Canva erhält Sprachsteuerung: Meta-Übernahme bringt KI-Design

Manus integriert Sprachsteuerung in Canva. Hochschulen melden 100 Prozent Jobquote für Absolventen neuer KI-Studiengänge.

Softwarehersteller und Hochschulen reagieren mit neuen Werkzeugen und maßgeschneiderten Studiengängen. Besonders spannend: Die Integration von KI in Design-Plattformen und der Boom zertifizierter Weiterbildungen.

Canva wird zur Sprachsteuerungs-Plattform

Der Technologiekonzern Manus hat am 12. Juni 2026 eine neue Schnittstelle für die Design-Plattform Canva vorgestellt. Nutzer können damit künftig digitale Entwürfe per Sprachbefehl erstellen und bearbeiten. Die Integration folgt auf die Übernahme von Manus durch Meta für rund 2,5 Milliarden Euro. Canva selbst meldete für das erste Quartal 2026 stolze 125 Millionen Nutzer.

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Doch das ist nur die Spitze des Eisbergs. Der Markt für KI-gestützte Kreativtools boomt. Neue Entwicklungen wie ChatUI V4 für Figma, der Masonry-Infografik-Generator oder der Xtensio-Präsentations-Baukasten drängen auf den Markt. Hinzu kommen Bewegungsteuerungen für KI-generierte Videos und Googles Nano-Banana-Modell für die Bildverarbeitung. Die Werkzeuge verändern den Alltag von Designern und Kreativen grundlegend.

100 Prozent Jobchance: Uni-Programme mit Erfolgsgarantie

Die University of Wisconsin-Stout meldet eine beeindruckende Quote: 100 Prozent ihrer Absolventen im Bereich Digital Marketing Technology fanden innerhalb von sechs Monaten einen Job oder einen Studienplatz. Das Einstiegsgehalt liegt bei durchschnittlich 51.000 Euro. Die Bewerbungsfrist für das Herbstsemester 2026 läuft bereits.

Auch andere Hochschulen ziehen nach. Die University of Westminster startet am 14. September 2026 einen neuen Bachelor in Creative Computing. Inklusive Foundation Year kostet das Programm 9.790 Euro für Inlandstudierende, internationale Studierende zahlen 17.600 Euro. Molloy University bietet ein 14-wöchiges Online-Zertifikat in KI-Grundlagen für 395 Euro an – gedacht als Vorbereitung auf die gängigen Industrie-Zertifikate.

Saint Paul College hat ein 21-Credit-Visualisierungstechnologie-Zertifikat entwickelt. Der Schwerpunkt liegt auf 2D-Animation und professioneller Design-Software. Starttermine gibt es sowohl im Frühjahrs- als auch im Herbstsemester. Die Purdue University wiederum setzt auf Instructional Design: Ihr Post-Baccalaureate-Zertifikat umfasst spezielle Kurse in Game-Design und Projektmanagement.

KI-Workshops: Von der Buchhaltung bis zur Rechtssicherheit

Neben den akademischen Programmen boomen kurze, praxisorientierte Trainings. Ein Webcast am 16. Juni 2026 zeigt, wie KI-gestützte Buchhaltungsassistenten in SAP-Umgebungen arbeiten. Die Entwickler versprechen eine Reduzierung der Bearbeitungszeiten um bis zu 80 Prozent – durch automatisierte Buchungsvorschläge.

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Die iX-Workshop-Reihe bietet im Juli und Oktober 2026 zweitägige Intensivkurse zur Automatisierung von Geschäftsprozessen mit KI-Agenten und Plattformen wie n8n. Ein Vortrag am 18. Juni 2026 in Gütersloh widmet sich den rechtlichen und sicherheitstechnischen Rahmenbedingungen – inklusive EU AI Act und DSGVO.

Für Forschung und Entwicklung bietet das ERATOSTHENES Centre of Excellence am 18. und 25. Juni 2026 Online-Trainings zur techno-ökonomischen Analyse an. Ziel: Innovationsprojekte besser bewerten können.

Und auch die digitale Grundbildung kommt nicht zu kurz: Am 25. Juni 2026 startet in Torgelow ein Android-Einsteigerkurs speziell für Senioren. Ein kleiner, aber wichtiger Schritt gegen die digitale Kluft.