld dabei hat, bieten sie die Zahlung per Karte an. Das vermeintlich harmlose mobile Lesegerät kommt zum Einsatz.

Doch statt der vereinbarten fünf oder zehn Euro buchen die Betrüger im Hintergrund Beträge von bis zu 990 Euro ab. Die Opfer tippen ihre PIN ein oder halten ihre Karte kontaktlos an das Gerät – und bemerken den Betrug oft erst Tage später auf dem Kontoauszug. Die Täter agieren bevorzugt an belebten Orten mit geringer sozialer Kontrolle, wie vor Supermärkten oder auf Parkplätzen.

Die Technik hinter dem Trick

Hinter dem Betrug stecken verschiedene technische Manipulationen. In vielen Fällen ist die Software der Lesegeräte so manipuliert, dass sie einen anderen Betrag an die Bank übermittelt, als auf dem Display angezeigt wird.

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Eine andere Methode ist das Skimming: Die Geräte lesen die Kartendaten aus und speichern sie für späteren Missbrauch. Besonders heimtückisch sind manipulierte Terminals bei kontaktlosen Zahlungen. Hier nutzen die Täter die NFC-Technologie, um ohne PIN-Eingabe hohe Beträge abzubuchen. Die Geräte sind von außen oft kaum von echten Terminals zu unterscheiden.

So schützen Sie sich vor den Betrügern

Der beste Schutz ist gesunde Skepsis. Seriöse Hilfsorganisationen sammeln nur selten unangekündigt mit mobilen Kartenlesern auf der Straße. Verbraucherschützer und die Polizei raten zu diesen Vorsichtsmaßnahmen:

  • Prüfen Sie die Sammler: Fragen Sie nach einem Ausweis und der konkreten Organisation. Misstrauen ist angebracht, wenn Druck ausgeübt wird.
  • Kontrollieren Sie das Gerät: Wirkt das Terminal beschädigt, ungewöhnlich oder sind Teile lose?
  • Bestehen Sie auf Sichtbarkeit: Lassen Sie sich den zu zahlenden Betrag klar auf dem Display zeigen. Verdecken Sie bei PIN-Eingabe immer das Tastenfeld.
  • Nutzen Sie sichere Wege: Spenden Sie im Zweifel per Überweisung direkt an die Organisation.
  • Aktivieren Sie Benachrichtigungen: Mit Push-Nachrichten für jede Kontobewegung im Online-Banking bemerken Sie Betrug sofort.

Ein Angriff auf das gesellschaftliche Vertrauen

Diese Betrugsform trifft doppelt: Sie verursacht nicht nur finanziellen Schaden, sondern untergräbt auch das Vertrauen in wohltätige Arbeit. Jede aufgedeckte Tat senkt die Spendenbereitschaft insgesamt. Die Täter machen sich den digitalen Wandel zunutze – jede neue Bezahltechnologie schafft auch neue Angriffsflächen.

Experten sehen die Aufklärung als zentralen Schlüssel. Nur wer die Tricks kennt, kann sich schützen. Gleichzeitig sind die Hersteller der Lesegeräte und die Banken gefordert, die Sicherheitsstandards weiter zu erhöhen und Manipulationen technisch zu erschweren. Der Wettlauf zwischen Kriminalität und Sicherheit im mobilen Bezahlen geht weiter.

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