Betrügerische „Mortgage Help Center“-Briefe zielen auf Hausbesitzer ab

Verbraucherschützer warnen vor einer neuen Betrugswelle, bei der gefälschte Schreiben mit Zwangsversteigerungsdrohungen und niedrigen Zinsen persönliche Daten abgreifen. Die Täter nutzen öffentliche Grundbuchdaten für ihre Maschen.

Eine neue Welle gefälschter Schreiben verspricht unrealistisch niedrige Zinsen und droht mit Zwangsversteigerung, um an persönliche Daten zu gelangen. Verbraucherschützer warnen eindringlich vor diesem bundesweiten Betrug, der besonders ältere Hausbesitzer ins Visier nimmt.

Die täuschend echten Briefe tragen den Aufdruck „The Mortgage Help Center“ und sind oft als „Final Notice“ (Letzte Mahnung) gekennzeichnet. Sie erwecken den falsche Eindruck, der Empfänger stehe unmittelbar vor der Zwangsversteigerung seiner Immobilie. Gleichzeitig locken sie mit unrealistischen Versprechungen: Einige Schreiben garantieren Zinssätze von nur zwei Prozent und drastisch gesenkte monatliche Raten. Behörden stellen jedoch klar: Die angebliche „Hilfezentrale“ hat keinen Zusammenhang mit staatlichen Stellen oder seriösen Kreditgebern. Ihr einziges Ziel ist Betrug.

So funktioniert der Datenklau per Post

Was den Betrug so gefährlich macht, ist seine Glaubwürdigkeit. Die Briefe enthalten oft präzise Details: Namen, Adresse, die korrekte Hausbank und sogar die ungefähre Restschuld des Darlehens. Diese Informationen stammen aus öffentlich zugänglichen Grundbucheinträgen. Für viele Empfänger wirkt dies wie ein Beweis für die Echtheit des Schreibens.

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„Diese Daten sind kein Legitimitätsnachweis“, betonen Verbraucherschützer. Die Betrüger nutzen sie bewusst, um ihr Angebot plausibel erscheinen zu lassen. Oft verweisen sie auch auf tatsächlich existierende staatliche Hilfsprogramme, um den Anschein offizieller Sanktionierung zu erwecken. Die drängende „Final Notice“-Sprache ist eine klassische Drucktaktik. Sie soll das Opfer zu überstürztem Handeln verleiten, bevor es die Quelle überprüfen kann.

Vom Brief zum Identitätsdiebstahl

Der nächste Schritt folgt einem klaren Muster: Die Briefe fordern den Empfänger auf, eine Telefonnummer anzurufen, eine Webseite zu besuchen oder einen QR-Code zu scannen. Nimmt das Opfer Kontakt auf, fordern die Betrüger unter dem Vorwand, einen Antrag auf Darlehenshilfe zu bearbeiten, sensible persönliche Daten an. Dazu gehören Sozialversicherungs- und Bankkontonummern.

Dieses Vorgehen ist eine Form des „Mortgage Relief“-Betrugs, gegen den die US-Verbraucherschutzbehörde FTC seit Jahren vorgeht. Nach FTC-Regeln ist es Unternehmen verboten, Vorabgebühren für solche Dienstleistungen zu verlangen. Die Betrüger ignorieren dies natürlich. Ihr Fokus liegt auf dem Diebstahl von Identitätsdaten. Opfer riskieren, dass Konten geplündert oder in ihrem Namen neue Kreditlinien eröffnet werden.

Eine anhaltende Gefahr – und wie Sie sich schützen

Der aktuelle Fall ist Teil eines anhaltenden Trends: Betrüger nutzen öffentliche Register, um Haus- und Grundbesitzer mit gefälschten Schreiben unter Druck zu setzen. Ähnliche Maschen gab es bereits bei betrügerischen Angeboten für Hausversicherungen oder Grundstücksurkunden. Sie spielen mit der Urangst, das eigene Zuhause zu verlieren, und der oft als undurchschaubar empfundenen Komplexität von Kreditverträgen.

Verbraucherschützer raten zu höchster Wachsamkeit. Bei einem verdächtigen Schreiben sollten Betroffene so handeln:

  • Nicht reagieren: Rufen Sie die angegebene Nummer nicht an und scannen Sie keinen QR-Code. Jeder Kontakt bestätigt den Betrügern nur, dass Ihre Adresse aktiv ist.
  • Keine Daten preisgeben: Teilen Sie niemals persönliche oder finanzielle Informationen als Reaktion auf ein unaufgefordertes Angebot mit. Seriöse Anbieter fragen nicht auf diesem Weg danach.
  • Direkt zur Hausbank: Wenden Sie sich bei Fragen zu Ihrem Darlehen stets direkt an Ihre Bank. Nutzen Sie dafür die Telefonnummer auf Ihrer offiziellen Monatsabrechnung.
  • Den Betrug melden: Zeigen Sie den Versuch bei der FTC und Ihrer örtlichen Staatsanwaltschaft an. Meldungen helfen, Betrugsoperationen nachzuverfolgen.

Der wirksamste Schutz ist die verifizierte Kommunikation mit der eigenen Bank. Für echte Hilfe bei Darlehensproblemen sollten sich Hausbesitzer an ihren Kreditgeber oder einen von der US-Behörde für Wohnungsbau und Stadtentwicklung (HUD) anerkannten Berater wenden.

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