CCW 2026: Rohde & Schwarz präsentiert Breitband-Testlösungen

Rohde & Schwarz präsentiert auf der CCW 2026 neue Prüfgeräte für den Umstieg von Schmalband- auf Breitbandfunk bei Behörden und Organisationen.

Die Umstellung von schmalbandigen auf breitbandige Kommunikationsnetze verändert die Anforderungen an Test- und Überwachungstechnik grundlegend. Rohde & Schwarz stellt auf der Critical Communications World (CCW) 2026 in London neue Lösungen für diesen Sektor vor.

Vom Schmalspur- zum Breitbandfunk

Wenn Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste künftig auf Breitbandnetze setzen, müssen zuverlässige Prüfverfahren her. Der Münchner Messtechnik-Spezialist Rohde & Schwarz präsentiert auf der Messe, die vom 16. bis 18. Juni im Londoner ExCeL stattfindet, den CMX500 One-Box-Tester. Das Gerät unterstützt GCF-zertifizierte Konformitätstests für Mission-Critical Push-to-Talk (MCPTT) – also jene Funktion, die Einsatzkräften blitzschnelle Gruppenkommunikation ermöglicht.

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Die Plattform stellt sicher, dass Endgeräte für Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) die strengen internationalen Standards erfüllen. Ergänzend bringt das Unternehmen den R&S PR300 auf den Markt, einen tragbaren Monitoring-Empfänger. Mit einer Echtzeitbandbreite von 125 MHz und einer Scan-Geschwindigkeit von über 500 GHz pro Sekunde deckt er das gesamte Frequenzspektrum moderner Einsatzfunknetze ab.

Das Ziel: Ein durchgängiges Ökosystem für die gesamte Kette der kritischen Kommunikation – von der Forschung und Entwicklung bis zur Feldüberwachung.

Spezialisierte Plattformen für Netzverifikation

Auch bei der Wartung bestehender Funkstandards wie TETRA, P25 und DMR tut sich etwas. EMCO Elektronik hat die Fähigkeiten des VIAVI CX200 SiteXpert detailliert beschrieben. Die All-in-One-Testplattform dient der Optimierung von militärischen, behördlichen und infrastrukturellen Netzen.

Das portable System vereint Frequenz-, Leistungs- und Modulationsanalyse mit einem Spektrumanalysator und einem vektoriellen Netzwerkanalysator (VNA). Es unterstützt nicht nur ältere Schmalbandprotokolle, sondern ist auch für LTE- und 5G-Netzverifikationen skalierbar. Ein klares Signal: Die Branche rüstet sich für die Integration von Hochgeschwindigkeitsdaten.

Design und Regulierung für kritische Systeme

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Doch nicht nur die Funktechnik selbst entwickelt sich weiter. Auch die Hardware-Designstandards für einsatzkritische Systeme werden präziser. In einem Leitfaden vom 8. Mai 2026 beschäftigte sich Banyan Networks mit dem CAN-Protokoll-Design für Hochrisikoumgebungen. Die Empfehlungen: lineare Bustopologien, 120-Ohm-Abschlusswiderstände und abgeschirmte Twisted-Pair-Kabel. Bei korrekter Implementierung liege die Fehlerwahrscheinlichkeit unter 4,7×10⁻¹¹ – ein Wert, der für Einsatzkommunikation unerlässlich ist.

Parallel dazu bleiben regulatorische Vorschriften ein zentrales Thema. Retevis veröffentlichte am 5. Juni 2026 aktualisierte Richtlinien zu den FCC-Regeln für Amateurfunk-Rufzeichen. Demnach ist die Registrierung über das offizielle Universal Licensing System (ULS) Pflicht. Die Kennung muss zu Beginn und Ende jeder Verbindung sowie in zehnminütigen Intervallen gesendet werden.

In den USA kämpft Senator Pete Ricketts derweil für den Erhalt des AM-Radios. Sein „AM Radio for Every Vehicle Act“ soll den Empfang in allen Neufahrzeugen vorschreiben. Für ländliche Regionen sei AM-Radio eine Lebensader – mit wichtigen Informationen zu Wetter, Notfällen und Marktberichten. Eine Debatte, die auch in Europa mit Blick auf den Digitalfunk und Notfallkommunikation relevant werden könnte.