Der Präsident des Rats für Hochschulbildung (KCUE), Lee Ki-jeong, und der CEO des Portals Uway Apply, Seong Yun-seok, haben sich im Rahmen einer Pressekonferenz in Seoul förmlich für die technischen Störungen während der Frühzulassungsphase für das akademische Jahr 2027 entschuldigt. Der massive Ausfall des digitalen Bewerbungssystems unmittelbar vor Ablauf der Einreichungsfrist hatte zahlreiche Bewerber vor erhebliche Probleme gestellt.
Technischer Defekt und unmittelbare Folgen des Ausfalls
Am 11.09.2026 kam es um 17:50 Uhr – lediglich zehn Minuten vor dem offiziellen Ende der Bewerbungsfrist – zu einem vollständigen Systemzusammenbruch bei Uway Apply. Berichten zufolge erstreckte sich der Ausfallzeitraum bis 18:20 Uhr.
Als Ursache für die Störung gab das Unternehmen einen Programmfehler bei einem Sicherheitsupdate an. Zusätzlich sei die Belastung der Server durch ein im Vergleich zum Vorjahr um 30 % höheres Datenaufkommen verstärkt worden. Bereits am Donnerstagabend vor dem eigentlichen Fristende habe es zudem einen weiteren Ausfall gegeben.
Das südkoreanische Bildungsministerium reagierte auf den Vorfall mit einer kurzfristigen Verlängerung der Deadline um eine Stunde, die in Schritten von 30 Minuten protokolliert wurde. Dennoch konnten schätzungsweise 1.200 Bewerber ihre Unterlagen für die Frühzulassung 2027 aufgrund der technischen Probleme nicht vollständig einreichen.
Bildungsminister Choi Kyo-jin erklärte hierzu, dass die Zahl der tatsächlich anspruchsberechtigten Personen für nachträgliche Korrekturen vermutlich geringer ausfalle als die Gesamtzahl der Betroffenen. Insgesamt waren für das Verfahren rund 2,61 Millionen Bewerbungen erwartet worden.
Verfahren zur Entschädigung und Antragsprüfung
Für die betroffenen Testteilnehmer wurde ein spezielles Entschädigungs- und Hilfsverfahren eingeleitet. Nach Angaben des KCUE gingen bis zum Montagmittag bereits 302 Hilfsanträge ein.
Der Systemausfall bei Uway Apply hat rund 1.200 Bewerber um ihre Frühzulassungs-Frist gebracht — das Bildungsministerium hat die Deadline verlängert und ein Hilfsverfahren eingerichtet. Wer jetzt Schritt für Schritt vorgeht, kann seinen Antrag noch fristgerecht einreichen. Kostenlosen Leitfaden zur Fristverlängerung anfordern
Betroffene haben die Möglichkeit, ab dem 14.09.2026 um 09:00 Uhr bis zum 16.09.2026 um 18:00 Uhr Anträge über die Webseite von Uway Apply einzureichen. Die finale Einreichungsfrist für notwendige Dokumente endet am 16.09.2026 um 22:00 Uhr.
Die Entscheidung über die Anerkennung der Anträge soll anhand von Computeraufzeichnungen fallen. Ein Anspruch bestehe nur dann, wenn digitale Datensätze belegen, dass die Bewerber während des Ausfallzeitraums versucht haben, ihre Bewerbung zu schreiben, zu speichern oder einzureichen.
Auch nachgewiesene Zahlungsversuche gelten als Beleg. Eine Berücksichtigung erfolgt zudem nur, wenn ein gespeicherter Bewerbungsstand aus der Zeit vor dem Systemausfall vorliegt.
Strukturelle Reformen und politische Konsequenzen
Infolge der Pannen hat das Bildungsministerium eine Task Force unter der Leitung der zuständigen Abteilungen für Hochschulbildung und lebenslanges Lernen eingerichtet, an der auch der KCUE beteiligt ist.
Das Ministerium prüft zudem eine direkte staatliche Aufsicht über private Bewerbungssysteme wie Uway Apply und Jinhak Apply. In diesem Zusammenhang wird auch die Einführung eines rein öffentlichen Systems neu bewertet, das bereits seit dem Jahr 2005 zur Debatte steht.
Ob Ihr Antrag anerkannt wird, entscheiden die Computeraufzeichnungen: Nur wer Schreib-, Speicher- oder Zahlungsversuche im Ausfallzeitraum nachweisen kann, gilt als anspruchsberechtigt. Dieser Leitfaden zeigt, wie Sie Ihre digitalen Belege sichern und Ihren Antrag richtig begründen. Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Nachweis-Sicherung
Kritik an dem Vorfall kam unter anderem von Seo Beom-soo, der das Bildungsministerium für das Versagen während des sensiblen Zulassungsprozesses rügte. Seitens des KCUE hieß es, man arbeite gemeinsam mit dem Ministerium an strukturellen Verbesserungen sowie an der Stabilität der Notfallverfahren, um vergleichbare Vorfälle in der Zukunft zu vermeiden.
Universitäten, die während der Fristverlängerung bereits Wettbewerbsquoten veröffentlicht hatten, sollen zudem einer gesonderten Prüfung hinsichtlich neuer Bewerber unterzogen werden.

