Bildgenerierung: 55% schneller auf Apple Silicon mit Metal

Quelloffene Kreativ-Tools ersetzen zunehmend Adobe-Suiten. Blendkit erweitert auf neue Plattformen, während ein Fork Stable Diffusion auf Apple-Chips deutlich beschleunigt.

In der Mitte des Monats August 2026 hat die Open-Source-Community verstärkt neue Leitfäden und Software-Veröffentlichungen vorgelegt, welche quelloffene Lösungen als vollwertigen Ersatz für abonnementbasierte Kreativ-Suiten positionieren. Branchenberichte identifizierten dabei insgesamt neun spezialisierte Werkzeuge, die als Alternativen für etablierte Adobe-Produkte dienen können.

Dazu zählen unter anderem Paint.NET, Darktable, SVG-Edit, Scribus, OmniTools, Penpot, OpenShot, Audacity sowie Synfig. Ein vergleichbarer Ersatz für die Compositing-Software After Effects wird in den aktuellen Veröffentlichungen hingegen noch als fehlend markiert.

Erweiterungen im Bereich 3D-Design und Asset-Management

Parallel zur allgemeinen Übersicht der Kreativwerkzeuge wurden signifikante Fortschritte bei spezialisierten Plugins verzeichnet. Das Projekt Blendkit, welches vormals unter dem Namen BlenderKit bekannt war, weitete sein Angebot Mitte August auf die Plattformen Maya, Rhino 8 und die Godot Engine aus, für die nun Alpha-Plugins zur Verfügung stehen. Die Plattform bietet in ihrer kostenfreien Stufe Zugriff auf 22.874 Modelle, 37.273 Materialien sowie 4.906 HDRIs und 1.260 Pinsel.

Für professionelle Anwender stehen in einem kostenpflichtigen Modell insgesamt 80.056 Modelle bereit. Die Preisstruktur sieht für den sogenannten Full-Plan 9,90 US-Dollar pro Monat vor, während für die Business-Variante 29 US-Dollar monatlich veranschlagt werden.

Das Projekt betonte, dass 75 % der Einnahmen direkt an die Ersteller der Inhalte ausgeschüttet werden. Zeitgleich veröffentlichte Autodesk das browserbasierte Flow Studio, das einen 3D-Editor für das Szenen-Staging und ein Canvas für generative 2D-Kompositionen umfasst, in der ersten Version jedoch noch Einschränkungen beim Asset-Re-Import aufweist.

Performance-Schub für generative KI auf Apple-Hardware

Ein technischer Durchbruch wurde für Anwender von Apple Silicon gemeldet. Ein von Derek Anderson entwickelter Fork namens „stable-diffusion-webui-metal“ ermöglicht erhebliche Geschwindigkeitsvorteile bei der Bildgenerierung.

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Tests zeigten, dass die Generierung eines Bildes der Größe 512×512 Pixel mit Stable Diffusion 1.5 auf einem M3 Pro von zuvor 8 bis 10 Sekunden auf 3 bis 7 Sekunden verkürzt werden konnte, was einer Beschleunigung von rund 55 % entspricht.

Beim M1 Mac mini sank die Rechenzeit von 12,8 Sekunden auf 8,7 Sekunden, eine Steigerung um etwa 32 %. Die Software nutzt handgeschriebene Metal-Kernel und bleibt dabei kompatibel mit bestehenden Checkpoints und Erweiterungen.

Ergänzend dazu wurde die Version 0.3.1 des Werkzeugs „watermarks-remover“ veröffentlicht, das darauf spezialisiert ist, statistische oder in Metadaten verborgene KI-Wasserzeichen von Anbietern wie OpenAI, Gemini oder Claude aus Dateien zu entfernen.

Modernisierung von Entwicklungsumgebungen und KI-Workflows

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Auch im Bereich der Software-Entwicklung und Benutzeroberflächen gab es weitreichende Aktualisierungen. Das Paseo-Projekt veröffentlichte die Version 0.4.0-beta.1, in der Funktionen wie „paseo chat“ entfernt und durch Host-weite Agent-Profile sowie neue Diagnose-Tools für Provider ersetzt wurden.

Der Editor Zed wurde auf Version 1.15.0 aktualisiert und bietet nun unter anderem Drag-and-Drop-Funktionalitäten für macOS und Linux Wayland sowie neue Einstellungen für Git-Abgleiche.

Vercel Labs präsentierte zudem mit „json-render“ ein Framework für generative Benutzeroberflächen unter der Apache-2.0-Lizenz. Das System, das bereits 15.902 Stars auf GitHub verzeichnet, erlaubt die KI-gestützte Erstellung von UIs basierend auf definierten Komponenten und unterstützt zahlreiche Frameworks von React bis hin zu 3D-Umgebungen.

Für die Orchestrierung komplexer Generativmodelle stellte fal einen neuen Agenten vor, der auf einer Plattform mit 2,5 Millionen Entwicklern aufbaut und Konsistenz über verschiedene Medienformate hinweg gewährleisten soll. Zudem ermöglicht der Dienst Revdoku nun das kostenlose Hosting für KI-Agenten, wobei statische Seiten direkt per Tool-Aufruf veröffentlicht werden können.