Die digitale Design-Welt erlebt einen wahren Innovationsschub: Gleich mehrere neue KI-Werkzeuge versprechen, die Art und Weise, wie Unternehmen und Kreative arbeiten, grundlegend zu verändern. Von Sprachsteuerung in Canva bis zu intelligenten Präsentationsgeneratoren – die Entwicklungen der letzten Tage zeigen, wohin die Reise geht.
Sprachgesteuerte Designs und intelligente Plugins
Am 12. Juni 2026 sorgte Manus, das Ende 2025 von Meta für rund 2,5 Milliarden Euro übernommen wurde, für Aufsehen. Das Unternehmen kündigte eine neue Canva-Schnittstelle an, die es Nutzern ermöglicht, Designs per Sprachbefehl zu erstellen, zu bearbeiten, zu übersetzen und in der Größe anzupassen. Ein echter Gewinn für die 125 Millionen Canva-Nutzer, die das Tool im ersten Quartal 2026 zählte.
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Parallel dazu feierte die Figma-Community die Veröffentlichung von ChatUI Version 4. Das Plugin generiert UI-Komponenten direkt aus Textbefehlen – und das innerhalb der gewohnten Figma-Umgebung. Besonders praktisch: Die Daten bleiben lokal gespeichert, und die Ergebnisse lassen sich als HTML und CSS exportieren. Angetrieben wird das Ganze durch API-Schlüssel von Anbietern wie OpenAI, Gemini und Claude.
Maßgeschneiderte Vorlagen für jede Gelegenheit
Auch spezialisierte Tools für Infografiken und Geschäftspräsentationen drängen auf den Markt. Masonry präsentierte am 13. Juni einen KI-Infografik-Generator, der auf mehr als 60 verschiedene KI-Modelle zurückgreift – darunter Ideogram, Recraft und FLUX. Aus einfachen Textvorgaben entstehen so Zeitstrahlen, Datenvisualisierungen oder Vergleichsdiagramme.
Im Business-Bereich punktet Xtensio mit einem KI-Pitch-Deck-Generator. Das Tool verwandelt Startup-Beschreibungen in professionelle Präsentationsformate – inklusive Marktanalyse, Geschäftsmodell und Teamvorstellung. Über 400.000 Startups nutzen die Plattform bereits. Und wer auf Jobsuche ist, kann seit dem 13. Juni auf Enhancv setzen: Der ChatGPT-gestützte Lebenslauf-Schreiber extrahiert Schlüsselqualifikationen und optimiert Bewerbungen für automatisierte Bewerbermanagementsysteme.
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Präzise Bildbearbeitung auf neuem Niveau
Auf der Google I/O 2026 stellte der Suchmaschinenriese Google Pics vor – ein Tool, das auf dem Nano-Banana-Bildmodell basiert. Nutzer können einzelne Objekte in Bildern per Klick-und-Zieh-Geste verändern, Texte korrigieren oder Grafiken übersetzen. Aktuell ist Google Pics allerdings nur für ausgewählte Tester und Premium-Abonnenten verfügbar und ersetzt die bisherige Pixel Studio Software.
Forscher des Technion präsentierten auf der ICLR 2026 in Brasilien das „Time to Move“ (TTM) -System. Es erlaubt Nutzern, Bewegungen in KI-generierten Videos per Mausgesten zu steuern – und das ohne rechenintensive Prozesse oder aufwendiges Neulernen der Modelle.
Vom Druckwerk zur Fotobox
Die Automatisierungswelle erfasst auch die industrielle Produktion. Fujifilm brachte am 8. Juni die REVORIA PRESS PC2120 auf den nordamerikanischen Markt. Die Druckmaschine nutzt KI-gesteuerte Automatisierung und reduziert laut Hersteller den Einrichtungsabfall um bis zu 80 Prozent. Im Mai 2026 erhielt sie den Red Dot Design Award.
Für den Einzelhandel planen DNP und DNP Photo Imaging Japan einen neuen PrintRush-Selbstbedienungs-Fototerminal für Herbst 2026. Das auf der PHOTONEXT 2026 vorgestellte Gerät bietet mehrsprachige Bedienung, bargeldloses Bezahlen und ermöglicht Foto-Uploads ohne separate App.
Und für T-Shirt-Designer hat PNG Maker AI ein neues Tool entwickelt: Es generiert Grafiken aus Textvorgaben und entfernt automatisch den Hintergrund – ideal für den Print-on-Demand-Markt.

