Breakaway Box 850 T5: Sonnets erstes Thunderbolt-5-eGPU-Gehäuse

Sonnet startet die Breakaway Box 850 T5 mit 850-Watt-Netzteil, breiter GPU-Unterstützung und Docking-Funktionen für Thunderbolt-5-Systeme.

Mit der Einführung der Breakaway Box 850 T5 hat der Hardware-Hersteller Sonnet am 16. September 2026 die Markteinführung seines ersten eGPU-Gehäuses auf Basis des Thunderbolt-5-Standards bekannt gegeben.

Das Gerät ist für einen Preis von 599,99 US-Dollar ohne Grafikkarte direkt über das Unternehmen beziehbar. Die Neuentwicklung adressiert den Bedarf an höherer Bandbreite für externe Grafiklösungen und nutzt die erweiterten Kapazitäten der aktuellen Schnittstellengeneration.

Leistungsdaten und Hardware-Kompatibilität

Die Breakaway Box 850 T5 ist mit einem 850-Watt-Netzteil ausgestattet, das über drei 8-Pin-PCIe-Anschlüsse verfügt. Die Kabelkapazität wird mit 450 Watt angegeben, wobei mittels Adaptern auch modernere Anschlusstypen wie 12V-2×6 oder 1x 16-Pin (beziehungsweise 12-Pin) unterstützt werden. Das Gehäuse bietet ausreichend Raum für Triple-Slot-Grafikkarten mit Abmessungen von bis zu 345 x 155 x 70 Millimetern.

Hinsichtlich der Grafikkarten-Kompatibilität unterstützt das System sowohl die NVIDIA-Serien RTX 50, 40 und 30 als auch die AMD-Modelle der Reihen Radeon RX 9000, 7000 und 6000. Als Systemvoraussetzung nannte der Hersteller Windows 11 ab der Version 2024H2. Im Lieferumfang enthalten sind ein 0,8 Meter langes Thunderbolt-5-Kabel sowie eine zweijährige Garantie nebst lebenslangem Support.

Technische Spezifikationen und Schnittstellen

Der verbaute Thunderbolt-5-Standard ermöglicht eine bidirektionale Datenübertragungsrate von bis zu 80 Gbit/s. Für die Display-Ansteuerung steht zudem ein Boost-Modus zur Verfügung, der die Bandbreite auf bis zu 120 Gbit/s erhöht. Das Gehäuse ist abwärtskompatibel zu Thunderbolt 4 und USB4 konzipiert.

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Zusätzlich zur GPU-Anbindung fungiert das Gerät als Dockingstation und bietet einen Thunderbolt-5-Peripherie-Anschluss, drei USB 3.2 Gen 2 Typ-A-Ports mit jeweils 10 Gbit/s sowie eine 5GbE-Ethernet-Schnittstelle.

Angeschlossene Notebooks können mit einer Ladeleistung von bis zu 100 Watt versorgt werden. Das Gesamtgewicht der 210 x 400 x 250 Millimeter großen Einheit beläuft sich auf 6,4 Kilogramm.

Marktumfeld und alternative Lösungen

Parallel zur Veröffentlichung von Sonnet zeigen sich weitere Entwicklungen im Segment der Thunderbolt-5-Peripherie. In China startete Ugreen die LinkStation Pro, ein eGPU-Dock, das neben Thunderbolt 5 auch eine OCuLink-Schnittstelle mit 64 Gbit/s (PCIe 4.0 x4) bietet.

Dieses Modell verfügt ebenfalls über ein 850-Watt-Netzteil und ermöglicht das Laden von Laptops mit bis zu 140 Watt. Ein globaler Veröffentlichungstermin für das in einem Aluminium-Chassis gefertigte Gerät steht derzeit noch aus; der Preis in China wurde mit 3.489 Yuan angegeben.

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Auch im Bereich der Dockingstationen ohne dedizierten Fokus auf Grafikkarten nimmt die Dynamik zu. OWC präsentierte im Rahmen der Branchenmesse IBC 2026 ein Thunderbolt 5 Dock mit zwei HDMI-2.1-Ausgängen, das Auflösungen bis zu 8K bei 60 Hz unterstützt.

Pexar stellte mit dem PexarBolt Ultra ein Dock mit insgesamt 22 Anschlüssen und einem integrierten 5-Zoll-Touchdisplay vor, das über Crowdfunding-Plattformen vermarktet wird. Ähnliche Konzepte verfolgt Wokyis mit den Modellen G5 und G7, die speziell für Mac-Anwender konzipiert sind und neben Thunderbolt 5 auch NVMe-Speicherkapazitäten von bis zu 8 TB bieten sollen.

Abgerundet wird die aktuelle Expansion im Konnektivitätssektor durch neue Audio-Lösungen. Der Hersteller Audient kündigte die Horizon-Reihe an, die ab dem 28. September 2026 verfügbar sein soll. Diese Audiointerfaces setzen zwar noch auf Thunderbolt 3, ermöglichen jedoch durch Kaskadierung von bis zu vier Einheiten umfangreiche Setups mit bis zu 200 Ein- und Ausgängen für professionelle Studioanwendungen.