Das Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS) hat eine neue Richtlinie zur Förderung digitaler Technologien veröffentlicht. Zeitgleich wurde in München ein neuer digitaler Präventionspool für den Freistaat Bayern vorgestellt, der den Zugang zu Gesundheits- und Vorsorgeleistungen digital bündelt.
Beide Initiativen zielen darauf ab, den Transfer von technologischen Entwicklungen in die praktische Anwendung zu beschleunigen und digitale Angebote für Bürger und Unternehmen zugänglicher zu machen.
Strategische Förderung für Start-ups und den Mittelstand
Mitte September startete das BMDS das neue Förderprogramm mit dem Titel „Digital Tech-to-Product“ (DT2P). Dieses Programm richtet sich primär an Start-ups sowie kleine und mittlere Unternehmen (KMU).
Der Fokus liegt dabei auf der Unterstützung beim Übergang von der reinen Technologievalidierung hin zu marktfähigen, kommerziellen Produkten. Damit adressiert das Ministerium eine kritische Phase im Innovationszyklus, in der viele technologische Ansätze den Sprung in die wirtschaftliche Verwertung bisher nicht vollziehen konnten.
In einer ersten Antragsrunde hat das Ministerium klare thematische Schwerpunkte gesetzt. Gefördert werden Vorhaben in den Bereichen Künstliche Intelligenz (KI), Datenökosysteme sowie Cybersicherheit und Kryptografie. Ein weiterer Fokus liegt auf Entwicklungen im Bereich Cloud- und Edge-Technologien. Unternehmen, die in diesen Technologiefeldern tätig sind, können ihre Anträge bis zur Frist am 11.10. einreichen.
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Die finanzielle Ausstattung der einzelnen Projekte kann beachtlich ausfallen. Laut den Richtlinien des BMDS ist eine Förderung von bis zu 5 Mio. Euro pro Vorhaben möglich. Dabei werden technologische Entwicklungen bis zum Reifegrad TRL 8 (System bereit für den Einsatz) unterstützt.
Auch Machbarkeitsnachweise, sogenannte Proof of Concepts auf den Stufen TRL 4 bis 5, sind unter bestimmten Bedingungen in die Förderung eingeschlossen. Das Bewerbungsverfahren ist zweistufig konzipiert und wird über das Portal easy-Online abgewickelt.
Internationale Kooperation im Bereich Künstliche Intelligenz
Neben der nationalen Projektförderung intensiviert das BMDS auch die internationale Zusammenarbeit. Deutschland und Kanada stellen gemeinsam Mittel in Höhe von 300 Mio. CAD für das KI-Institut LawZero bereit.
Von dieser Gesamtsumme übernimmt die Bundesrepublik Deutschland einen Anteil von rund 100 Mio. Euro. Diese Kooperation unterstreicht das Bestreben, grenzüberschreitende Forschungs- und Entwicklungsstrukturen im Bereich der Künstlichen Intelligenz zu etablieren.
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Digitaler Präventionspool für Bayern gestartet
Parallel zu den Förderaktivitäten auf Bundesebene hat das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in München eine neue digitale Plattform präsentiert. Der digitale Präventionspool für Bayern soll als zentrale Anlaufstelle für Gesundheitsvorsorge dienen.
Zum Start der Plattform sind bereits über 400 verschiedene Angebote gelistet. Nutzer haben zudem Zugriff auf über 1.000 Möglichkeiten für Präventionsmaßnahmen direkt vor Ort.
Insgesamt beteiligen sich zum Startzeitpunkt über 200 Anbieter an der Plattform, die unter der Adresse praeventionspool.bayern.de erreichbar ist. Ministerin Judith Gerlach erklärte im Rahmen der Vorstellung, dass die Struktur der Plattform eine zielgerichtete Suche ermögliche.
Nutzer können die Angebote nach verschiedenen Themenfeldern, Altersgruppen oder spezifischen Lebenswelten filtern. Die Einführung dieses digitalen Werkzeugs erfolgt im Rahmen des Masterplans Prävention und dient konkret der Umsetzung des Strukturellen Ziels 02 dieser Strategie.
Mit diesen Maßnahmen treiben Bund und Länder die Digitalisierung in unterschiedlichen Sektoren voran – von der Unterstützung hochspezialisierter Technologieunternehmen bis hin zur Verbesserung der Gesundheitsvorsorge durch digitale Informationsportale.
Während das BMDS den Fokus auf die wirtschaftliche Verwertung technologischer Innovationen legt, konzentriert sich die bayerische initiative auf die digitale Vernetzung von Bürgern und Gesundheitsdienstleistern.

