CAD-Software: Creo 13 verspricht 70% schnellere Ladezeiten

PTC, Kubotek und CADSoftTools präsentieren Updates mit schnelleren Ladezeiten und KI-Assistenten für Ingenieure.

Die großen Anbieter von Konstruktions- und Produktlebenszyklus-Software rüsten auf: Schnellere Datenverarbeitung, bessere Dateikonvertierung und integrierte Verwaltungsstrukturen stehen im Fokus der jüngsten Veröffentlichungen. Für Ingenieure und Konstrukteure bedeutet das vor allem eines – weniger Wartezeit und mehr Effizienz.

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Schlankere Navigation und bessere Datei-Interoperabilität

Kubotek Kosmos hat am 17. Juni 2026 KeyCreator 2026 veröffentlicht. Die Neuerung: Das „Level Tree Design Management“ wurde deutlich aufgewertet. Miniaturansichten und erweiterte Detaillierungsoptionen wie Bogenlängen-Bemaßung und Tabellenaufteilung erleichtern die Navigation durch komplexe Baugruppen. Zudem erweitert das Update die Interoperabilität: Exportfunktionen für SolidWorks- und glTF-Formate wurden ergänzt, ebenso wie eine aktualisierte modellbasierte Definitionsunterstützung (MBD) für die Datenkonvertierung.

Bereits zwei Tage zuvor, am 15. Juni, brachte CADSoftTools ABViewer 16.2 auf den Markt. Der Fokus liegt hier auf der Stabilität von 3D-Dateiverwaltung – insbesondere für STEP-Dateien. Auch die Konvertierung von PDF nach DWG wurde verbessert. Insgesamt unterstützt die Software nun mehr als 50 Formate und bietet eine aktualisierte G-Code-Generierung für Fertigungsabläufe.

PTC: KI-Assistent und radikal schnellere Baugruppen-Ladezeiten

Auf der PTC NEXT-Konferenz in Chicago Anfang Juni präsentierte PTC die Versionen Creo 13 und Creo+ 13.3. Das zentrale Versprechen: Bis zu 70 Prozent schnellere Ladezeiten für Baugruppen, die aus Windchill abgerufen werden. Möglich macht das eine optimierte Datenabfrage.

Darüber hinaus hält ein konversationeller KI-Assistent Einzug, der durch den Konstruktionsprozess führen soll. PTC strukturiert zudem seine PLM-Architektur neu: Eine „Record“-Ebene mit Windchill und Codebeamer sowie eine „Context“-Ebene mit Jetstream für Konstruktionsänderungen und Orbit für Service-Assets sollen die Datennutzung über den gesamten Produktlebenszyklus verbessern. Die Orbit-Plattform wurde bereits genutzt, um das Gerätemanagement zu skalieren und neue MTBF-Daten (Mean Time Between Failures) für Industriekunden bereitzustellen.

Cloud-Plattformen und gemeinsame 3D-Umgebungen

Graphisoft treibt seine „Design Intelligence“-Strategie voran. Auf der AIA 2026 in San Diego Mitte Juni stellte das Unternehmen eine Cloud-native Plattform vor, die offene Zusammenarbeit über Formate wie IFC, BCF und RVT unterstützt. Eine Verbindung zwischen Archicad und Autodesk Forma soll ab Juni 2026 verfügbar sein.

Im Bereich der Elektrotechnik hat Siemens am 15. Juni neue 3D-ECAD-Funktionen in seiner Capital-Software vorgestellt. Durch die Integration mit Teamcenter und Designcenter entsteht eine gemeinsame 3D-Umgebung für Elektro- und Maschinenbauingenieure. Das Ziel: Späte Konstruktionsänderungen vermeiden und Entwicklungskosten senken.

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Spezialisierte Lösungen für den Stahlbau

ALLPLAN hat am 16. Juni SDS2 auf dem deutschen Markt eingeführt – eine BIM-Lösung, die auf die Detaillierung und Fertigung von Stahlkonstruktionen zugeschnitten ist. Die Software setzt auf intelligente Verbindungsplanung und Echtzeit-Multi-User-Modellierung. Erste Anwender berichten von Produktivitätssteigerungen von bis zu 60 Prozent.

Im Softwareentwicklungs-Bereich wurde am 17. Juni Qt Creator 20 veröffentlicht. Die Neuerungen umfassen einen erweiterten Dateisystemzugriff für iOS sowie Konfigurationen für Remote-Debugger. Diese Updates knüpfen an frühere Fortschritte bei Dokumentenmanagementsystemen an: Bereits 2025 hatten Versionen von M-Files Online automatisierte Metadaten-Vorschläge durch große Sprachmodelle, Duplikaterkennung und verbesserte Cloud-Zugänglichkeit eingeführt.