Brydge Max 13.0: Aluminium-Tastatur fordert Apples Magic Keyboard heraus

Das Brydge Max 13.0 bietet eine günstige Alu-Tastatur mit flexiblem Scharnier fürs iPad Pro, erkauft sich dies aber mit höherem Gewicht und Bluetooth-Verbindung.

Hersteller wollen Tablets endgültig zu Laptop-Ersatz machen. Der Brydge Max 13.0 gilt als vielversprechende Alternative zu Apples Eigenentwicklung.

Brydge Max 13.0: Aluminium statt Kunststoff

Das neue Tastatur-Case von Brydge tritt direkt gegen das Apple Magic Keyboard an – und das zu einem deutlich niedrigeren Preis. Für das 13-Zoll-iPad Pro verlangt der Hersteller 259 Euro, die 11-Zoll-Version kostet 239 Euro. Zum Vergleich: Apples offizielles Zubehör schlägt mit rund 349 Euro zu Buche.

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Das Gehäuse besteht aus Aluminium und verfügt über ein 270-Grad-Scharnier, das mehr Blickwinkel ermöglicht als das Apple-Original. Eine hintergrundbeleuchtete Tastatur und ein Multi-Touch-Trackpad sind ebenfalls an Bord. Doch es gibt Kompromisse: Mit rund 1,1 Kilogramm ist das Brydge-Case deutlich schwerer als Apples Magic Keyboard (etwa 680 Gramm). Zudem erfolgt die Verbindung per Bluetooth, nicht über den Smart Connector.

Die Frage ist: Wiegen die Vorteile die Nachteile auf? Für Nutzer, die flexible Blickwinkel schätzen, könnte sich das Mehrgewicht lohnen.

Der Kampf um den mobilen Arbeitsplatz

Der Trend zum Tablet als Laptop-Ersatz beschränkt sich nicht auf das iPad-Universum. Erst in diesen Tagen haben weitere Hersteller neue Geräte vorgestellt. ASUS brachte das ProArt PZ14 auf den Markt – ein 2-in-1-Gerät mit Snapdragon-X2 Elite-Prozessor und 14-Zoll-3K-OLED-Touchscreen. Es richtet sich an Kreative, die Höchstleistung im Tablet-Format benötigen.

Auch im Open-Source-Bereich tut sich etwas: Juno hat seine Tab-4-Linux-Tablets vorgestellt. Die Geräte mit 10,5 und 13 Zoll laufen mit Intel-Prozessoren und unterstützen verschiedene Linux-Distributionen wie Debian und Ubuntu. Auch sie sind als vollwertige Computer konzipiert – natürlich mit passender Tastaturhülle.

Apples langer Weg zur Tastatur

Die Entwicklung von Tastatur-Cases hat eine überraschend lange Geschichte. Bereits Ende 2013 testete Apple eigenen Angaben zufolge Surface-ähnliche Tastaturhüllen. Damals experimentierte der Konzern mit mehreren Varianten, noch vor dem Launch früherer iPad-Generationen. Zeitgleich brachte Drittanbieter Moshi die VersaKeyboard auf den Markt – ein ultradünnes Modell mit „Origami“-Ständer und abnehmbarer Bluetooth-Tastatur.

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Blick in die Zukunft: Das „MacBook Ultra“?

Gerüchten zufolge plant Apple, die Lücke zwischen Tablet und Laptop endgültig zu schließen. Ein „MacBook Ultra“ mit Touchscreen-OLED und M6-Chips soll zwischen Ende 2026 und Anfang 2027 erscheinen. Das Gerät würde angeblich eine touchoptimierte Version von macOS nutzen – und damit möglicherweise den Fokus von Tastatur-Zubehör als primärem Laptop-Ersatz verschieben.

Bis dahin bleibt der Markt für Spezialisten offen. Für Nutzer, die auch auf kleinen Bildschirmen nicht auf physische Tasten verzichten wollen, bringt Unihertz das Titan 2 Elite auf den Markt. Das 5G-Smartphone mit vollständiger QWERTZ-Tastatur erinnert an ältere Business-Handys und wird derzeit per Crowdfunding ab 489 Euro angeboten.