Busy Bar ab 14. Juli: Flipper bringt LED-Display für Fokus-Modus

WorkBoard und OnePlan launchten KI-Assistenten fürs Portfoliomanagement, während Flipper Devices mit Busy Bar die Fokus-Hardware vorstellt.

Schätzungen zufolge verlieren Beschäftigte jährlich über 60 Stunden durch ineffizientes Aufgabenmanagement. Die aktuellen Neuerungen zielen genau darauf ab.

Agentische KI erobert die Unternehmenssteuerung

WorkBoard hat am Montag eine KI-native Lösung für das Strategische Portfoliomanagement (SPM) vorgestellt. Im Kern arbeitet ein „Portfolio-Analyst-Agent“, der Szenarien analysiert und Ergebnisse optimiert – und das per Dialog. Das System klinkt sich in gängige Unternehmenssoftware wie Workday, Jira, Azure DevOps, Slack und Microsoft Teams ein. Ein Enterprise-Knowledge-Graph sorgt dabei für faktengetreue Ergebnisse und wahrt die bestehenden Berechtigungsstrukturen.

Parallel dazu hat OnePlan seine strategischen Portfoliofunktionen erweitert. Der im Juni veröffentlichte Release bringt den KI-Assistenten Sofia mit. Nutzer können zudem eigene Copilot-Agenten für spezifische Anforderungen erstellen. Neu ist auch die Unterstützung der deutschen Sprache sowie verbesserte Ressourcenplanung, die Arbeit, Material und Kosten getrennt kategorisiert.

Kalender mit Dringlichkeitsgefühl

DayMore Corp. hat heute Version 26.7.0 seiner App „Across: Calendar, Your Way“ veröffentlicht. Der Fokus liegt auf tieferer Google-Integration: Direktverbindungen, Echtzeit-Synchronisation und Unterstützung mehrerer Google-Konten sind nun möglich. Reisezeiten und Gästeeinladungen lassen sich direkt in der App verwalten. Wiederkehrende Aufgaben erscheinen jetzt vorab im Kalender, erledigte werden am ursprünglichen Fälligkeitsdatum angezeigt.

Einen psychologischen Ansatz verfolgt TickTick mit seinem neuen Countdown-Modus. Statt statischer Fälligkeitsdaten zeigen Live-Countdowns an, wie viele Tage noch bleiben – etwa „noch zwei Tage“. Das soll das abstrakte Konzept einer Deadline greifbarer machen. Ob das funktioniert, hängt allerdings stark von der individuellen Stressempfindlichkeit ab.

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Hardware für den Fokus-Modus

Der Produktivitätsmarkt entdeckt die Hardware. Flipper Devices bringt am 14. Juli den „Busy Bar“ auf den Markt – ein LED-Display, das den Kollegen signalisiert, ob man gerade nicht gestört werden will. Die 72×16 große LED-Matrix zeigt 16 Millionen Farben. Das Gerät ist Matter-zertifiziert, lässt sich also ins Smart Home einbinden und kann beim Aktivieren des Fokus-Modus automatisch Türen verriegeln oder Musik pausieren. Eine Begleit-App blockiert gleichzeitig Benachrichtigungen auf dem Smartphone.

Der Preis: 199 Euro für die ersten 3000 Einheiten, danach 249 Euro.

Lernen und mobile Steuerung

Auch Bildungs- und Kreativ-Tools setzen auf KI-gesteuertes Aufgabenmanagement. Die heute gestartete Plattform VaSi ist ein KI-gestützter Lern- und Creator-Hub. Die Funktion „SmartTasks“ erstellt personalisierte Folgeaufgaben für Studenten. Kreative können ihr Wissen sofort monetarisieren – ein erster KI-Kurs war innerhalb weniger Stunden ausgebucht.

Im Open-Source-Bereich hat OpenClaw heute native iOS- und Android-Apps veröffentlicht. Sie verwandeln Mobilgeräte in Steuerzentralen für KI-Agenten, die auf dem heimischen PC laufen. Das System arbeitet über einen privaten Gateway und verlangt für jede Aktion die explizite Zustimmung des Nutzers. Ein datenschutzfreundlicher Gegenentwurf zu den 24/7-Personenagenten, die große Tech-Konzerne derzeit entwickeln.

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Die Kosten der Ineffizienz

Hinter der Update-Welle steckt eine ernüchternde Rechnung: Wer täglich nur 15 Minuten durch schlechtes Aufgabenmanagement verliert, verschenkt über 60 Stunden pro Jahr. Experten sehen die Hauptprobleme im Fehlen einer zentralen Informationsquelle und darin, Aufgaben nicht mit dem Kalender zu verknüpfen.

Die aktuelle Tool-Generation reagiert darauf – von kostenlosen Diensten wie Microsoft To Do und Google Keep bis zu Premium-Angeboten wie OmniFocus oder der 29,99 Euro teuren Premium-Version von Across. Der Trend geht zu vereinheitlichten Systemen und automatisierten Wiederholungsaufgaben. Das Ziel: den kognitiven Aufwand für Beschäftigte spürbar zu senken.