Bilt Rewards startet mit „Bilt 2.0“ eine Offensive auf dem hart umkämpften Kreditkartenmarkt. Das Fintech-Unternehmen erweitert sein Programm um drei neue Karten und ermöglicht erstmals weltweit, Punkte für Hypothekenzahlungen zu sammeln. Damit zielt der einstige Mietprämien-Spezialist nun auf Millionen Eigenheimbesitzer.
Die strategische Neuausrichtung markiert einen Wendepunkt für das Unternehmen. Bilt wandelt sich von einer Nischenlösung für Mieter zu einer umfassenden Plattform für Wohnkosten-Prämien. Gleichzeitig vollzieht es den technischen Wechsel vom bisherigen Herausgeber Wells Fargo zur Fintech-Plattform Cardless. Die alten Karten wurden eingestellt, der Übergang für Bestandskunden soll digital nahtlos verlaufen.
Revolution auf dem Kreditkartenmarkt: Prämien für die Hypothek
Der Kern der Neuheit ist ein branchenweites Novum. Inhaber einer der drei neuen Bilt-Karten können ab sofort Prämienpunkte für ihre monatliche Hypothekenzahlung sammeln – unabhängig vom Kreditgeber. Diese Funktion eröffnet dem Unternehmen Zugang zu einem riesigen, bisher unerschlossenen Ausgabensegment.
„Bilt hat hier eine echte Marktlücke besetzt“, kommentiert ein Branchenanalyst. Bisher war es praktisch unmöglich, Kreditkarten-Prämien für Hypotheken zu erhalten. Die Technologie dahinter nutzt die bestehende BiltProtect-Funktion: Die Hypothekenrate wird direkt vom verknüpften Bankkonto abgebucht, um die Kreditlinie nicht zu belasten.
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Drei Karten, zwei Belohnungssysteme: So funktioniert Bilt 2.0
Statt einer Einheitskarte bietet Bilt nun ein dreistufiges Portfolio an. Es reicht von einer kartengebührenfreien Basis-Variante über eine Mittelklassekarte (ca. 95 Euro Jahresgebühr) bis zu einer Premium-Karte für 495 Euro mit erweiterten Vorteilen.
Auch das Belohnungssystem wurde komplett überarbeitet. Kunden können zwischen zwei Modellen wählen:
1. Ein gestaffeltes System, bei dem die Punkte für Miete oder Hypothek von der Höhe der sonstigen Monatsausgaben abhängen.
2. Eine neue Währung namens „Bilt Cash“ für Alltagseinkäufe, die dann in Punkte für Wohnkosten umgewandelt werden kann.
Diese Dual-Strategie soll ein nachhaltigeres Geschäftsmodell schaffen, während die kernattraktive, gebührenfreie Belohnung für Wohnkosten erhalten bleibt.
Nahtlose Migration und neue Technologie-Partnerschaft
Ein Fokus lag auf der reibungslosen Migration der bestehenden Kunden. Sie konnten ohne neue Bonitätsprüfung eine der drei Karten wählen. Die Kartennummern bleiben erhalten, um Änderungen bei Abonnements zu vermeiden. Digitale Wallet wie Apple Pay aktualisieren sich automatisch. Kunden, die keine Wahl trafen, erhalten standardmäßig eine Wells Fargo Autograph Card.
Technologisch stützt sich Bilt nun auf eine Partnerschaft mit Cardless. Diese Plattform stellt die digitale Infrastruktur für eine vollständig in die Bilt-App eingebettete Nutzererfahrung bereit – von der Aktivierung bis zum Zahlungsmanagement. Diese Basis ist entscheidend für den Umgang mit dem komplexeren Prämienprogramm.
Strategischer Pivot: Vom Mieter-Spezialisten zum Alltags-Begleiter
Mit Bilt 2.0 vollzieht das Unternehmen einen strategischen Schwenk hin zu langfristiger Monetarisierung. Nach der Eroberung einer großen Mieter-Community baut Bilt nun ein traditionelleres Kreditkartengeschäft auf, das auf Alltagsausgaben zentriert ist. Die Hypotheken-Prämie bringt es dabei direkt in Konkurrenz zu etablierten Premium-Kartenanbietern.
Das komplexere Prämienmodell erfordert zwar mehr Engagement der Kunden, um den maximalen Wert zu erzielen. Der einzigartige Vorteil, für die größte Haushaltsausgabe wertvolle, übertragbare Punkte zu sammeln, bleibt jedoch ein starkes Lockmittel. Der Erfolg wird nun davon abhängen, ob Bilt Mieter und Eigenheimbesitzer überzeugen kann, dass seine Plattform der lohnendste Weg für ihr gesamtes finanzielles Leben ist.





