Brain² von ClickUp: Unternehmens-KI spart bis zu 88 Prozent Kosten

ClickUp launcht Brain², eine KI-Plattform mit Modellauswahl und Unternehmenskontext. Die Lösung verspricht Kosteneinsparungen und hohe Präferenz in Tests.

Brain² kombiniert mehrere Spitzenmodelle mit tiefem Unternehmenskontext – und verspricht eine radikale Vereinfachung der digitalen Arbeitswelt.

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Kontext statt reiner Rechenleistung

Die Grundidee hinter Brain² ist simpel, aber wirkungsvoll: Das Wissen über das eigene Unternehmen ist wertvoller als die pure Leistungsfähigkeit eines einzelnen KI-Modells. ClickUp hat dafür die Technologie der übernommenen Firma Qatalog integriert. Das Ergebnis ist eine ausgeklügelte Kontext-Engine, die das gesamte Datenuniversum eines Unternehmens durchdringt – von Aufgaben über Dokumente bis hin zur internen Kommunikation.

Brain² wählt für jede Anfrage automatisch das passende Modell aus – sei es Claude, GPT oder Gemini. Die Plattform verfügt über mehr als 1.000 Tool-Integrationen und nutzt das Model Context Protocol (MCP), um auf externe Datenquellen zuzugreifen. Ein besonderes Highlight sind die sogenannten „Super Agents“: Sie erstellen auf einen einzigen Befehl hin fertige Arbeitsergebnisse – von Code über Dashboards bis hin zu Präsentationsfolien.

Blindtests und Kosteneffizienz

ClickUp gibt an, dass Brain² in Blindtests gegen eigenständige Versionen von ChatGPT und Claude eine 100-prozentige Präferenzrate erzielt habe. Der Grund: Jede Anfrage wird mit dem vollständigen Unternehmenskontext angereichert, sodass die Ergebnisse exakt auf die jeweilige Geschäftsumgebung zugeschnitten sind.

Aus finanzieller Sicht könnte die Plattform für Unternehmen attraktiv sein. Statt mehrere Einzelabonnements für verschiedene KI-Dienste zu bezahlen, bündelt Brain² alles in einer Lizenz. ClickUp spricht von möglichen Kosteneinsparungen von bis zu 88 Prozent. Hinzu kommt ein lernfähiges Gedächtnissystem: Die KI merkt sich Informationen über die Zeit und verbessert so ihre Leistung kontinuierlich.

Sicherheit für den Unternehmenseinsatz

ClickUp hat Brain² von Grund auf für Unternehmen konzipiert. Die Plattform ist nach SOC 2, HIPAA und GDPR zertifiziert und hat die ISO-42001-Zertifizierung erhalten. Eine „Zero Data Retention“-Richtlinie stellt sicher, dass Kundendaten nicht zum Training der zugrunde liegenden Modelle verwendet werden.

Verfügbar ist Brain² über die Web-, Desktop- und Mobile-Anwendungen von ClickUp. Zusätzlich gibt es mit Brain MAX eine eigenständige App für Nutzer, die eine dedizierte KI-Oberfläche bevorzugen.

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Der Trend zu „agentischer“ KI

Die Ankündigung kommt in einer Woche, die von ähnlichen Entwicklungen geprägt ist. Noch am selben Tag launchte Anthropic Claude Tag – einen persistenten KI-Assistenten für Slack, der Aufgaben delegieren und asynchron Kontext aufbauen kann. Anthropic zufolge erledigt eine interne Version dieses Tools bereits 65 Prozent der Code-Merges im eigenen Produktteam.

Auch Microsoft ist aktiv: Scout, ein stets aktiver KI-Agent für Microsoft 365, ging am 22. Juni in die Enterprise-Vorschau. Die vollständige Veröffentlichung ist für die zweite Jahreshälfte geplant. Ebenfalls am 22. Juni launchte Productboard mit Spark ein System, das spezialisierte Agenten für Spezifikationen und Wettbewerbsanalysen einsetzt. Und Accenture gründete am heutigen Tag mit Edge eine eigene Geschäftseinheit, die speziell mittelständische Unternehmen bei der KI-Einführung unterstützen soll.

Die Botschaft der Branche ist klar: KI-Assistenten entwickeln sich von einfachen Chat-Schnittstellen zu festen Mitgliedern des digitalen Arbeitsteams.