Browser-Erweiterungen: Edge stellt MV2-Support bis Ende 2026 ein

Microsoft beendet schrittweise den Support für MV2-Erweiterungen in Edge. 95 Prozent der Add-ons sind bereits auf den neuen Standard umgestellt.

Microsoft hat die Weichen für die finale Ablösung älterer Browser-Erweiterungen gestellt. Wie das Unternehmen am 24. August 2026 mitteilte, wird der Support für Erweiterungen auf Basis des Manifest V2 (MV2) im hauseigenen Browser Edge schrittweise beendet.

Der Prozess, der im August 2026 eingeleitet wurde, markiert einen entscheidenden Wendepunkt in der Verwaltung und Sicherheit von Browser-Add-ons. Gleichzeitig meldet der Softwarekonzern signifikante Fortschritte bei der Migration der Entwickler-Community auf den neueren Standard Manifest V3 (MV3).

Hohe Migrationsrate im Edge-Add-on-Store

Die Bemühungen um einen reibungslosen Übergang zeigen laut offiziellen Angaben bereits deutliche Ergebnisse. Demnach haben bereits 95% der MV2-Erweiterungen, die im Edge-Add-on-Store angeboten werden, die Umstellung auf Manifest V3 vollzogen. Diese hohe Quote belegt, dass ein Großteil der Entwickler die neuen technischen Anforderungen frühzeitig umgesetzt hat, um die Kompatibilität mit künftigen Browser-Versionen sicherzustellen.

Nach aktuellem Stand verbleiben weniger als 60 Erweiterungen im Edge-Add-on-Store, die noch auf dem alten MV2-Standard basieren. Damit ist der Bestand an veralteten Erweiterungen auf einen Bruchteil des ursprünglichen Angebots geschrumpft.

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Microsoft zielt mit dem erzwungenen Wechsel primär auf eine Erhöhung der Sicherheit sowie eine Optimierung der Browser-Performance ab. Der MV3-Standard sieht unter anderem strengere Kontrollen für den Zugriff auf Nutzerdaten und eine effizientere Ausführung von Skripten vor.

Zeitplan für Unternehmenskunden bis 2027

Während der Übergang für private Endnutzer und den öffentlichen Store bereits weit fortgeschritten ist, berücksichtigt das Unternehmen die komplexeren Anforderungen in professionellen Umgebungen.

Der vollständige Abschluss des Übergangs für Unternehmenskunden wird voraussichtlich für Anfang 2027 erwartet. Diese verlängerte Frist soll es IT-Abteilungen ermöglichen, intern genutzte Spezialsoftware und spezifische Workflows ohne Sicherheitsrisiken oder Funktionsverluste zu migrieren.

Bereits im Vorfeld war bekannt geworden, dass Microsoft plant, den Support für Manifest-V2-Erweiterungen in Edge generell bis zum Ende des Jahres 2026 einzustellen. Die nun veröffentlichten Zahlen und der Start der Support-Beendigung im August unterstreichen die Konsequenz, mit der dieser Zeitplan verfolgt wird.

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Auswirkungen auf populäre Filter-Werkzeuge

Trotz der erfolgreichen Migration des Großteils der Erweiterungen bringt der Architekturwechsel für bestimmte Kategorien von Zusatzprogrammen technologische Herausforderungen mit sich. Besonders betroffen sind Werkzeuge zur Inhaltsfilterung und Werbeblocker. Ein prominentes Beispiel ist die Erweiterung uBlock Origin, deren bisherige Funktionsweise stark auf den weitreichenden Berechtigungen von Manifest V2 beruhte.

Durch die technischen Einschränkungen in Manifest V3 sind Entwickler solcher Tools gezwungen, ihre Anwendungen grundlegend neu zu konzipieren. Während viele Anbieter bereits MV3-kompatible Versionen veröffentlicht haben, weisen Experten darauf hin, dass die neue Schnittstellen-Architektur die Flexibilität bei der Filterung von Netzwerkanfragen systembedingt einschränkt.

Microsoft sieht in diesen Restriktionen jedoch einen notwendigen Schritt, um die Privatsphäre der Nutzer besser zu schützen und die Stabilität des Browsers insgesamt zu erhöhen.