Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat am heutigen Donnerstag eine dringende Warnung zu einer kritischen Sicherheitslücke in Google-Pixel-Smartphones herausgegeben. Betroffen sind vor allem ältere Modelle, die vom August-Update nicht mehr profitieren.
Kritische Schwachstelle im Video-Prozessor
Google hat am 4. August sein Sicherheitsupdate für August 2026 ausgerollt – zunächst für unterstützte Pixel-Geräte vom Pixel 8 bis zum kürzlich erschienenen Pixel 10a. Das Update mit der Build-Nummer CP2A.260805.005 schließt eine als kritisch eingestufte Schwachstelle (CVE-2026-0163), die eine Rechteausweitung im Video-Prozessor (VPU) ermöglicht.
Der Kern des Android Open Source Projects (AOSP) weist in diesem Zyklus keine geschlossenen Lücken auf. Google bündelte stattdessen wichtige herstellerspezifische Korrekturen in diesem Release. Das Update-Paket ist rund 110 Megabyte groß und wird derzeit weltweit ausgerollt.
Pixel 10: Stabilitätsverbesserungen an Bord
Neben den Sicherheitskorrekturen adressiert das Update vom 4. August konkrete Hardware-Probleme der Pixel-10-Serie. Nutzer hatten zuvor über technische Schwierigkeiten berichtet, die die Nutzbarkeit der Geräte beeinträchtigten. Das Update behebt Abstürze von Gaming-Apps und verbessert die allgemeine GPU-Leistung.
Zudem löst der Patch ein anhaltendes Problem mit nicht reagierenden Touchscreens bei Pixel-10-Geräten. Für Kunden des kanadischen Netzbetreibers Rogers wurde eine spezielle Variante des Updates (Build CP2A.260805.005.A1) bereitgestellt, um die Kompatibilität mit regionalen Carrier-Konfigurationen sicherzustellen.
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Ältere Modelle bleiben schutzlos
Branchenbeobachter weisen auf eine erhebliche Lücke im August-Rollout hin: Die Pixel-6- und Pixel-7-Serien sind von dem Update ausgeschlossen. Die kritische VPU-Schwachstelle bleibt auf diesen Geräten damit ungepatcht.
Das markiert eine Zäsur in Googles Update-Politik. Das Pixel 7a verpasste am 4. August erstmals ein monatliches Update. Die Datenlage zeigt eine wachsende Unregelmäßigkeit: Das Pixel 6 und Pixel 6 Pro haben in den vergangenen 14 Monaten acht Updates verpasst, die Pixel-7-Serie fünf in einem ähnlichen Zeitraum. Google betont zwar, dass die Geräte weiterhin den Sicherheitsanforderungen entsprechen – die garantierten monatlichen Updates für neuere Tensor-basierte Hardware erhalten sie jedoch nicht mehr. Für die Pixel-6-Serie ist das Support-Ende voraussichtlich im Oktober 2026 erreicht.
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Android 17 QPR2 Beta und Passkey-Sicherheit
Parallel zum stabilen Release hat Google am 4. August die Android-17-QPR2-Beta-2 veröffentlicht. Die Beta-Version (Build CP41.260701.006) steht für Geräte vom Pixel 6a bis zum Pixel 10a bereit und enthält den Sicherheitspatch vom 5. Juli. Im Fokus stehen die Behebung von Audio-Problemen, die Zuverlässigkeit der Fingerabdruck-Entsperrung sowie Verbindungsprobleme zwischen dem Pixel Tablet und seiner Speaker-Dock. Die stabile Version dieses Quartals-Updates wird für Dezember 2026 erwartet.
Forschungsergebnisse von Unit 42 bei Palo Alto Networks haben zudem Risiken bei synchronisierten Google-Passkeys aufgezeigt. Die Forscher demonstrierten, dass Malware auf Windows-Systemen synchronisierte Anmeldedaten über verschiedene Techniken missbrauchen könnte. Google hat daraufhin bestimmte Geheimnisse aus Geräte-Logs entfernt, um die Risiken zu minimieren. Auch einige Drittanbieter-Plattformen haben ihre Konfigurationen angepasst, um ähnlichen Missbrauch zu verhindern.

