Blackmagic Design 3.4: Apple Watch und Wear OS als Kamera-Controller

Blackmagic Design erweitert seine Kamera-App um Wearable-Steuerung, REST-API und verbessertes Medienmanagement für professionelle Workflows.

Die mobile Film-App erweitert ihre Fernsteuerungsmöglichkeiten und optimiert das Medienmanagement für professionelle Workflows.

Blackmagic Design hat am Dienstag und Mittwoch dieser Woche Version 3.4 seiner professionellen Kamera-App für iOS und Android veröffentlicht. Das Update bringt eine erweiterte Steuerung per Smartwatch sowie verfeinerte Werkzeuge für die Medienverwaltung – ein Schritt, der die mobile Filmproduktion weiter professionalisiert.

Wearable-Integration und Fernsteuerung

Die iOS-Version erweitert die Funktionen der Apple Watch als Peripherie-Controller deutlich. Nutzer können nun Kameraeinstellungen direkt über das Zifferblatt aufrufen und eine spezielle Komplikation nutzen. Auf Android-Seite hält mit dem Update die Unterstützung für Wear OS Einzug – eine Angleichung an die plattformübergreifende Integration, die Apple bereits bietet.

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Für professionelle Arbeitsabläufe führen beide Plattformen eine REST-API zur Fernsteuerung sowie einen Remote Camera Manager ein. Diese Werkzeuge ermöglichen die Bedienung in Multi-Kamera-Setups oder wenn das Smartphone an schwer zugänglichen Stellen montiert ist. Die Android-Version unterstützt zudem jetzt 4K-HDMI-Ausgabe mit Ton, während iOS eine Zuordnung für Fokus- und Zoom-Befehle hinzufügt – Filmemacher können damit physische Hardware-Regler mit ihren Mobilgeräten nutzen.

Verbessertes Medienmanagement

Die neue Version führt einen Proxy-Clip-Manager ein, der mit leichteren Dateien für schnellere Schnitt-Workflows arbeitet. Unter iOS können Nutzer Proxys löschen und erhalten separate Einstellungen für Live-Streaming. Technische Korrekturen beheben spezifische Hardware-Probleme, darunter eine Frontkamera-Korrektur für das iPhone 17 sowie Fehler bei Peak-Indikatoren, Off-Speed-Steuerung und Stereo-Audio-Invertierung.

Das Android-Update bringt plattformspezifische Verbesserungen wie eine Aufnahme-Pause-Funktion und PCM-Audio-Optionen. Es optimiert zudem die Handhabung von Look-Up-Tables (LUTs) und bietet Fernsteuerung für das URSA Cine Immersive System. Die App bleibt auf beiden Plattformen kostenlos erhältlich und verwandelt Standard-Smartphones in leistungsfähige Filmkameras mit manuellen Steuerungsmöglichkeiten und professionellen Codecs.

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Mobile Filmlandschaft im Wandel

Die Veröffentlichung fällt mit dem Start von iOS 27 Developer Beta 4 und der zweiten öffentlichen Beta zusammen. Apples neuestes Betriebssystem enthält Funktionen für mobile Kreative, darunter einen neuen Schalter für „Zoom Photos to Fill“, Unterstützung für ProRes-Log-Formate und erweiterte Siri-KI-Steuerung mit individuellen Sprachakzenten auf den High-End-Modellen iPhone 17 Pro und Pro Max.

Auch Drittanbieter haben diese Woche hochwertige Bildfunktionen eingeführt. Die ehemals als Pearla bekannte Anwendung wurde zu Pearla Verana IV umbenannt und bietet eine interne 14-Bit-RAW-Foto- und Videoaufnahme für das iPhone – eine Premiere. Das Update enthält einen Verschlussprioritätsmodus, Intervallometer sowie Unterstützung für Apple Log 2 und verschiedene Drohnen-Log-Formate.

Parallel dazu aktualisierte Moment seine Pro Camera II App mit sogenannten „Action Plates“ – austauschbaren Steuerungslayouts, die verschiedene Oberflächenstile imitieren und eine individuelle Anpassung der manuellen Bedienung erlauben. Bereits auf der NAB 2026 wurde die Video-Assist-iPad-App um eine Metadaten-Extraktion für High-End-Kameras von RED und Sony erweitert – ein weiteres Zeichen für die zunehmende Verschmelzung mobiler Anwendungen mit professioneller Kinotechnik.