Erfolgreiche Abwehr in Großbritannien
Das Mobile Ecosystem Forum (MEF) gab bekannt: Seit August 2025 wurden mehr als zwei Millionen betrügerische SMS-Nachrichten im britischen Bankensektor blockiert. Die Initiative wird von der Cyber Defence Alliance sowie Banken wie Barclays, der Co-operative Bank und TSB unterstützt.
Hintergrund: Die Branche verliert allein im Vereinigten Königreich jährlich rund 1,17 Milliarden Pfund durch Betrug. Ein zentrales Instrument ist ein Register zum Schutz von Absender-IDs. Es deckt mittlerweile 50 Marken und acht der zehn größten britischen Banken ab.
Irland: 26 Millionen verdächtige Anrufe gestoppt
Auch aus Irland kommen beeindruckende Zahlen. Three Ireland gab an, im vergangenen Jahr über 26 Millionen verdächtige Anrufe und mehr als 455.000 betrügerische Kurznachrichten abgefangen zu haben.
Der Trend setzt sich fort: Allein bis zum Frühsommer 2026 wurden bereits über 4 Millionen Anrufe und 650.000 Textnachrichten blockiert. An Spitzentagen wie Anfang Mai registrierte das Unternehmen mehr als 27.000 verhinderte Betrugsanrufe.
Aktuelle Phishing-Wellen in Deutschland
Trotz technischer Fortschritte bleibt die Gefahr durch Social-Engineering-Angriffe hoch. In den letzten Tagen wurden verstärkt Betrugsversuche im Raum Bielefeld gemeldet. Kriminelle gaben sich am Telefon als Mitarbeiter der Sparkasse Bielefeld aus.
Durch technische Manipulation zeigten die Telefone der Opfer die echte Servicenummer der Bank an. Die Täter behaupteten, das Konto sei gefährdet, um an Online-Banking-Daten zu gelangen. Polizei und Bank warnen: IBAN, PIN oder TAN niemals am Telefon preisgeben.
Parallel zirkulieren gefälschte E-Mails im Namen der Volksbanken Raiffeisenbanken. Kunden werden aufgefordert, bis zum 17. Juli 2026 ein vermeintlich neues Sicherheitssystem zu aktivieren. Die Verbraucherzentrale rät, solche Links nicht anzuklicken – sie führen zur Installation von Schadsoftware oder zum Diebstahl von Zugangsdaten.
Die jüngste Interpol-Aktion zeigt: Betrugsbanden werden immer professioneller. Allein in Deutschland geben sich Kriminelle als Bankmitarbeiter aus und nutzen echte Servicenummern. Dieser kostenlose Leitfaden zeigt Ihnen die 3 wichtigsten Sofort-Maßnahmen, um sich zu schützen. Jetzt kostenlosen Schutz-Leitfaden anfordern
Internationaler Schlag gegen Betrugsbanden
Interpol gelang mit der Operation „First Light 2026“ ein großangelegter Schlag gegen die organisierte Kriminalität. Zwischen Januar und April wurden in 97 Ländern 5.811 Verdächtige festgenommen.
Die Behörden stellten Vermögenswerte in Höhe von 293 Millionen US-Dollar sicher und froren über 31.000 Bankkonten ein. Die Ermittlungen konzentrierten sich auf Identitätsdiebstahl und Anlagebetrug.
Deutsche Justiz zieht Konsequenzen
In Dortmund verurteilte ein Gericht drei Männer zu mehrjährigen Haftstrafen. Sie hatten seit Anfang 2024 durch Phishing-Betrug knapp eine halbe Million Euro erbeutet. Die Täter agierten arbeitsteilig und gaben sich als Bankangestellte aus.
Auf zivilrechtlicher Ebene stärkte das Oberlandesgericht Brandenburg Ende Mai die Rechte der Verbraucher. Das Urteil (Az. 4 U 131/25) stellt klar: Bank-Hotlines haben eine Warnpflicht, wenn Kunden sie kontaktieren.
Im konkreten Fall verlor eine Kundin 20.500 Euro durch Betrug. Die Bank-Hotline hatte sie trotz bekannter Betrugsmaschen nicht gewarnt. Die Haftung der Kundin wegen grober Fahrlässigkeit wurde um ein Drittel gemindert.
Technologische Aufrüstung gegen Spam
Die Angriffsintensität nimmt zu. Im Juni stieg das Aufkommen von Spam-Anrufen um fast 20 Prozent. Oft werden Bankmitarbeiter oder Energieversorger imitiert. Messenger-Dienste wie WhatsApp reagieren mit neuen Funktionen, etwa dem automatischen Stummschalten unbekannter Anrufer.
Weltweit entstand 2025 ein Schaden von 42 Milliarden Dollar durch Telekom-Betrug – und die Angriffe nehmen zu. Erfahren Sie in diesem Report, wie Sie Phishing-Wellen mit echten Servicenummern erkennen und Ihr Konto sichern. Schutz-Leitfaden jetzt sichern
Erste Netzbetreiber wie Magenta in Österreich integrieren Sicherheitssysteme direkt in ihre Tarife. Sie scannen den Datenverkehr auf Netzebene nach Phishing-Links und Malware – noch bevor die Gefahr das Endgerät erreicht.
Die Verluste durch Telekommunikationsbetrug wurden für 2025 weltweit auf etwa 42 Milliarden US-Dollar geschätzt. Phishing-Versuche machten dabei fast die Hälfte des blockierten Datenverkehrs aus.

