IT-Sicherheitsforscher haben eine neue, aggressive Schadsoftware identifiziert. Die sogenannte Bricks Ransomware verschlüsselt persönliche Dateien auf PCs und Smartphones. Die Erpresser drohen, gestohlene Daten binnen 72 Stunden im Darknet zu veröffentlichen, wenn kein Lösegeld fließt.
So arbeitet die Erpresser-Software
Analysen auf VirusTotal zeigen das Vorgehen: Die Malware fügt an jeden verschlüsselten Dateinamen eine Kontakt-E-Mail und die Endung „.bricks“ an. Zusätzlich ändert sie den Desktop-Hintergrund und hinterlässt eine Lösegeldforderung namens „#HowToRecoverFiles.txt“.
Darin behaupten die Angreifer, die Daten seien auf ihre Server kopiert worden. Sie raten den Opfern sogar von der Nutzung von Antivirenprogrammen ab – angeblich würden diese die Daten löschen. Als Kontakt nennen sie Adressen wie brunobiden76@gmail.com.
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Mobile Geräte im Visier
Die Zuordnung zur berüchtigten Proton-Malware-Familie ist alarmierend. Sie zeigt: Ransomware zielt immer häufiger auf private Endgeräte ab. Auf Smartphones lagern besonders sensible Daten wie private Fotos, Chats und Banking-Informationen.
Die Drohung mit dem „Leaken“ dieser Inhalte erzeugt enormen Druck. Die Schadsoftware gelangt oft über infizierte E-Mail-Anhänge, bösartige Werbung oder manipulierte Webseiten auf die Geräte.
Was Betroffene jetzt tun müssen
Sicherheitsexperten raten eindringlich: Zahlen Sie kein Lösegeld! Es gibt keine Garantie für die Rückgabe der Daten. Stattdessen finanzieren Sie nur weitere kriminelle Aktivitäten.
Isolieren Sie das betroffene Gerät sofort vom Internet – sowohl WLAN als auch mobile Daten trennen. Anschließend entfernen Sie die Schadsoftware mit einer aktuellen Antivirenlösung. Doch Vorsicht: Das löscht nur die Malware, die verschlüsselten Dateien bleiben unbrauchbar.
Gibt es Hoffnung auf Entschlüsselung?
Aktuell existiert kein kostenloses Tool, um die Daten wiederherzustellen. Die verwendete Verschlüsselung gilt als robust. Die einzige zuverlässige Rettung sind regelmäßige, externe Backups, die nicht dauerhaft mit dem Gerät verbunden sind.
Opfer ohne Backup können nur abwarten. Sicherheitsforscher analysieren die Malware ständig. Bei anderen Ransomware-Familien fanden sie in der Vergangenheit Schwachstellen, die zu kostenlosen Entschlüsselungstools führten.
Interessant: Die Erpresser warnen in ihrer Nachricht selbst vor Datenrettungsfirmen. Analysten sehen darin einen Versuch, das Monopol auf den Entschlüsselungsschlüssel zu wahren.
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So schützen Sie sich vor der nächsten Welle
Die Bedrohung durch hybride Angriffe – Patientenakte plus Datendiebstahl – wird weiter zunehmen. Der beste Schutz ist eine Kombination aus Vorsicht und Technik.
Seien Sie misstrauisch bei unerwarteten Nachrichten mit Links oder Anhängen. Laden Sie Software nur aus offiziellen Quellen herunter. Halten Sie Betriebssysteme und Apps stets aktuell, um Sicherheitslücken zu schließen. Und etablieren Sie eine regelmäßige Backup-Routine auf externen Festplatten oder in sicheren Clouds.





