Für Mac-Nutzer mit Notch-Display steht eine neue Testversion der beliebten Anpassungssoftware Boring Notch bereit. Die Release Candidate 2.8-rc.0 erweitert die Software um zahlreiche Funktionen rund um Medienwiedergabe, Benachrichtigungen und Akkuanzeige, wie ein Bericht schildert.
Kompakter Musikplayer und neue Anzeigen
Im Zentrum der neuen Version steht ein kompakter Musikplayer, der direkt im Notch-Bereich integriert ist. Ergänzend dazu bringt die Aktualisierung eine Restlaufzeit- sowie eine Wellenformanzeige mit, die auf Systemen ab macOS 14.2 lauffähig sind. Nutzer können zudem die Audioquelle direkt auswählen. Auch der Kalender erhält ein Update: Eine Wochenansicht soll den Überblick über Termine erleichtern.
Für den Arbeitsalltag mit Videokonferenzen bringt die Release Candidate Startlinks für gängige Dienste mit. Unterstützt werden demnach Google Meet, Zoom, Microsoft Teams, Webex, Whereby und Jitsi. Damit lassen sich Meetings künftig direkt aus der Notch-Oberfläche heraus starten, ohne den jeweiligen Videokonferenz-Client separat öffnen zu müssen.
Benachrichtigungen und Akkustatus im Blick
Eine weitere Neuerung betrifft die Benachrichtigungsverwaltung: Ein optionales Notification Mirroring lässt sich für alle oder für ausgewählte Apps aktivieren. Eingehende Mitteilungen werden dabei gereiht dargestellt und können durchgeblättert werden, sodass Nutzer mehrere Benachrichtigungen nacheinander einsehen können, ohne das Notch-Menü zu verlassen.
Auch das Akku-Menü wurde überarbeitet. Es zeigt künftig die Wattzahl des angeschlossenen Netzteils sowie eine geschätzte Entladezeit an – Informationen, die bislang nicht in dieser Form verfügbar waren.
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Weitere Anpassungen und Kanäle
Neben den größeren Neuerungen bringt die Release Candidate mehrere kleinere Änderungen mit. So lässt sich das sogenannte Shelf, ein Ablagebereich der Software, abschalten. Die Kamera kann nun manuell ausgewählt werden.
Die Entwickler bieten die Software zudem in unterschiedlichen Veröffentlichungskanälen an: Stable, Beta und Nightly stehen parallel zur Verfügung, sodass Nutzer je nach Bedarf zwischen Stabilität und frühem Zugriff auf neue Funktionen wählen können. Ergänzend wurden Anpassungen an macOS 27 vorgenommen, um die Kompatibilität mit dem kommenden Betriebssystem sicherzustellen.
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Hohe CPU-Last in Tests
Trotz des umfangreichen Funktionsumfangs gibt es einen deutlichen Kritikpunkt: Der Autor des Berichts weist auf eine hohe CPU-Last hin, die bei Tests der Software beobachtet wurde. Für Nutzer, die auf eine schonende Ressourcennutzung achten, könnte dies ein relevanter Faktor bei der Entscheidung sein, ob und wie die Release Candidate eingesetzt wird.
Boring Notch reiht sich damit in eine wachsende Zahl von Tools ein, die versuchen, die Notch moderner Mac-Geräte funktional aufzuwerten, statt sie lediglich zu kaschieren. Mit der Kombination aus Medienwiedergabe, Kalenderintegration, Konferenz-Shortcuts und Systeminformationen deckt die Software mittlerweile einen breiten Funktionsbereich ab.
Ob die Release Candidate in dieser Form den Weg in eine finale Version findet, dürfte auch davon abhängen, ob die von Testern beobachtete CPU-Last in kommenden Builds reduziert werden kann.
Teile dieses Beitrags beruhen auf Recherchen von Caschys Blog.

