Cato Networks setzt mit KI-Sicherheitsplattform auf NVIDIA-GPUs

Cato Networks stellt eine neue SASE-Plattform mit integrierten NVIDIA-Grafikprozessoren vor, um KI-Workloads in Unternehmen sicher und performant zu schützen.

Cato Networks revolutioniert die Unternehmenssicherheit: Der Cloud-Networking-Anbieter hat die erste SASE-Plattform mit integrierten NVIDIA-Grafikprozessoren und nativen KI-Sicherheitskontrollen vorgestellt. Die Neuentwicklungen Cato Neural Edge und Cato AI Security sollen Unternehmen dabei helfen, ihre KI-Einsätze sicher zu skalieren und sich gegen immer raffiniertere Cyberangriffe zu verteidigen. Damit reagiert das Unternehmen auf eine fundamentale Schwachstelle traditioneller Sicherheitsarchitekturen.

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KI im Unternehmen macht alte Sicherheitsperimeter obsolet

Die Integration generativer KI und autonomer Agenten in Geschäftsprozesse stellt Sicherheitsteams vor massive Probleme. Herkömmliche Sicherheitslösungen, die für statische Dateien und standardisiertes Nutzerverhalten konzipiert wurden, können die kontextreichen, natürlichen Sprachinteraktionen moderner KI-Tools kaum analysieren. Die Bedrohungen reichen heute von komplexen Prompt-Injections bis zur Manipulation von KI-Modellen. „Ohne geeignete Infrastruktur riskieren Unternehmen Datenlecks, Diebstahl geistigen Eigentums und Compliance-Verstöße“, warnt Cato Networks.

Genau hier setzt die neue Architektur an. Indem das Unternehmen leistungsstarke NVIDIA-GPUs direkt in sein globales Netzwerk-Backbone integriert, soll es die Latenz- und Performance-Probleme lösen, die typischerweise mit tiefer semantischer Analyse einhergehen. Bislang mussten KI-Workloads oft zu externen Hyperscaler-Rechenzentren umgeleitet werden – ein Prozess, der die Leistung von Anwendungen erheblich beeinträchtigen kann.

Neural Edge: Hardware-Beschleunigung für Echtzeit-Analyse

Das Herzstück der Neuausrichtung ist Cato Neural Edge. Diese Hardware-Schicht integriert NVIDIA-GPUs in über 85 globale Points of Presence des Unternehmens. Die massive Parallelverarbeitungsleistung der Grafikprozessoren ermöglicht es, den Datenverkehr in Echtzeit zu inspizieren, Bedrohungen zu erkennen und Sicherheitsrichtlinien durchzusetzen – und das alles direkt am Netzwerkrand, ohne Umweg über externe Cloud-Umgebungen.

Was bedeutet das konkret? Komplexe, natürliche Sprachausgaben von KI-Modellen können sofort analysiert werden. Die eingebettete Hardware liefert die nötige Rechenkraft, um hochfrequente Machine-Learning-Modelle „inline“, also im laufenden Datenstrom, auszuführen. Das Ergebnis ist eine deterministische Performance und architektonische Integrität, die skalierbare semantische und verhaltensbasierte Analysen über globale Datenströme hinweg erlaubt.

Cato AI Security: Governance und Schutz in einem

Ergänzt wird die Hardware durch die Software-Suite Cato AI Security. Diese bündelt KI-Governance und Laufzeitschutz und basiert auf Technologien der Übernahme von Aim Security Ende 2025. Die Suite deckt drei Hauptanwendungsfälle ab: Sie regelt, wie Mitarbeiter externe KI-Tools nutzen, schützt intern entwickelte KI-Anwendungen und setzt strikte Leitplanken für autonome KI-Agenten.

Ein praktisches Beispiel: Das System kann verhindern, dass Mitarbeiter versehentlich sensiblen Firmencode oder Finanzdaten in öffentliche Large Language Models einfügen – ein wachsendes Problem für Compliance-Abteilungen. Die Lösung kann eigenständig oder integriert in das breitere Cato-SASE-Portfolio betrieben werden, das SD-WAN, Security Service Edge und Zero-Trust-Netzwerkzugang umfasst. Alle Funktionen werden über eine einheitliche Steuerungsebene verwaltet.

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Markt im Wandel: Hardware wird zum Sicherheits-Standard

Die strategische Platzierung könnte Cato einen deutlichen Wettbewerbsvorteil verschaffen. Marktforscher von Gartner prognostizieren, dass bis 2028 mehr als 75 Prozent der Unternehmen für den Großteil ihrer Anwendungsfälle auf KI-verstärkte Cybersicherheitsprodukte setzen werden – ein massiver Anstieg gegenüber weniger als 25 Prozent im Jahr 2025. Cato setzt sich damit frühzeitig von Mitbewerbern ab, die für rechenintensive Workloads noch auf Drittanbieter-Dienste angewiesen sind.

Die globale Verfügbarkeit der neuen Dienste eröffnet dem Unternehmen unmittelbare Umsatzchancen. Branchenbeobachter erwarten, dass bestehende Kunden upgraden und neue Unternehmen gewonnen werden, die ihre Netzwerk- und Sicherheitsoperationen konsolidieren wollen, ohne hohe Anfangsinvestitionen zu tätigen. Die Integration von Hochleistungs-Hardware am Netzwerkrand dürfte einen neuen Standard für die Telekommunikations- und Netzwerkbranche setzen. In einer Welt, in der KI sowohl die Geschäftswerkzeuge als auch die Cyberbedrohungen neu definiert, werden hardwaregestützte, vereinheitlichte Sicherheitsarchitekturen zur Grundvoraussetzung für eine sichere digitale Infrastruktur.