Box Extract: KI wandelt Dokumente in strukturierte Daten um

Box führt eine KI-Lösung ein, die automatisch Informationen aus Verträgen und Formularen extrahiert und so den Wandel zur intelligenten Content-Plattform vorantreibt.

Box verwandelt mit einer neuen KI-Lösung statische Dokumente in wertvolle Geschäftsdaten. Das Tool Box Extract analysiert Verträge, Rechnungen und Formulare automatisch und extrahiert präzise Informationen – ein strategischer Schritt weg vom reinen Cloud-Speicher.

Vom Papierberg zur Datenpipeline

Das Herzstück ist eine mehrstufige KI-Architektur. Statt nur Text zu scannen, versteht das System mittels Large Language Models (LLMs) von Google, Anthropic und OpenAI den Kontext und die Struktur eines Dokuments. Es erkennt Absätze, Tabellen und Grafiken und filtert die relevanten Informationen heraus.

Hochkomplexe Techniken wie Optical Character Recognition (OCR) und Retrieval-Augmented Generation (RAG) sorgen für hohe Genauigkeit. Ein entscheidender Vorteil: Kunden können eigene Custom Extract Agents konfigurieren. Diese maßgeschneiderten Agenten ordnen extrahierte Daten automatisch vordefinierten Metadaten-Feldern zu – ohne aufwändige manuelle Arbeit.

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Automatisierung für ganze Workflows

Das Ziel ist klar: Aus passiv abgelegten Inhalten sollen aktive Treiber für Geschäftsprozesse werden. Sobald Box Extract Informationen in strukturierte Metadaten verwandelt hat, können diese automatisch Workflows in Box Relay oder Box Automate auslösen.

Die nutzbaren Daten bleiben aber nicht im Box-Ökosystem gefangen. Sie lassen sich nahtlos in Drittsysteme exportieren oder synchronisieren – etwa in Data-Warehouses wie Databricks und Snowflake oder in Unternehmenssoftware wie Salesforce. So fließen Erkenntnisse aus Verträgen oder Formularen direkt in Business-Intelligence-Dashboards und beschleunigen unternehmensweite Entscheidungen.

Praxiseinsatz: Von Finanzen bis Behörden

Die Anwendungsfälle sind vielfältig. Finanzdienstleister extrahieren automatisch Fälligkeitsdaten und Konditionen aus Kreditverträgen. Medienunternehmen verwalten kreative Assets, indem sie Metadaten wie Autoren und Versionen aus Drehbüchern pullen. Versicherer beschleunigen die Schadensabwicklung durch automatisches Auslesen von Unfallberichten.

Ein früher Anwender ist die Texas Department of Motor Vehicles. „Box Extract hilft uns, Schlüsselinformationen aus Formularen automatisch zu erfassen“, sagt CIO Wendy Barron. Das verkürze manuelle Prüfzeiten und beschleunige Abläufe, sodass sich das Team stärker auf den Service für die Bürger konzentrieren könne.

Strategische Neuausrichtung im Wettbewerb

Mit Box Extract vollzieht das Unternehmen den Wandel vom sicheren Speicheranbieter zur intelligenten Content-Management-Plattform. Analysten sehen darin einen notwendigen Schritt, um den Wert unstrukturierter Daten – eine oft brachliegende Ressource – zu heben.

Das Tool ist ein Kernbaustein der AI-first-Strategie, die Box seit der Einführung von Box AI 2023 verfolgt. Die Plattform soll ein offener, neutraler Hub für sichere KI-gestützte Content-Workflows werden. Ein wachsendes AI Partner Ecosystem mit Firmen wie StackAI unterstützt diese Vision.

Die Zukunft: Agenten automatisieren Prozesse

Box Extract legt das Fundament für eine Zukunft, in der Unternehmensinhalte nicht nur lagern, sondern aktiv von KI-Agenten genutzt werden. „Unternehmen sitzen auf einer Goldmine an Daten“, sagt Box-CEO Aaron Levie. „Box Extract ist der Schlüssel, um sie zu erschließen.“

Der nächste Schritt geht über reine Datenextraktion hinaus: hin zu komplexer, agentengesteuerter Prozessautomatisierung. Die Fähigkeit, unstrukturierte Informationen in verlässliche Datensätze zu verwandeln, ebnet den Weg für anspruchsvollere KI-Anwendungen und tiefere Geschäftseinblicke – und könnte so neue Umsatzquellen für Box erschließen.

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