Bots übernehmen erstmals die Mehrheit des Internetverkehrs

Erstmals stellen automatisierte Programme die Mehrheit des weltweiten Datenverkehrs. Aktuelle Analysen zeigen: 51 Prozent des Traffics gehen auf Bots zurück – und 37 Prozent davon sind bösartig. Diese „Bad Bots“ zielen gezielt auf Diebstahl, Betrug und Sabotage ab. Für Smartphone-Nutzer wird das zum massiven Risiko.

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Der unsichtbare Angriff auf deine Apps

Moderne Schadprogramme greifen nicht mehr nur Webseiten an. Sie attackieren zunehmend die unsichtbaren Schnittstellen mobiler Apps, die sogenannten APIs. Über diese laufen Logins, Zahlungen und der Datenaustausch im Hintergrund. Aktuell zielen 44 Prozent der fortschrittlichen Bot-Angriffe genau darauf ab. Sie umgehen so klassische Hürden wie CAPTCHAs problemlos.

Ein Hauptziel ist die Übernahme von Benutzerkonten. Kriminelle testen gestohlene Zugangsdaten in Sekundenschnelle bei Tausenden Diensten. Die Folgen sind gravierend: Fast die Hälfte aller erfolgreichen Kontoübernahmen betrifft mittlerweile Mobilfunkkonten. Gleichzeitig explodieren SIM-Swapping-Angriffe, bei denen Kriminelle die Handynummer des Opfers übernehmen. Die Betrugsfälle stiegen um über 1000 Prozent.

Deutschland: Drei Viertel des Traffics sind automatisiert

In Deutschland ist die Lage noch dramatischer. Hier generieren Bots rund 75 Prozent des gesamten Online-Datenverkehrs. Die menschliche Interaktion schrumpft auf ein Viertel. Besonders im Visier steht der Finanzsektor mit seinen Banking-Apps. Aber auch Dienstleister, Bildungsplattformen und Nachrichtenportale stehen unter Dauerbeschuss.

Für Unternehmen bedeutet das hohe Kosten: Die Serverlast steigt, Ladezeiten für echte Nutzer verlängern sich. Und Bots kaufen in Shops limitierte Ware in Millisekunden auf, um sie teuer weiterzuverkaufen – ein direkter Schaden für Verbraucher.

KI senkt die Hürden für Kriminelle

Der rasante Anstieg hat einen klaren Treiber: generative künstliche Intelligenz. Große Sprachmodelle und frei verfügbare KI-Tools senken die Einstiegshürden für Cyberkriminelle drastisch. Tiefes Programmierwissen ist nicht mehr nötig, um komplexe Angriffsskripte zu erstellen.

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Die neue Bot-Generation ist raffinierter. Sie nutzt private IP-Adressen, simuliert menschliches Navigationsverhalten und verteilt Anfragen geschickt über die Zeit. KI hilft den Angreifern sogar, gescheiterte Einbruchsversuche zu analysieren und die Taktik automatisch anzupassen.

Das Ende der einfachen Abwehr

Netzwerkfilter und einfache Ratenbegrenzungen reichen 2026 nicht mehr aus. Da sich Angreifer und echte Nutzer kaum noch unterscheiden, setzt die IT-Sicherheit auf verhaltensbasierte Erkennung direkt in der App. Diese Systeme bewerten die gesamte Interaktionskette.

Für Nutzer laufen viele Angriffe lautlos im Hintergrund. Besonders betroffen sind Reise- und Einzelhandels-Apps. Hier blockieren Bots Sitzplätze oder manipulieren Preise, was am Ende die Kosten für alle Kunden in die Höhe treibt.

Was Nutzer jetzt tun können

Experten raten dringend, die eigene Sicherheit anzupassen. SMS-Codes gelten wegen der SIM-Swapping-Welle als unsicher. Besser sind hardwarebasierte Sicherheitsschlüssel oder kryptografische Passkeys. Nur so lässt sich die automatisierte Übernahme des digitalen Lebens noch verhindern.