Betrugsprävention am Smartphone: Dogwood fördert Projekte mit 500.000 Dollar

Lokale und internationale Initiativen vermitteln älteren Menschen Smartphone-Wissen, digitale Alltagskompetenzen und Schutz vor Betrug.

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Mehrere lokale Träger und Foren bauen ihre Angebote aus, um Bürger gezielt bei der Nutzung von Smartphones, der Absicherung gegen Cyberkriminalität und dem Umgang mit digitalen Plattformen anzuleiten. Vor dem Hintergrund fortschreitender Digitalisierung bei Behördengängen, Bankgeschäften und im Gesundheitswesen zielen die Programme darauf ab, digitale Barrieren abzubauen und praxisnahe Hilfestellungen im Alltag zu bieten.

Niedrigschwellige Beratung und individuelle Unterstützung

Ein Schwerpunkt der aktuellen Angebote liegt auf offenen Beratungsformaten, die ohne feste Lehrpläne auf konkrete Einzelfragen eingehen. So bieten die Malteser am 27. Oktober 2026 in der Seniorenresidenz Vogelsang in Magdeburg eine kostenlose Digitalsprechstunde an. Ehrenamtliche Helfer unterstützen dort bei individuellen Anliegen wie der Einrichtung von Videoanrufen, der Installation von Programmen oder der Einordnung verdächtiger Mitteilungen.

Ähnliche Konzepte verfolgen Nachbarschaftsinitiativen in anderen Regionen: In Altenhundem lädt die Lennestädter Ehrenamtsbörse für den 28. Oktober zu einem Digitalcafé im örtlichen DRK-Haus ein, bei dem erfahrene Senioren Fragen von Einsteigern beantworten.

Im niedersächsischen Ehra startet das Begegnungszentrum MOSAIK am 30. Oktober das Projekt eines digitalen Treffs, bei dem sogenannte Technik-Botschafter ehrenamtlich Hilfe zu mobilen Endgeräten leisten. Auch in Italien stellt das Centro di Comunità Cadidavid ab dem 26. Oktober regelmäßige kostenfreie Sprechstunden für ältere Menschen zur Verfügung.

Alltagskompetenzen und Schutz vor digitalem Betrug

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Neben der reinen Bedienung mobiler Endgeräte gewinnt die Vermittlung von Sicherheitskompetenzen an Bedeutung. In Kursen wie der Reihe des Seniorenzentrums Konstanz und der dortigen Volkshochschule werden Teilnehmer gezielt für Risiken wie gefälschte QR-Codes sensibilisiert.

Kursleiter Rüdiger Salomon hob in diesem Zusammenhang hervor, dass die Nutzung digitaler Dienste gerade bei eingeschränkter Mobilität für Kontakte und Bankgeschäfte von Vorteil sei. Ergänzend behandeln solche Lehrgänge Navigationsfunktionen, Sprachassistenten und Übersetzungsdienste. Begleitet wird das Programm durch lokale Handycafés und feste PC-Treffpunkte.

In Witten-Annen widmen sich Kurse der selbstständigen Bewältigung alltäglicher digitaler Aufgaben, darunter der Organisation von Arztterminen über Online-Portale wie Doctolib.

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Für solche Schulungsinitiativen stehen in einzelnen Förderregionen auch umfangreichere Mittel bereit: Die Organisation Dogwood Health Trust unterstützt digitale Projekte im Rahmen ihres Programms mit Zuschüssen von bis zu 500.000 US-Dollar, um älteren Erwachsenen Schulungen zu Datenschutz, Online-Diensten und Betrugsprävention zugänglich zu machen.

Generationenübergreifende Ansätze und internationale Programme

Weltweit setzen Träger auf unterschiedliche Vermittlungsformen. Im kalifornischen San Ramon kombiniert das Alcosta Senior and Community Center praktische Reparaturangebote für Haushaltsgeräte mit einem intergenerationellen Lernlabor, in dem Schüler Senioren beim Umgang mit Mobilgeräten, Notfallnachrichten und Phishing-Warnungen anleiten.

In Brasilien stellt das Projekt Sesi 60+ in Campo Grande speziell ausgestattete Busse bereit, um Menschen ab 60 Jahren direkt vor Ort Grundlagen zu Geräteeinstellungen, Programmen und Präventionsmaßnahmen gegen Betrug zu vermitteln.

Weitere Initiativen konzentrieren sich auf den Zugang zu zentralen Bürgerdiensten: In Ho-Chi-Minh-Stadt wurden in mehreren Stadtteilen Teams formiert, die Einwohner bei der Einrichtung der kommunalen Bürger-App sowie beim bargeldlosen Bezahlen unterstützen.

In Jordanien führte die Innovationsplattform ZINC gemeinsam mit dem Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen Workshops für Frauen durch, die sich neben der allgemeinen Nutzung smarter Geräte schwerpunktmäßig dem Schutz vor Belästigung im Netz widmeten.

Die Bandbreite der Projekte unterstreicht, dass die Stärkung von Medienkompetenz und IT-Sicherheit zunehmend als gemeinschaftliche Aufgabe im direkten Lebensumfeld organisiert wird.