Blackmagic Camera 3.4: Apple Watch steuert Kamera vom Handgelenk

Blackmagic Design rüstet seine kostenlose Kamera-App mit Apple-Watch- und Wear-OS-Steuerung sowie einer REST-API für professionelle Setups auf.

Die App-Update-Welle für Filmemacher rollt: Blackmagic Design erweitert die Fernsteuerung seiner kostenlosen Kamera-App für iOS und Android massiv – und bringt die Kontrolle direkt ans Handgelenk.

Seit dem 23. Juli 2026 steht Version 3.4 der Blackmagic Camera-App in den App Stores bereit. Das Update richtet sich vor allem an Filmemacher, die ihre Produktionen flexibler steuern wollen. Herzstück der Neuerung ist eine spezielle Begleit-App für die Apple Watch. Damit lassen sich Kameraeinstellungen und Aufnahmeauslöser direkt vom Handgelenk aus bedienen. Wer hätte gedacht, dass die Zukunft der Filmproduktion so nah am Puls liegt?

Wear OS und REST-API: Android holt auf

Doch Apple-Nutzer sind nicht die Einzigen, die profitieren. Mit Version 3.4 führt Blackmagic Design erstmals offizielle Unterstützung für Wear OS ein. Besitzer entsprechender Android-Smartwatches erhalten damit ähnliche Fernsteuerungsfunktionen wie ihre Kollegen im Apple-Universum. Die Apple-Watch-Version wurde zudem um eine spezielle Complication erweitert, die einen blitzschnellen Zugriff auf die App ermöglicht.

Noch spannender für ambitionierte Produktionen: Die Einführung einer REST-API. Diese Schnittstelle erlaubt maßgeschneiderte Fernsteuerungslösungen – ein echter Gewinn für komplexe Setups mit mehreren Kameras. Ein Remote Camera Manager und ein Proxy Clip Manager runden das Paket ab und erleichtern die Datenverwaltung während Dreharbeiten erheblich.

Speziell für die iPhone-17-Reihe hat Blackmagic zudem eine Frontkamera-Korrektur implementiert. Die App bleibt selbstverständlich kostenlos.

Pearla Verana IV: 14-Bit-RAW direkt vom iPhone

Parallel zur Blackmagic-App hat sich auch das Drittanbieter-Ökosystem weiterentwickelt. Am selben Tag wurde die Pearla Verana IV vorgestellt. Diese Software ermöglicht erstmals interne 14-Bit-RAW-Aufnahmen – sowohl für Fotos als auch für Videos – auf iPhones mit bis zu 25 Bildern pro Sekunde. Die Funktionen umfassen Voraufnahme, Verschlusspriorität und einen Intervallometer.

Für Nutzer der günstigeren Pearla Joya-Version ist ein Abo-Modell geplant. Der Dienst soll ab August für umgerechnet rund 23 Euro pro Jahr starten.

Hollyland Pyro 5 und OPPO Bubble: Neue Hardware fürs Monitoring

Auch die Hardware-Hersteller mischen kräftig mit. Hollyland brachte am 22. Juli das Pyro 5 4K auf den Markt – ein drahtloses Übertragungssystem für rund 410 Euro. Es unterstützt End-to-End-4K30-Übertragung und bietet direkte Kamerasteuerung für Modelle von Sony, Canon und Nikon.

In Australien sorgt derweil der OPPO Bubble für Aufsehen: Ein magnetischer Remote-Sucher und Auslöser für die Reno16-Serie, der auf bis zu zehn Meter Entfernung funktioniert. Ein klares Zeichen, dass die Grenzen zwischen Smartphone-Fotografie und professionellem Equipment zunehmend verschwimmen.

DaVinci Resolve 21.0.3: Der Workflow wird rund

Die Updates beschränken sich nicht auf mobile Geräte. Ebenfalls am 23. Juli veröffentlichte Blackmagic Design DaVinci Resolve 21.0.3. Das Desktop-Update verbessert die Verarbeitung von Zeilensprungmaterial und behebt Dekodierungsprobleme mit Sony BURANO X-OCN-Aufnahmen. Das Ergebnis: Ein nahtloser Workflow vom mobilen Set bis zur finalen Farbkorrektur.

Sony FX5 und Adobe Project Indigo: Der Rest des Ökosystems

Im professionellen Hardware-Segment kündigte Sony Electronics am 22. Juli die FX5 Cinema Line an. Die Vollformatkamera verfügt über einen neu entwickelten gestapelten CMOS-Sensor mit über 15 Blendenstufen Dynamikumfang und interner X-OCN-RAW-Aufzeichnung. Der Preis liegt bei rund 4.500 Euro, die Auslieferung soll Mitte August beginnen.

Und auch Adobe mischt mit: Project Indigo wurde auf Version 1.1 aktualisiert. Die App enthält nun einen „AI Playground“ mit cloudbasierter Objektentfernung und Hintergrundunschärfe. Die Funktionen werden zunächst einem begrenzten Nutzerkreis für eine Testphase zur Verfügung gestellt. Die Botschaft ist klar: Künstliche Intelligenz hält Einzug in die mobile Bildbearbeitung – und das Tempo gibt niemand freiwillig vor.