Das Finanzamt Fürstenfeldbruck hat eine offizielle Warnung vor einer aktuellen Phishing-Kampagne herausgegeben, die gezielt Nutzer des Steuerportals Elster ins Visier nimmt. Unbekannte Täter versenden derzeit E-Mails, die das offizielle Logo der Plattform missbräuchlich verwenden, um eine vermeintliche Authentizität vorzutäuschen. Ziel dieser Nachrichten ist es, an sensible persönliche Daten der Empfänger zu gelangen.
Die Finanzbehörde empfiehlt dringend, bei Erhalt solcher E-Mails keine darin enthaltenen Links anzuklicken. Betroffene sollten die Nachrichten stattdessen umgehend löschen. Für eine sichere Kommunikation und die Überprüfung des Steuerkontos rät das Finanzamt dazu, sich ausschließlich direkt über das offizielle Portal „Mein Elster“ einzuloggen oder im Zweifelsfall den direkten Kontakt mit der Behörde zu suchen.
Betrugswellen durch Amtsanmaßung nehmen zu
Die Masche, sich als offizielle Instanz auszugeben, ist derzeit auch in anderen Bereichen verbreitet. So berichtet die Sparkasse über eine aktuelle Betrugswelle in Oberösterreich, bei der Kriminelle in die Rollen von Polizisten, Ärzten, Staatsanwälten oder Bankmitarbeitern schlüpfen.
Die Täter nutzen dabei häufig frei erfundene Szenarien wie schwere Unfälle von Angehörigen, plötzliche Erkrankungen oder angeblich notwendige dringende Überweisungen, um Druck auf ihre Opfer auszuüben. Das Kreditinstitut stellte in diesem Zusammenhang klar, dass Bankmitarbeiter niemals telefonisch dazu auffordern würden, Zahlungsbestätigungen preiszugeben.
Dass solche Methoden zu massiven finanziellen Verlusten führen können, zeigt ein aktueller Fall aus dem hessischen Landkreis Gießen. Dort verlor ein 90-jähriger Rentner über 450.000 Euro an Betrüger, die sich als Polizisten ausgaben.
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Die Polizei betont in ihrer Warnung, dass Beamte niemals telefonisch Geld oder Wertgegenstände fordern würden.
Identitätsdiebstahl und digitale Sicherheitslücken
Neben dem klassischen Enkeltrick oder Schockanrufen warnen Ermittlungsbehörden zudem vor dem Missbrauch digitaler Kommunikationswege. Im Landkreis Schmalkalden-Meiningen wurden zwei Mädchen im Alter von 10 und 11 Jahren Opfer eines sogenannten Doppel-Betrugs. Dabei kaperten Unbekannte zunächst die WhatsApp-Accounts der Kinder, um anschließend Einkäufe über deren Mobilfunkrechnung zu tätigen. Der entstandene Schaden beläuft sich auf mehrere Hundert Euro. Experten raten dazu, niemals Bestätigungscodes an Dritte weiterzugeben.
Auch international werden vermehrt gefälschte Behördenseiten registriert. Die griechische Polizei warnte jüngst vor der Internetadresse „astynomiiia.cc“, welche die offizielle Polizeiseite imitiert. Die Betreiber versuchen dort, persönliche Daten sowie Bankkartendaten abzugreifen. Die Behörde verwies darauf, dass die einzige legitime Website unter „www.astynomia.gr“ erreichbar sei.
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Ähnliche Warnungen kamen von der Verkehrsbehörde Detran-MT in Brasilien, die vor betrügerischen Nachrichten bezüglich angeblicher Schulden oder Problemen mit der Fahrerlaubnis über SMS und WhatsApp warnte. Die Behörde betonte, diese Kanäle grundsätzlich nicht für Zahlungsaufforderungen zu nutzen.
In Zypern führten Ermittlungen wegen Online-Betrugs bereits zu einem Festnahmeerfolg. Am Flughafen Larnaka wurde ein 28-jähriger Mann festgenommen. Er steht im Verdacht, einen 49-jährigen Mann aus Paphos um über 6.800 Euro betrogen zu haben, indem er sich als Bankvertreter ausgab und so an die Bankcodes des Opfers gelangte. Gegen den Verdächtigen wurde eine Untersuchungshaft von fünf Tagen angeordnet.

