Das ScamBusters-Programm der University of Lancashire entlarvt Kriminelle im Netz. Zwei Studenten identifizierten digitale Geldbörsen, die für Betrug genutzt wurden. Die Aktion verhinderte Schäden in Höhe von umgerechnet rund 215.000 Euro.
Erfolgreiche Zusammenarbeit mit Zahlungsdienstleister
Jordan Haddock und Hannah Crosbie vom ScamBusters-Team spürten gezielt Krypto-Wallets auf, die mit betrügerischen Transaktionen in Verbindung standen. Ihre Arbeit ermöglichte es PayPal, die illegalen Aktivitäten zu unterbinden. Die University of Lancashire belegt im Juli 2026 weltweit den dritten Platz in diesem Forschungsfeld.
Der Fall zeigt einen wachsenden Trend: Immer mehr Hochschulen beteiligen sich an der Aufdeckung von Finanzkriminalität mit digitalen Vermögenswerten. Besonders Peer-to-Peer-Plattformen stehen dabei im Fokus der Ermittler.
Neue Regeln gegen Identitätsdiebstahl
Die Kooperation zwischen Wissenschaft und Zahlungsdienstleistern fällt in eine Zeit bedeutender regulatorischer Veränderungen. Bereits Anfang 2026 trat eine US-Bundesverordnung in Kraft: Große Finanzinstitute müssen Kunden nun entschädigen, die Opfer von Bank-Identitätsdiebstahl über das Zelle-Netzwerk wurden.
Hintergrund sind jahrelange Kontroversen, darunter Anhörungen im US-Senat und eine Klage gegen Early Warning Services sowie Großbanken wie Bank of America, JPMorgan Chase und Wells Fargo. Ein Gericht wies die Klage im März 2025 ab.
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FBI warnt vor KI-gestützten Abzockern
Eine aktuelle Warnung des FBI sorgt für Aufsehen: Kriminelle nutzen künstliche Intelligenz, um Menschen zu täuschen, die bereits Geld durch Betrug verloren haben. Diese sogenannten „Recovery Scams“ setzen auf Deepfake-Videos von hochrangigen Beamten und gefälschte Webseiten, die dem Internet Crime Complaint Center (IC3) täuschend ähnlich sehen.
Die Ermittler berichten von Fake-Profilen in sozialen Netzwerken, die mit KI-generierten Inhalten operieren. Die Betrüger verlangen Gebühren für die angebliche Wiederbeschaffung verlorener Gelder – obwohl das IC3 niemals Kosten erhebt oder Opfer über soziale Medien kontaktiert. Im Jahr 2025 gingen beim IC3 über 32.400 Beschwerden wegen Identitätsdiebstahls ein. Der Gesamtschaden: rund 730 Millionen Euro.
Milliarden eingefroren: Erfolge im Kampf gegen Geldwäsche
Die US-Finanzaufsicht FinCEN hat seit 2015 fast zwei Milliarden Euro für mehr als 5.700 Opfer sichergestellt. Ihr Rapid Response Program konzentriert sich darauf, Verbindungen zu Geldwäsche-Netzwerken zu kappen. Auch auf lokaler Ebene gibt es Erfolge: Allein in den ersten sieben Monaten des Jahres 2026 stellte die Polizei in Salt Lake City umgerechnet 14,7 Millionen Euro von insgesamt 17,5 Millionen Euro gestohlenen Geldern sicher.
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International meldet die Cyberabad Cyber Crime Police in Indien die Rückgabe von umgerechnet rund 2,8 Millionen Euro an Opfer – ermöglicht durch ein neues Wiederherstellungsmodul des Innenministeriums.
Verbraucherschutzbehörden raten: Wer einen Betrug bemerkt, sollte sofort die eigene Bank und den Überweisungsdienstleister kontaktieren. Bei Anbietern wie MoneyGram, Western Union oder Ria ist schnelles Handeln der entscheidende Faktor für eine erfolgreiche Rückholung der Gelder.

