Seit dem Nachmittag des 3. Juli 2026 sind die institutionellen Gruppenlaufwerke beeinträchtigt – und das ist nur das jüngste Problem in einer ganzen Reihe von Ausfällen.
Eine Kette von Störungen
Die aktuelle Panne begann am 3. Juli um 14:12 Uhr. Doch die Liste der Einschränkungen ist lang: Bereits seit dem 24. Juni 2026 meldet die Universität Probleme beim Zugriff über das Data Gateway. Noch länger – seit dem 9. Juni – stockt die Synchronisation zwischen OneNote und SharePoint.
Besonders hartnäckig zeigt sich der Ausfall der SMB-Laufwerke, der bereits auf den 3. Juni zurückgeht. Und auch der Outlook Web Access (OWA)-Kalender ist seit dem 18. Mai nur eingeschränkt nutzbar. Die Universität hat reagiert und mehrere Wartungsfenster angesetzt: Am 7. Juli steht die Backup-Infrastruktur auf dem Plan, einen Tag später folgen Updates für den Ceph Samba Server und das VPN-Gateway.
Ab dem 15. Juli wird der SharePoint-Zugriff zudem ausschließlich auf das interne Netz der TU Dresden beschränkt – ein Schritt, der die Sicherheit erhöhen, aber auch den Arbeitsalltag vieler Mitarbeiter verändern dürfte.
Bayern und Darmstadt: IT-Chaos auf breiter Front
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Doch die TU Dresden steht mit ihren Problemen nicht allein. In Bayern legte ein Netzwerkkonfigurationsfehler in einem staatlichen Rechenzentrum am 2. Juli die Telefon- und E-Mail-Dienste der Justiz lahm. Erst nach Mitternacht am 3. Juli liefen die Systeme wieder. Der Bayerische Richterverband fordert nun robustere, redundante Systeme, um künftige Verzögerungen im elektronischen Rechtsverkehr zu verhindern.
Auch Darmstadt hatte zu kämpfen: Das E-Mail-System der Stadt war seit dem 29. Juni ausgefallen und kehrte erst am 2. Juli in einen stabilen Zustand zurück. Oberbürgermeister Benz ordnete daraufhin eine Modernisierung der IT-Infrastruktur an – inklusive einer Taskforce und der geplanten Umstellung auf Microsoft 365.
Wenn die Cloud versagt: Alarmierende Bitkom-Studie
Die Häufung der Ausfälle kommt nicht überraschend – sie spiegelt eine wachsende Abhängigkeit wider, die zur Gefahr werden kann. Eine am 3. Juli veröffentlichte Bitkom-Studie zeigt: 46 Prozent der deutschen Unternehmen stünden bei einem Cloud-Ausfall vor einem kompletten Betriebsstillstand. Bei neun Prozent würde die Produktion sofort zum Erliegen kommen.
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Im Schnitt überleben deutsche Firmen nur 78 Stunden ohne Cloud-Dienste, bevor der Geschäftsbetrieb unmöglich wird. Immerhin: 82 Prozent der befragten Unternehmen haben Notfallpläne, 75 Prozent sichern ihre Daten außerhalb der primären Cloud-Umgebung. Doch 28 Prozent der Firmen berichten von mindestens einem schwerwiegenden Cloud-Ausfall im vergangenen Jahr.
Die aktuellen Wartungsarbeiten an der TU Dresden und die geplanten Modernisierungen in Bayern und Darmstadt sind daher mehr als bloße Reparaturen – sie sind überfällige Investitionen in die digitale Zukunft.

