BMO und Mastercard: Virtuelle Firmenkarten direkt in ERP-Systemen

BMO und Mastercard ermöglichen berechtigten Firmenkunden virtuelle Kartenzahlungen direkt in Geschäftssoftware und automatisieren den Abgleich.

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Die Bank of Montreal (BMO) und das Zahlungsnetzwerk Mastercard haben eine gemeinsame Initiative für eingebettete kommerzielle Zahlungen gestartet. Wie aus Unternehmensberichten hervorgeht, ermöglicht die Neuerung Firmenkunden die nahtlose Abwicklung von Transaktionen direkt aus ihren etablierten Geschäftsanwendungen heraus. Die Integration zielt darauf ab, manuelle Schnittstellen zwischen Finanzverwaltung und operativen Systemen zu verringern.

Direkte Kartenausstellung in ERP- und Beschaffungssystemen

Das neue Angebot richtet sich an berechtigte Unternehmenskunden mit Firmenkarten von BMO in Kanada und den Vereinigten Staaten. Über die Plattform können Nutzer virtuelle Zahlungskarten unmittelbar innerhalb teilnehmender Systeme für Unternehmensressourcenplanung (ERP), Beschaffung, Kreditorenbuchhaltung und Reisemanagement anfordern, freigeben, verwalten und abgleichen.

Technologisch setzt die Lösung auf die Schnittstelle Mastercard Commercial Express. Im Rahmen dieses Dienstes fungiert BMO als erster Mastercard-Herausgeber auf dem kanadischen Markt, der Unternehmen einen solchen integrierten Workflow zur Verfügung stellt.

Durch die Verlagerung des Prozesses in bestehende Fachanwendungen entfällt für Finanzteams der Schritt, Kartendaten manuell zwischen verschiedenen Portalen zu übertragen oder Ausgaben nachträglich aufwendig mit Rechnungsbelegen zu synchronisieren.

Hohe Nachfrage nach eingebetteten Finanzfunktionen

Der Schritt der beiden Finanzinstitute trifft auf eine wachsende Bereitschaft in der Wirtschaft, Zahlungsvorgänge enger mit operativer Software zu verzahnen.

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Die Integration virtueller Firmenkarten in ERP-, Beschaffungs- und Kreditorensysteme zeigt, wohin der B2B-Zahlungsverkehr läuft: weg vom Portalwechsel, hin zum direkten Abgleich in der Fachanwendung. Wer seinen Monatsabschluss heute noch manuell zusammenführt, verliert Zeit gegen Anbieter, die bereits eingebettet abrechnen. Unser kostenloser Report zeigt, welche Hebel CFOs zuerst ziehen. Strategie-Report jetzt kostenlos anfordern

Nach Erhebungen von PYMNTS Intelligence beabsichtigen rund 80 Prozent der kleinen und mittelgroßen Unternehmen, ihre Kapazitäten im Bereich Embedded Finance innerhalb der nächsten zwölf Monate zu erweitern. Unter den Großunternehmen verfolgen laut den Daten 63 Prozent entsprechende Ausbaupläne.

Automatisierte Bezahlvorgänge gelten dabei vor allem als Hebel, um administrative Kosten zu senken und Freigabeprozesse in der Kreditorenbuchhaltung zu beschleunigen. Der direkte Abgleich von Transaktionsdaten in den Buchhaltungssystemen reduziert Fehlerquellen und minimiert den Zeitaufwand für die Monatsabschlüsse.

Dynamik im Markt für kommerzielle Zahlungen

Die Initiative fügt sich in einen tiefgreifenden Wandel bei B2B-Zahlungsströmen ein. Einer gemeinsamen Untersuchung von Mastercard und Bain & Company zufolge, für die über 1.000 Entscheidungsträger in elf Märkten befragt wurden, prognostizieren Analysten ein deutliches Wachstum: Das globale Volumen im grenzüberschreitenden B2B-Zahlungsverkehr soll von 31,7 Billionen US-Dollar im Jahr 2024 auf 47,8 Billionen US-Dollar im Jahr 2032 ansteigen, was einem Zuwachs von 51 Prozent entspricht.

Gleichzeitig steigt der Druck auf traditionelle Finanzinstitute, ihre digitalen Angebote weiterzuentwickeln. Laut der Erhebung erwarten 91 Prozent der international aktiven kleinen und mittelgroßen Unternehmen, ihren Zahlungsanbieter innerhalb von zwei Jahren zu wechseln.

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91 Prozent der international aktiven KMU wollen ihren Zahlungsanbieter innerhalb von zwei Jahren wechseln — und Fintechs sollen bis 2028 auf 48 Prozent Marktanteil kommen. Wer als Bank oder Mittelständler auf manuelle Kartenabgleiche setzt, verliert Vertrauens- und Tempo-Vorteile an schnellere Workflows. Der Report ordnet ein, welche Schutz- und Automatisierungsschritte jetzt Priorität haben. Vergleichs-Analyse jetzt sichern

Während Banken im Jahr 2025 noch 42 Prozent dieses Marktes hielten und Fintechs auf 30 Prozent kamen, prognostiziert die Untersuchung für das Jahr 2028 eine Verschiebung auf 48 Prozent Marktanteil für Fintech-Anbieter und 28 Prozent für Banken.

Zu den wichtigsten Entscheidungskriterien zählen Unternehmen Vertrauen mit 35 Prozent und Transaktionsgeschwindigkeit mit 34 Prozent. Die Verknüpfung von Bankdienstleistungen mit etablierter Unternehmenssoftware stellt für Institute wie BMO daher einen wichtigen Baustein dar, um Geschäftsbeziehungen langfristig abzusichern.