BGH-Urteil: Kündigungsfallen bei O2 und Co. werden illegal

BGH stärkt Verbraucherrechte bei Online-Kündigungen. O2 baut 5G-Netz massiv aus und erreicht Platz zwei im Test.

Gleichzeitig baut O2 sein 5G-Netz massiv aus und lockt mit neuen Hardware-Angeboten.

Strengere Regeln für Kündigungsfallen

Ein wegweisendes Urteil des BGH vom 16. Juli 2026 schützt Verbraucher künftig vor unseriösen Ablenkungsmanövern bei Online-Kündigungen. Das Gericht entschied: Klickt ein Kunde auf den Kündigungsbutton, darf die folgende Seite nur noch die notwendigen Schritte zur Vertragsbeendigung enthalten.

Verboten sind damit sogenannte „Abwürgetaktiken“ – etwa das Einblenden von Alternativangeboten oder Vertragspausen direkt nach der Kündigungsabsicht. Zwar ging es im konkreten Fall um einen Fitnessvertrag, die Entscheidung gilt aber für alle Online-Verträge, also auch für Mobilfunk- und Streamingdienste. Für O2-Kunden bedeutet das: Wer seinen Vertrag kündigen oder die Rufnummer mitnehmen will, kommt künftig schneller ans Ziel – ohne lästige Rückholangebote während des technischen Kündigungsprozesses.

Neue Hardware-Angebote mit dicken Datenpaketen

Erst am Wochenende sind mehrere attraktive O2-Bundles auf den Markt gekommen, die High-End-Hardware mit üppigen Datentarifen kombinieren. Ein besonders interessantes Paket: das iPhone 17 Pro (256GB) in Kombination mit einer 70-GB-Allnet-Flat – inklusive Rufnummernmitnahme.

Noch einen drauf setzt O2 mit einem ungewöhnlichen Bundle: Der Xiaomi E-Scooter 6 Ultra (75 km Reichweite, 20 km/h Spitze) kommt zusammen mit einem 150-GB-5G-Tarif, dessen Datenvolumen jährlich um 10 GB steigt. Auch Netzpartner wie Mega Sim bieten auf der O2-Infrastruktur starke Rabatte auf 5G-Tarife – teilweise mit bis zu 300 GB Datenvolumen und kostenloser Portierung.

Netzausbau: O2 auf Platz zwei

Die technische Basis für diese Angebote stimmt. Laut aktuellen Branchentests vom 19. Juli 2026 erreicht O2 (Telefónica Deutschland) 937 von 1.000 Punkten – die Note „sehr gut“ und Platz zwei im nationalen Ranking.

Anzeige

Banking, WhatsApp oder Online-Shopping – auf keinem Gerät speichern wir so viele sensible Daten wie auf dem Smartphone. Dieser kostenlose Ratgeber zeigt Android-Nutzern, wie sie ihr Gerät mit 5 einfachen Schritten effektiv vor Hackern und Datenmissbrauch schützen. 5 sofort umsetzbare Schutzmaßnahmen entdecken

Das Unternehmen hat im ersten Halbjahr 2026 rund 4.500 Ausbauprojekte abgeschlossen – ein Plus von 25 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Mit über 29.000 Standorten erreicht die 5G-Abdeckung inzwischen 99 Prozent der Bevölkerung. Zum Vergleich: Die Deutsche Telekom liegt in ähnlichen Tests meist knapp vorn, doch O2 holt massiv auf.

Auch in Großbritannien tut sich etwas: Virgin Media O2 hat kürzlich 5G+-Dienste in Oxfordshire aktiviert – rund 450.000 Einwohner profitieren davon.

Sicherheitswarnung und Schutz vor Betrug

Virgin Media O2 warnte am 19. Juli vor einer Zunahme von Betrugsversuchen. Demnach wurden in den vergangenen drei Monaten 18 Millionen Erwachsene in Großbritannien Ziel von Phishing-Attacken. Der Anbieter ruft dazu auf, verdächtige Nachrichten per Kurzcode zu melden.

Für Android-Nutzer gibt es ebenfalls eine wichtige Sicherheitsmeldung: In Android 16 wurde eine Schwachstelle in der Gemini-KI entdeckt. Sie ermöglicht das Versenden von Nachrichten vom gesperrten Bildschirm aus – ohne PIN-Eingabe. Google hat einen Fix für diese Woche angekündigt.

Anzeige

Ein veraltetes Smartphone oder unbemerkte Sicherheitslücken sind wie eine offene Haustür für Cyberkriminelle. Erfahren Sie in diesem kostenlosen Report, wie Sie durch die richtigen Updates und Einstellungen Ihr Gerät dauerhaft gegen Malware und Spionage absichern. Kostenlosen Android-Sicherheitsratgeber herunterladen

Engagement für die Musikszene

Abseits von Technik und Tarifen engagiert sich die O2-World in London: Eine neue Dreijahres-Partnerschaft mit dem Music Venue Trust unterstützt kleine Musikclubs. Jedes Mal, wenn ein neuer Künstler zum ersten Mal in der Arena headlinet, fließt eine Spende. Allein in diesem Jahr gab es bereits über 50 solche Debüt-Acts – ein starkes Signal für die Nachwuchsförderung.