Browsersicherheit: BSI warnt vor kritischen Lücken in Chrome und Edge

Das Bundesamt für Sicherheit stuft neue Schwachstellen in Chromium-Browsern als hoch ein. Nutzer sollten ihre Software umgehend aktualisieren, um sich vor Angriffen zu schützen.

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) stuft mehrere neue Schwachstellen in gängigen Browsern als hohes Risiko ein. Betroffen sind vor allem Google Chrome und Microsoft Edge. Nutzer sollten ihre Software sofort aktualisieren, um sich vor Angriffen zu schützen.

Mehrere kritische Lücken entdeckt

Das BSI hat seine Warnung vom 13. Januar kürzlich erneuert. Konkret geht es um eine Reihe von Sicherheitslücken, die als CVE-2026-0899 bis CVE-2026-0908 identifiziert wurden. Mit einem CVSS-Risikoscore von 8,8 wird die Gefahr als hoch bewertet.

Die Lücken könnten Angreifern ermöglichen, Sicherheitsbarrieren zu umgehen, Schadcode auszuführen oder Spoofing-Angriffe zu starten. Das Tückische: Oft reicht schon der Besuch einer manipulierten Webseite für eine Infektion aus. Betroffen sind Nutzer auf Windows, macOS und Linux.

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Update-Pflicht trifft fast alle Browser

Die Warnung betrifft nicht nur Chrome und Edge. Da Browser wie Opera und Vivaldi ebenfalls auf der Chromium-Basis aufbauen, sind sie von den gleichen Kernschwachstellen betroffen. Die Hersteller veröffentlichen ihre Patches meist in schneller Folge.

  • Microsoft arbeitet bereits an einer aktualisierten Edge-Version.
  • Apple hat kürzlich Sicherheitsupdates für Safari und das WebKit-Framework für iPhones und iPads bereitgestellt.
  • Parallel testet Apple ein System, das kritische Patches unbemerkt im Hintergrund installieren soll.

So installieren Sie das Update sofort

Der effektivste Schutz ist die sofortige Aktualisierung. Zwar updaten viele Browser automatisch, ein manueller Check gibt Sicherheit.

  • Google Chrome: Menü (drei Punkte) → „Hilfe“ → „Über Google Chrome“. Der Browser sucht und installiert das Update. Ein Neustart ist nötig.
  • Microsoft Edge: Menü → „Hilfe und Feedback“ → „Infos zu Microsoft Edge“.
  • Smartphone & Tablet: Updates im Google Play Store oder Apple App Store für die Browser-App suchen.

Zusätzlich gilt: Seien Sie wachsam bei verdächtigen Links oder E-Mail-Anhängen – sie sind ein häufiges Einfallstor.

Das Wettrüsten im Cyberspace geht weiter

Die Häufung solcher Warnungen ist kein Zufall. Browser sind aufgrund ihrer Komplexität und ihrer Rolle als Internet-Zugang ein primäres Angriffsziel. Besonders gefährlich sind Zero-Day-Lücken, die ausgenutzt werden, bevor ein Patch existiert.

Google musste im vergangenen Jahr zahlreiche solcher Zero-Day-Schwachstellen in Chrome schließen. Spezialteams wie die Threat Analysis Group (TAG) sind im ständigen Wettlauf mit Cyberkriminellen, um großflächige Angriffe zu verhindern.

Die Zukunft: Unsichtbare Updates und bessere Technik

Der Trend geht zu mehr Automatisierung. Initiativen wie die unsichtbaren Hintergrund-Updates von Apple sollen die Reaktionszeit auf Bedrohungen minimieren. Gleichzeitig setzen Entwickler auf technologische Lösungen, um Schwachstellen von vornherein auszumerzen.

Der verstärkte Einsatz von speichersicheren Sprachen wie Rust in Browser-Kernkomponenten soll ganze Fehlerklassen eliminieren. Bis solche Maßnahmen flächendeckend wirken, bleiben die sofortige Installation von Updates und eine gesunde Skepsis im Netz die wichtigsten Schutzmaßnahmen für jeden Nutzer.

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