BMW integriert erstmals einen KI-gestützten Fahrzeugkonfigurator direkt in OpenAIs ChatGPT. Kunden können künftig per Chat oder Sprache ihr Wunschauto zusammenstellen.
München, 17. Juli 2026 – Der bayerische Autobauer wagt einen neuen Schritt im digitalen Vertrieb. Ab sofort steht ein spezielles Plugin für ChatGPT bereit, mit dem sich aktuelle BMW-Modelle durch natürliche Sprachdialoge konfigurieren lassen. Die Anwendung läuft sowohl auf dem Smartphone als auch am Desktop-Computer.
KI-Assistent statt Klickstrecke
Das Prinzip ist simpel: Statt durch endlose Menüs zu klicken, beschreiben Kunden einfach ihre Wünsche – etwa nach viel Platz, einem bestimmten Antrieb oder dem geplanten Einsatzzweck. Das Plugin greift auf die offiziellen Konfigurationsdaten von BMW zurück und schlägt passende Modelle samt Ausstattung vor.
Der Hersteller betont, dass das System eine breite Palette an Kriterien berücksichtigt: Bodenfreiheit, laufende Kosten, Fahrdynamik, Farbwünsche oder Allradanforderungen. Wer einen Vorschlag erhalten hat, kann die Konfiguration direkt im klassischen BMW-Konfigurator öffnen, um Details zu verfeinern oder verfügbare Fahrzeuge zu prüfen. Das Tool ist über das Plugins-Menü auf der ChatGPT-Website erreichbar.
BMW ist damit der erste Autohersteller, der eine digitale Fahrzeugberatung direkt über die OpenAI-Plattform anbietet. Branchenbeobachter merkten an, dass das Plugin im Vergleich zum direkten Konfigurator zusätzliche Schritte erfordere. Das Unternehmen hält dagegen: Die Bedienung per Sprach-KI mache die Navigation durch die komplexe Modellpalette deutlich einfacher.
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Satelliten-Telefonat aus dem Auto
Nur einen Tag vor der Plugin-Vorstellung gelang BMW ein weiterer technischer Coup. Gemeinsam mit dem Satellitenbetreiber Viasat wurde das erste Satelliten-Telefonat aus einem Fahrzeug heraus geführt – direkt in die Fahrzeugplattform integriert.
Die Technik dahinter: Eine Hardware-Kombination aus dem Qualcomm Snapdragon Auto 5G Modem-RF Gen 2 und einem KI-Sprachcodec des Fraunhofer-Instituts IIS. Das Gespräch lief über Viasats L-Band-Satellitennetzwerk mittels NB-IoT-Protokoll. Zukünftige BMW-Modelle könnten Satellitenkonnektivität serienmäßig erhalten – einen konkreten Produktionstermin gibt es jedoch noch nicht.
Regionale Offensive und klare Elektro-Strategie
Parallel zu den digitalen Neuerungen startete BMW Group Malaysia eine Veranstaltungsreihe mit mehreren Hochleistungsmodellen. Im Mittelpunkt: der neue M2 CS – laut Hersteller die stärkste und leichteste Version des Kompaktsportlers – sowie der erste M3 Touring Competition M xDrive für den malaysischen Markt.
BMW M-Chef Frank van Meel nutzte die Gelegenheit für strategische Aussagen zur Elektro-Zukunft. Künftige Elektro-M3-Modelle würden nicht auf extreme PS-Zahlen jenseits der 1.000-PS-Marke setzen, erklärte van Meel. Stattdessen liege der Fokus auf Rennstrecken-Tauglichkeit und Kontrollierbarkeit. Das Ziel: Elektro-Sportwagen, die sowohl Rundenzeiten als auch den Alltag meistern – ohne dass rohe Leistung über die Alltagstauglichkeit siegt.
Während KI-Innovationen den Komfort steigern, entstehen durch die Vernetzung auch neue Sicherheitsrisiken für Unternehmen. Erfahren Sie in diesem kostenlosen Report, welche rechtlichen Pflichten und Bedrohungen Unternehmer jetzt im Zuge neuer KI-Gesetze kennen müssen. Neue KI-Gesetze, neue Cyberrisiken: Was kommt wirklich auf Ihr Unternehmen zu?
Der Trend zu KI-Assistenten im Auto-Sektor gewinnt branchenweit an Fahrt. Erst am Vortag hatten Honda und Acura die Integration des Google-Gemini-KI-Assistenten in mehrere Modelle angekündigt – für Reiseplanung und Nachrichtenzusammenfassungen per Sprachbefehl.

