Cainiao und Zelostech schmieden milliardenschweren RoboVan-Riesen

Die Fusion von Cainaos RoboVan-Einheit mit Zelostech schafft einen Zwei-Milliarden-Dollar-Konzern, der mit über 20.000 autonomen Fahrzeugen die letzte Meile revolutionieren will.

Alibaba-Tochter Cainiao fusioniert ihre autonome Fahrzeugsparte mit dem Roboter-Spezialisten Zelostech. Das neue Zwei-Milliarden-Dollar-Unternehmen will mit über 20.000 Fahrzeugen die letzte Meile revolutionieren.

In einem bedeutenden Schritt für den autonomen Logistikmarkt hat Alibabas Logistikarm Cainiao die strategische Fusion seiner fahrerlosen Fahrzeugeinheit mit dem Robotik-Innovator Zelos Technology (Zelostech) abgeschlossen. Der Deal schafft einen neuen Branchen-Schwergewicht mit einem Wert von rund 1,8 Milliarden Euro. Ziel ist der massive Ausbau von autonomen RoboVan-Frachtoperationen in chinesischen Städten und auf internationalen Märkten.

Ein Super-Carrier für die letzte Meile

Die Vereinbarung integriert Cainaos Technologie für autonomes Fahren und operative Daten in Zelostech, das als operative Einheit des fusionierten Geschäfts fungiert. Alibaba hält einen bedeutenden Minderheitsanteil an dem neuen Joint Venture. Die Finanzierungsdetails bleiben vorerst unter Verschluss.

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Das erklärte Ziel der Fusion: die Schaffung eines „RoboVan Super Carrier“. Durch die Bündelung der Flotten soll das neue Unternehmen künftig über 20.000 autonome Lieferfahrzeuge steuern. Diese Größenordnung soll helfen, das teure Problem der letzten Meile zu lösen. Dafür setzt man auf Fahrzeuge mit Level-4-Autonomie, die komplexe urbane Umgebungen ohne menschliches Eingreifen bewältigen können.

Für Branchenbeobachter ist dies ein strategischer Schwenk Alibabas. Statt eine eigene Entwicklungseinheit zu betreiben, setzt der E-Commerce-Riese auf einen spezialisierten Marktführer, um die Kommerzialisierung zu beschleunigen. Zelostech, gegründet vom autonomen Fahrveteranen Kong Qi, hat mit seinem vollelektrischen Z10-Modell bereits Fuß gefasst. Es kann bis zu 1,5 Tonnen transportieren.

Globale Expansion mit eigener Technik

Die Expansion ist nicht auf China beschränkt. Zelostech drängt aggressiv auf internationale Märkte und positioniert seine Technologie als Lösung für den globalen Logistik-Arbeitskräftemangel. Kurz vor der Fusionsankündigung startete das Unternehmen einen Pilotversuch mit Pos Malaysia Berhad, um autonome Zustellfahrzeuge in Kuala Lumpur zu testen.

Die Kern-Technologie der Fahrzeuge basiert auf einem eigenen Level-4-Autonomie-System. Es nutzt hochauflösende Kameras, LiDAR und KI-Algorithmen, um Routen zu planen und Hindernisse in Echtzeit zu erkennen. Im Gegensatz zu Robotaxis stehen bei diesen RoboVans Ladekapazität und operative Effizienz im Vordergrund. Sie können außerhalb der Stoßzeiten fahren, um Staus zu umgehen.

Neben Südostasiat ist Zelostech auch im Nahen Osten präsent, etwa in den VAE, wo es lokale Initiativen zur Digitalisierung der Stadtlogistik unterstützt. Die Fusion mit Cainiao soll nun das Kapital und die Lieferketten-Integration liefern, um diese globale Expansion zu beschleunigen – gestützt auf Alibabas riesiges grenzüberschreitendes E-Commerce-Netzwerk.

Wettbewerbsdruck treibt Konsolidierung voran

Der Sektor für autonome Fracht erlebt einen intensiven Wettbewerb. Inländische Rivalen wie Neolix bauen ihre Flotten aus und expandieren nach Südkorea und Europa. Gleichzeitig treiben breiter aufgestellte Player wie Pony.ai und WeRide ihre Plattformen voran.

Die Fusion kommt zu einem entscheidenden Zeitpunkt. Chinas Regulierungsbehörden öffnen schrittweise mehr öffentliche Straßen für Tests und den kommerziellen Betrieb. Städte wie Peking und Shenzhen haben klare Rahmenbedingungen geschaffen. Dies ermutigt Unternehmen, von Pilotprojekten zur großflächigen Kommerzialisierung überzugehen.

Die Konsolidierung spiegelt einen breiteren Trend bei Tech-Giganten wider: Durch das Bündeln von Ressourcen will man die Stückkosten der autonomen Zustellung so weit senken, dass sie günstiger werden als human-gesteuerte Alternativen.

Integration und internationale Piloten als nächste Schritte

Die Integration von Cainaos Logistik-Daten mit Zelostechs Hardware-Kompetenzen soll noch in diesem Jahr operative Effizienzgewinne bringen. Der Fokus wird voraussichtlich auf der Verdichtung des Netzes in chinesischen Metropolen der ersten Kategorie liegen, parallel zur Umsetzung internationaler Pilotprogramme.

Die Timing der Expansion fällt mit weiteren Branchenentwicklungen zusammen. Tesla-CEO Elon Musk rechnet Anfang 2026 mit der regulatorischen Freigabe für sein Full Self-Driving (FSD)-System in China. Dies könnte die Akzeptanz autonomer Technologien insgesamt weiter beschleunigen.

Für die Logistikbranche markiert der Aufstieg eines Zwei-Milliarden-Dollar-Spezialisten den Übergang: Große autonome Lieferflotten wandern aus der Experimentierphase in die operative Praxis. Wenn der „RoboVan Super Carrier“ seine erweiterte Flotte einsetzt, werden Konkurrenten und Aufsichtsbehörden die Auswirkungen auf Liefergeschwindigkeit und Betriebskosten genau beobachten.

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